Packmitteltechnologe bei der Arbeit ©CheccoRomeo | Pixabay Public Domain

Ausbildung
Packmitteltechnologe (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Packmitteltechnologen entwerfen und stellen Packmittel wie Faltschachteln, Kartons, Papierbeutel, Wellpappen, Briefumschläge und Etiketten her. Hierzu arbeiten sie mit speziellen Maschinen, richten diese ein und kontrollieren den Produktionsablauf.

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Deine Tätigkeiten

Beim Einkaufen achten die meisten von uns auf die Qualität der Produkte oder den Preis. Doch ist dir schon mal aufgefallen, dass fast jedes Produkt unterschiedlich verpackt ist? Von der Pralinenschachtel über Möbelstücke zum Selbstaufbau bis hin zum Paket für die Post - jedes Produkt hat seine ganz eigene Verpackung. Für die Herstellung dieser Verpackungen bist du als Packmitteltechnologe verantwortlich. Hierbei lassen sich gestalterische Aspekte mit handwerklich-technischen Tätigkeiten verbinden.

In allen Größen und Formen

Egal ob groß, klein, quadratisch, rund oder in Form eines Tannenbaums oder einer Eule - Verpackungen gibt es in fast allen Größen und Formen. Als Packmitteltechnologe bzw. Packmitteltechnologin darfst du beim Design der Verpackungen mithelfen. Stell dir vor, die Weihnachtszeit rückt mal wieder näher und dein Kunde ist ein Hersteller für Pralinen. Um sich der Jahreszeit anzupassen und mehr Profit zu machen, möchte dein Kunde gerne Pralinenschachteln in Tannenbaumform haben. Am Computer erstellst du eine Vorlage für die Verpackung, das heißt du erstellst eine Kontur für die Stanzform, damit die von dir eingesetzten Maschinen später aus den Pappbögen das richtige Muster ausschneiden. Ist die Vorlage am Computer fertig, richtest du die Produktionsmaschinen ein und lässt ein Probeexemplar ausstanzen. Anschließend steckst du den Karton zusammen. Wenn keine Fehler unterlaufen sind und deine Schachtel genau so aussieht, wie sie soll, kannst du mit der Produktion in großer Zahl starten.

Optik ist nicht alles

Natürlich sollen die Verpackungen nicht nur anschaulich aussehen und den Kunden zum Kauf anregen, sie müssen auch gewisse Qualitätsstandards erfüllen. Wenn du einen neuen Fernseher kaufst und zuhause beim Auspacken rieseln dir nur Glassplitter entgegen oder die Schokokekse oder Chips für deinen Abend mit Freunden sind schon ganz zerbröselt, steinhart oder komplett zermatscht, macht das schließlich gar keinen Spaß. Als Packmitteltechnologe kontrollierst du nicht nur den gesamten Produktionsprozess und stellst den Materialfluss sicher, du prüfst auch deine fertigen Produkte auf ihre Qualität. So müssen beispielsweise Pakete für den Versand einem gewissen Druck standhalten ehe sie reißen dürfen. Diese und andere Dinge zu prüfen gehört zu deinen täglichen Aufgaben. Besonders heutzutage wird Umweltschutz immer größer geschrieben. Es ist also wichtig darauf zu achten, dass Packmittel möglichst umweltfreundlich produziert werden.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum Packmitteltechnologen ist eine duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass du einen Teil deiner Ausbildung im Betrieb und den anderen Teil in der Berufsschule absolvierst, denn so lernst du alles wichtige in Theorie und Praxis. Der Berufsschulunterricht kann als Block oder an ein bis zwei Tagen die Woche stattfinden. Als Packmitteltechnologe musst du stets neue Kundenwünsche erfüllen, die das Design der Verpackungen betreffen. In der Berufsschule lernst du wie man Vorlagen für Packmittel entwirft und gestaltet. Ein gutes Farbempfinden ist von Vorteil, damit du die Verpackungen so ansprechend wie möglich gestalten kannst. Die Maschinen, die du im Betrieb steuerst, arbeiten teilweise mit mechanischer, pneumatischer oder hydraulischer Steuerung. Der Physikunterricht hilft dir dabei, diese Steuerungen genau zu verstehen. Da möglichst wenig Material verschwendet werden soll und die Produktionskosten bei bestmöglicher Qualität so niedrig wie möglich gehalten werden sollen, gehört auch der Ausbau deiner Mathematikkenntnisse zum Berufsschulalltag dazu. Natürlich dürfen auch einige rechtliche Grundlagen nicht fehlen, deshalb werden dir die wichtigsten Dinge zum Thema Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz beigebracht.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Während du in der Berufsschule das nötige theoretische Grundwissen vermittelt bekommst, geht es im Betrieb an die praktischen Tätigkeiten. Zu Beginn deiner Ausbildung schaust du deinem Ausbilder noch viel zu. Er wird dir den Aufbau des Betriebs und die vorhandenen Maschinen und deren Bedienung genau zeigen. Da es in den Produktionshallen gerne mal etwas lauter werden kann, ist eine gute Kommunikation und Teamarbeit wichtig. Diese erfolgt oft per Gestik und Mimik. Du wirst lernen, wie man technische Zeichnungen liest und anfertigt und wie du die Produktionsanlagen nach Vorgaben einrichtest. Während die Maschinen arbeiten, machst du regelmäßige Kontrollgänge. Kommt es zu Störungen, greifst du sofort ein und behebst das Problem. Auch für die Instandhaltung der Maschinen bist du verantwortlich. Beim exakten Einstellen von Stanz-, Falz- oder Druckmaschinen oder beim Wechsel von Papierrollen ist viel Sorgfalt gefragt, doch all dies wird dir dein Ausbilder genau zeigen.



Voraussetzungen


Als Packmitteltechnologe bzw. Packmitteltechnologin solltest du

  • handwerklich geschickt sein
  • technisches Interesse haben
  • zuverlässig und verantwortungsbewusst arbeiten
  • ein gutes Farbvermögen haben
  • schnell reagieren
  • gerne im Team arbeiten

Erkennst du dich in diesen Eigenschaften wieder? Dann nichts wie ran an die Bewerbung! Wenn du dir noch unsicher bist, ob der Beruf wirklich das Richtige für dich ist, mach den Test in unserem Berufsscout und finde es heraus.

Schulische Voraussetzung

Die meisten Betriebe erwarten mindestens einen Hauptschulabschluss oder vorzugsweise die Mittlere Reife.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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