Wie werde ich Sattler / Sattlerin?

Du wolltest schon immer mit Leder arbeiten und handwerkliche Feinheiten bringen dich nicht ins Schwitzen? Dann ist vielleicht die Ausbildung zum Sattler etwas für dich. Sattler stellen vielfältige Gegenstände her, die beispielsweise zum Umgang mit Pferden und anderen Stallbewohnern genutzt werden. Darüber hinaus bearbeiten sie je nach Fachrichtung auch Autos und Boote und deren Ausstattung. Falls du den Beruf des Sattlers in Erwägung ziehst, solltest du folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Handwerkliches Geschick
  • Freude am Umgang mit den Werkstoffen Leder, Holz und Metall
  • Auge für Details und Ästhetik
  • gute Noten in Werken, Technik und Mathematik

Du bist dir nicht sicher, ob eine Ausbildung als Sattlerin beziehungsweise Sattler das Richtige für dich ist? Dann mach unseren kostenfreien Berufs-Check und finde es heraus!

Schulische Voraussetzungen

Für die Ausbildung zum Sattler gibt es keine rechtlichen Zugangsbestimmungen. Viele Unternehmen stellen in der Regel Schülerinnen und Schüler mit der mittleren Reife oder einem guten Hauptschulabschluss ein.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 760 EUR

Was macht ein Sattler / Sattlerin?

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Produktion von Lederwaren: Reine Handarbeit! Als Sattler fertigst du Lederwaren entweder nach Kundenwünschen oder nach eigenem Design an. Dazu gehören Sättel, Trensen, Verdecke für Cabrios oder auch Taschen.
  • Bearbeitung und Aufbereitung von Leder: Du kennst dich mit Leder in allen Formen und Farben aus. Du reparierst die Gegenstände deiner Kunden, besserst aus, polsterst auf oder verzierst, um alles wieder auf Trab zu bringen.
  • Kundenberatung: Du berätst Kunden im Hinblick auf Designs und Motivwünsche und beurteilst die Passgenauigkeit deiner hergestellten Waren.

Deine Aufgaben im Detail

Fachrichtung Sportsattlerei

Das Glück der Erde liegt für Sattler der Fachrichtung Sportsattlerei auf dem Rücken der Pferde. Sie produzieren Sättel, Fahrgeschirr und Zaumzeug nach Maß und reparieren alles, wenn der Zahn der Zeit an den Gegenständen genagt hat. Ausbessern und aufpolstern steht bei ihnen auf der Tagesordnung. Schnallen, Griffe, Haken oder Knöpfe werden von ihnen ebenfalls angebracht. Mit geübtem Blick und sicherem Abtasten wissen sie sofort, ob ein Sattel richtig auf dem Pferderücken liegt oder ob alles noch angepasst werden muss. Sie kennen sich mit den Tieren und ihrer Anatomie aus und haben keine Angst beim Umgang mit ihnen.

Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

Leder wird auch in der Fahrzeugindustrie oder der Luftfahrt vielseitig verwendet. Fahrzeugsattler beziehen Autositze, polstern diese auf oder bauen neue Verdecke für Cabrios. Auch Planen für LKWs, Boote und Eisenbahnwaggons werden von ihnen hergestellt. Körperlich richtig ranklotzen müssen Sattler, wenn es an die Montage geht: Das Einbauen von Autositzen oder das Anbringen von Bootsplanen kann mitunter ganz schön anstrengend sein.

Fachrichtung Feintäschnerei

Die Feintäschnerei bezeichnet die Herstellung von Leder- und Textilwaren im modischen Bereich. Koffer, Taschen, Lederhosen und Kleinlederwaren wie Portemonnaies sind die Leidenschaft von Sattlerinnen und Sattlern der Fachrichtung Feintäschnerei. Sie entwerfen und gestalten die Produkte nach eigenem Design oder nach Kundenwunsch und fertigen diese an. Schnallen und Knöpfe bringen sie so an, dass sie zugleich optisch was hermachen und praktikabel sind. Für ihre Waren schneiden Feintäschner unter anderem das Leder zu, nähen es zusammen, stanzen Verzierungen aus und polieren und wachsen das Endprodukt.

