Mikrotechnologen stellen Mikrochips verschiedener Art her. ©WDnetStudio | Pixabay Public Domain

Ausbildung
Mikrotechnologe (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Mikrotechnologen stellen mikrotechnologische Produkte wie Mikrochips, Speicherbausteine oder Airbagsensoren her. Sie überwachen den Produktionsprozess und führen Qualitäsprüfungen durch.

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Was macht ein Mikrotechnologe ?

Was macht eigentlich so ein Mikrotechnologe? Womit arbeitet er den ganzen Tag? Die Antwort ist ganz einfach, wenn du dir zuerst einmal das Wort genauer anschaust. Das Wort "mikro" kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "klein". Als Mikrotechnologe arbeitest du demnach mit technischen Kleinstelementen wie zum Beispiel Mikrochips für Computer, Smartphones und Kameras oder Sensoren für Airbags und Hörgeräte.

Eine saubere Sache

Damit Oma wieder vernünftig hören kann und der Airbag bei einem Autounfall auch zum richtigen Zeitpunkt aufgeht, bedarf es einiges an Technik und das ganze auf kleinstem "Raum", auf Mikrochips beispielsweise. Genau hier kommst du als Mikrotechnologe bzw. als Mikrotechnologin zum Einsatz. Du arbeitest in sogenannten Reinräumen, da deine Arbeitsmaterialen und Produkte nicht mit Schmutz oder Staub in Kontakt kommen dürfen, da sie sonst beschädigt werden würden. Für die Herstellung eines Mikrochips arbeitest du mit Siliziumplatten. Du ätzt Löcher in die Platten und bringst durch Löten oder Bonden Metallkontake an. Anschließend beschichtest du die Oberfläche, um sie zu versiegeln und sie so beispielsweise vor Korrosion zu schützen. Für deine Arbeit stehen dir verschiedene Maschinen und Produktionsanlagen zur Verfügung. Das Einrichten, Bedienen, Überwachen und die Instandhaltung dieser Produktionsanlagen gehört ebenfalls zu deinen täglichen Aufgaben. Um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen, führst du Prüfungen und Endtests durch.

Mögliche Schwerpunkte deiner Ausbildung

Während deiner Ausbildung hast du die Möglichkeit dich in deinem zweiten Ausbildungsjahr für einen von zwei Schwerpunkten zu entscheiden und dein Wissen auf genau diesem Bereich zu vertiefen. Zur Auswahl stehen dir die Halbleitertechnik und die Mikrosystemtechnik. Im Schwerpunkt Halbleitertechnik beschäftigst du dich mit der Herstellung von Bauelementen für Mikrochips. Hierzu bearbeitest du wie oben beschrieben feine Siliziumscheiben. Im Schwerpunkt Mikrosystemtechnik werden die Bauelemente zu funktionierenden Systemen zusammengebaut. Dies können zum Beispiel Airbagsensoren sein. Falls du dich schon ein bisschen mit dem Fachvokabular auseinandersetzen möchtest, kannst du dich ja mal mit den verschiedenen Einsatzgebieten vertraut machen. Typische Einsatzgebiete der Halbleitertechnik sind diskrete Halbleiter, Leistungshalbleiter, integrierte Halbleiter, Optohalbleiter oder optoelektronische Anzeigesysteme. Typische Einsatzgebiete der Mikrosystemtechnik sind zum Beispiel die Herstellung von Schaltungsträgern in Dickschichttechnik oder Dünnschichttechnik, Hybridtechnik oder SMD-Montagetechnik.

Inhalte der Ausbildung


Die duale Ausbildung gliedert sich in zwei Teile, den Berufsschulunterricht und die Arbeit im Betrieb. Der Berufsschulunterricht findet entweder ein bis zwei Tage die Woche oder im Block statt.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du alle theoretischen Grundlagen, die du für die praktische Arbeit im Betrieb brauchst. In den verschiedenen Fächern wird dir das Handwerkszeug für deinen Beruf beigebracht. In Physik lernst du, wie man Spannungen, Ströme und Widerstände misst. Im Technikunterricht wird dir beigebracht, wie man Versuchsanordnungen aufbaut und Versuche durchführt und wie Aufbaupläne und technische Zeichnungen angefertigt werden. Natürlich darf auch der Mathematikunterricht nicht fehlen, denn hier lernst du, wie man Messreihen auswertet und wie man mit statistischem Material umgeht.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb bekommst du Einblick in die Berufspraxis. Zu Beginn deiner Ausbildung lernst du den Aufbau und die Organisation deines Ausbildungsbetriebes kennen und machst dich mit den Sicherheits- und Gesundheitsschutzvorschriften vertraut. Du stellst die Reinraumbedingungen sicher und prüfst diese regelmäßig. Außerdem lernst du, wie du deine Arbeit planst und dokumentierst. Während deiner Zeit im Betrieb wird dir beigebracht, wie du die Prozessparameter an den Produktionsanlagen einstellst und wie du die Anlagen umrüstest und instand hältst. Das Arbeiten mit Siliziumscheiben erfordert jede Menge Fingerspitzengefühl. Je sorgfältiger du arbeitest und je öfter du übst, desto schneller werden deine Handgriffe sitzen und du hast schon bald deinen ersten Mikrochip hergestellt. Du führst Messungen und Belastungstest an den Produkten durch und besprichst diese mit deinem Team.

Besonderheiten


Es handelt sich um eine dreijährige duale Ausbildung. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr wählst du einen Schwerpunkt für deine Ausbildung aus: Mikrotechnik oder Halbleitertechnik.



Wie werde ich Mikrotechnologe ?


Hast du...

  • ein gutes technisches Verständnis?
  • handwerkliches Geschick?
  • eine sehr gute Konzentrationsfähigkeit?
  • Interesse am Umgang mit kleinsten Bauteilen?

Bist du...

  • sorgfältig?
  • geduldig?
  • ordentlich?

... dann nichts wie ran an die Bewerbung zum Mikrotechnologen!

Du schwankst noch, ob der Beruf zu dir passt? Mach doch mal einen Persönlichkeitstest im Berufsscout und finde es heraus.

Schulische Voraussetzung

Um eine Ausbildung zum Mikrotechnologen zu absolvieren, solltest du mindestens über die mittlere Reife verfügen. Es werden auch gerne Bewerber mit Fachabi oder Abi eingestellt. Du solltest außerdem gute Noten in Mathe, Physik und Chemie vorweisen können, da diese Fächer während deiner Ausbildung eine große Rolle spielen.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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