Wie werde ich Spezialtiefbauer / Spezialtiefbauerin?

Du

  • arbeitest gern im Freien, auch bei Wind und Wetter?
  • hast kein Problem damit, dir die Hände schmutzig zu machen?
  • kannst Verantwortung übernehmen?
  • arbeitest genau und sorgfältig?
  • bringst ein technisches, physikalisches und mathematisches Verständnis mit? 
  • hast ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen?
  • kannst im Team arbeiten und dich auf Andere verlassen?

Schulische Voraussetzung

Wenn du darüber hinaus noch mindestens einen Hauptschulabschluss in der Tasche hast, solltest du dich unbedingt für eine Ausbildung zum Spezialtiefbauer bewerben. 

Du bist dir noch unsicher? Finde im Berufs-Check heraus, welche Berufe zu dir passen

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1080 EUR

Was macht ein Spezialtiefbauer / Spezialtiefbauerin?

Auf Großbaustellen sind viele Hände und schlaue Köpfe beschäftigt. Damit Brücken, Hochhäuser, Tunnel, Fernsehtürme und Einkaufszentren gebaut werden können, bedarf es der akkuraten Planung und grandiosen Teamarbeit von Spezialtiefbauern.


Die Vorbereitungen

Sobald der Auftrag für ein mehrstöckiges Bürogebäude eingegangen ist, können die Planungen für den Bau beginnen. Vor Ort führst du Vermessungsarbeiten durch und erstellst Skizzen und Ablaufpläne für die Baumaßnahmen der kommenden Wochen. Du nimmst auch Bodenproben mithilfe von Probebohrungen und beurteilst die Tragfähigkeit des Bauuntergrunds. Daraus entwickelst du die notwendigen Maßnahmen der Verankerung. Sobald die Bauteile und Arbeitsgeräte auf der Baustelle eingetroffen sind, kann es richtig losgehen.

Die Sicherung der Baugrube

Noch bevor eine Baugrube mit dem Bagger ausgehoben wird, wird sie durch das sogenannte Einrammen von Metallplatten und Spundwänden gesichert. Dazu ist ein besonders gutes Teamwork zwischen dem Kranführer und dem einweisenden Spezialtiefbauer erforderlich. Spundwände bestehen aus Baustahl und können bis zu 30 Meter lang sein. Sie sichern eine Baugrube und werden auch zur Abdichtung gegen Grundwasser verwendet. Mit der Ramme, die durch einen Mäkler, also einer speziellen Führungseinrichtung verstärkt ist, können die schweren Spundbohlen sehr genau in den Boden eingerammt werden. Die einzelnen Bohlen müssen so exakt in den Boden eingeführt werden, dass sie ineinander greifen können. Je nach Tiefe der Spundwände müssen Rückverankerungen, zum Beispiel durch innenliegende Gurte angebracht werden.

Das Fundament

Um den Untergrund für das Fundament des Gebäudes zu sichern, insbesondere wenn die Boden- oder Gesteinsschicht nicht besonders tragfähig ist, arbeitest du mit sogenannten Verrohrungsmaschinen. Dazu werden Stahlrohre in den Boden eingelassen. Die Erde wird aus den Stahlrohren entfernt und der Hohlraum mit einer Betonmischung gefüllt. Bevor der Beton ausgehärtet ist, werden die Stahlrohre wieder entfernt.

Entwässerung

Bei der Aushebung der Baugrube kann Grundwasser hineinsickern. Für diesen Fall baust du ein System aus Röhren und Brunnen, die das Wasser ableiten, sodass du mit deinem Team ungestört arbeiten kannst. Spundwände und andere Abdichtungsmaßnahmen halten das Grundwasser langfristig dem Gebäudefundament fern. 

E-Mail Benachrichtigungen

Lass deinen Bot für dich suchen!
Lege deine Suchkriterien fest und lehn dich zurück. Du bekommst aktuelle Stellen für deinen Traumberuf direkt per Mail zugeschickt. So musst du nicht jeden Tag in der Suchmaschine nach neuen Plätzen schauen.