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Gut zu wissen...
  • Das Modeimperium Gucci wurde 1921 vom Sattlermeister Guccio Gucci gegründet. Die Designs sind oft vom Pferdesport inspiriert.
  • Neues Leder verströmt aufgrund der Gerbungsart einen eigenen Duft, den manche Menschen als störend, andere als angenehm empfinden. Dieser intensiviert sich bei steigender Umgebungstemperatur.
  • Gut gepflegtes Leder ist jahrzehntelang haltbar und kann in vielen Fällen auch wieder aufbereitet werden.

Inhalte der Ausbildung

Der Beruf Sattler ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf, in dem du deine Zeit sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule verbringst. Schon während der Ausbildung spezialisierst du dich in einer der folgenden drei Fachrichtungen:

  • Sportsattlerei
  • Feintäschnerei
  • Fahrzeugsattlerei

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In deinem Betrieb dreht sich alles um Leder und Textilien. In der Werkstatt lernst du die verschiedenen Werkstoffe kennen: Unterschiedliche Lederarten, die Art der Gerbung und die Verarbeitungsmöglichkeiten zeigen dir die Einsatzvielfalt des Materials. Hinzukommen Holz und Metall, die ebenfalls bei deiner Arbeit gebraucht werden. Nähen, zuschneiden, stanzen – deine Tätigkeiten in der Ausbildung sind sehr abwechslungsreich. Du begleitest den Herstellungsprozess von der Idee und dem Entwurf über die Gestaltung bis hin zum fertigen Endprodukt. Natürlich weißt du auch, wie man die Lederwaren am besten pflegt und sie so zu langlebigen Alltagsbegleitern macht.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule werden dir berufsspezifische Inhalte vermittelt. Entwerfen und Gestalten stehen hier unter anderem auf deinem Stundenplan. Aber auch die Annahme und Abwicklung von Kundenaufträgen sowie die anschließende Kostenberechnung sind für einen Sattler sehr wichtig, vor allem wenn er oder sie selbstständig tätig ist. Neben diesen Fächern werden dir auch wichtige Kenntnisse in den regulären Fächern Deutsch oder Wirtschaftskunde vermittelt.

Besonderheiten

Bereits mit der mittleren Reife hast du die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation „Europa-Assistent“ zu erwerben. Diese Qualifikation beinhaltet einen spezifischen Fachunterricht, die Weiterentwicklung von interkultureller Kompetenz sowie die Verbesserung von Fremdsprachenkenntnissen. In diesem Rahmen absolvierst du ein mehrwöchiges Praktikum in einem Betrieb im Ausland.

Ausbildungsplatz finden

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Sattler / Sattlerin? Wir haben für dich zahlreiche freie Ausbildungsplätze bei den besten Ausbildungsbetrieben - die Personaler freuen sich auf deine Bewerbung!

Freie Ausbildungsplätze

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung dauert üblicherweise drei Jahre. Hast du aber im Voraus bereits die Ausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung abgeschlossen, kannst du die Ausbildung zum Sattler um ein Jahr verkürzen. Auf der anderen Seite ist es nach Absprache mit deinem Arbeitgeber auch möglich, die komplette Ausbildung oder nur einen Teil davon in Teilzeit zu absolvieren. Neben der Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb werden die schulischen Inhalte im Blockunterricht oder an ein bis zwei Wochentagen vermittelt. Zudem ist es möglich, dass dir in überbetrieblichen Lehrgängen bestimmte Lernfelder nähergebracht werden.

Hilfreiche Fähigkeiten
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick

Wie gut passt der Beruf Sattler / Sattlerin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Sattler / Sattlerin genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
Sattler / Sattlerin-Quiz
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