Suchbot erstellen

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Berufsschule bereitet dich an ein oder zwei Tagen in der Woche oder als Blockunterricht auf die Praxis im Betrieb vor. Hier lernst du in Physik die Grundlagen der Statik und Kräftelehre, denn die brauchst du auf dem Bau jeden Tag. In Mathe übst du, den Baustoffbedarf zu ermitteln sowie Flächen und Volumina zu berechnen. Auch für technische Zeichnungen sind solche Berechnungen wichtig, doch hierfür benötigst du vor allem auch zeichnerische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen. Um Messungen durchführen zu können, lernst du unterschiedliche Messverfahren kennen. Im Bautechnik-Unterricht erfährst du außerdem, welche Verbautechniken es gibt, zum Beispiel den Essener Verbau, den Berliner Verbau oder den Verbau durch Spundwandbohlen. Dafür benötigst du wiederum Kenntnisse über Erdschichten und unterschiedliche Bauuntergründe sowie Grundwasserabsenkungsmaßnahmen.


Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wirst du von Anfang an in die Abwicklung echter Aufträge mit eingespannt. Hier wird es also ernst und dir wird vom ersten Handgriff an Verantwortung übertragen. Natürlich werden dir die einzelnen Schritte zunächst von deinem Ausbildungsleiter erklärt. Du schaust ihm beispielsweise über die Schulter, wie er nach einer Auftragsübernahme den Arbeitsplan erstellt. Vielleicht darfst du bereits den Bedarf an Baumaterial errechnen und überprüfen, dass alle bestellten Baugeräte auf der Baustelle erscheinen. Nach und nach lernst du die verschiedenen Tätigkeiten, die du für den Bau der Fundamente für Brücken, Tunnel und Hochhäuser benötigst. Dazu gehört Schweißen, Bohrungen durchführen, Holzverbindungen herstellen, Baggerführung und auch die Instandhaltung der Baumaschinen und –geräte. 

Ausbildungsplatz finden

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Spezialtiefbauer / Spezialtiefbauerin? Wir haben für dich zahlreiche freie Ausbildungsplätze bei den besten Ausbildungsbetrieben - die Personaler freuen sich auf deine Bewerbung!

Freie Ausbildungsplätze
Hilfreiche Fähigkeiten
  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick

Wie gut passt der Beruf Spezialtiefbauer / Spezialtiefbauerin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Spezialtiefbauer / Spezialtiefbauerin genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Diese Berufe könnten dich auch interessieren


Gleisbauer / Gleisbauerin

Gleisbauer / Gleisbauerin

1159 freie Ausbildungsplätze

Gleisbauer und Gleisbauerinnen sorgen für ein sicheres und stabiles Schienennetz. Sie kontrollieren zum Beispiel Gleisbögen und Spurweiten mit Vermessungsgeräten, wechseln beschädigte Gleise und Weichen aus oder erneuern das Gleisbett.

Duale Ausbildung
Tiefbaufacharbeiter / Tiefbaufacharbeiterin

Tiefbaufacharbeiter / Tiefbaufacharbeiterin

298 freie Ausbildungsplätze

Tiefbaufacharbeiter sind je nach Ausbildungsschwerpunkt in den Bereichen Straßen-, Rohrleitungs-, Kanal-, Gleis-, Brunnen- oder Spezialtiefbau tätig. Sie heben Gräben aus, schaffen Verkehrswege, bauen Ver- und Entsorgungssysteme, wirken bei Brunnenbohrungen und dem Tunnelbau mit. Bei all diesen Tätigkeiten wechseln ihre Einsatzorte von Zeit zu Zeit und sie verbringen den überwiegenden Teil ihrer Arbeit im Freien.

Duale Ausbildung
Bodenleger / Bodenlegerin

Bodenleger / Bodenlegerin

198 freie Ausbildungsplätze

Bodenlegerinnen bzw. Bodenleger verlegen Fußbodenbeläge jeder Art, wie z. B. Teppich-, Holz-, PVC- und Laminatböden. Zudem sorgen sie für die Instandhaltung und -setzung von Bodenbelägen.