Maurer bei der Arbeit ©Pixabay Public Domain

Ausbildung
Maurer (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Maurer arbeiten auf der Baustelle, wo sie mit Werkzeugen, Geräten und Maschinen Rohbauten aus Fundamenten, Wänden und Decken errichten.

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Deine Tätigkeiten

Bei Wind und Wetter, strahlendem Sonnenschein und auch bei Hitze stehen Maurer auf dem Bau. Das Maurerhandwerk ist noch immer ein Knochenjob. Das solltest du wissen, bevor du deine Ausbildung beginnst. Allerdings sind in keinem anderen Beruf der Stolz und die Zufriedenheit so groß, wenn du das fertige Bauwerk vor dir hast!

Stein auf Stein

Mörtel, Klinker, Ziegel, Holz, Stahl, Beton – zwischen diesen Baumaterialien fühlst du dich wohl. Bevor es losgehen kann, werden die Baupläne studiert und ausgewertet. Dazu setzt du dich auch mit anderen Handwerkern zusammen, damit ihr die Arbeitsschritte aufeinander abstimmen könnt. Nun werden die Baumaterialien angefordert, die Geräte und Maschinen besorgt und zur Baustelle gebracht. Die muss natürlich erst mal eingerichtet und abgesichert werden Dazu verwendest du Bauzäune und Absperrungen. Eventuell muss sogar die Straße umgeleitet werden. Jetzt geht es los. Zuerst wird das Fundament betoniert. Dann kann es mit den Außen- und Innenwänden weitergehen. Die werden gemauert oder betoniert. Für den Beton fertigst du Schalungen, das sind Gussformen, aus Holz und Stahl an. Sie werden mit Frischbeton gefüllt und können nach dem Erhärten wieder entfernt werden. Wenn eine Wand gemauert wird, berechnest du zunächst die Schichthöhe, schichtest dann die Steine (Klinker, Ziegel, Kalksandstein oder andere) und benutzt Mörtel zur Befestigung der einzelnen Schichten. Vergiss nicht, dass in manche Wände Fensterstürze eingebaut werden müssen. Wenn ein Schornstein angebracht werden soll, bist du und dein Team auch dafür zuständig. Zum Schluss kommt die gute alte Maurerkelle zum Verputzen zum Einsatz. Auch Dämm- und Isoliermaterialien baust du mit ein. Schließlich steht Energiesparen ganz oben auf der Prioritätenliste für den Hausbau.

Safety first

Bei allem was du tust stehen deine Sicherheit, die Sicherheit deines Teams und die Sicherheit und Gesundheit der Menschen, die später das Haus beziehen werden, im Vordergrund. Bevor du beginnst, muss die Baustelle unbedingt hinreichend abgesichert werden. Wenn Baugruben ausgegraben werden, achtest du darauf, dass sie gekennzeichnet und durch Bauzäune abgesichert werden, sodass niemand hineinfallen kann. Außerdem beachtest du die Gesetze der Statik. Wenn die Baugrube oder ein Graben rund um das Haus zu nah am Fundament des Hauses liegt, besteht Einsturzgefahr. Du musst dich also unbedingt an die vorgegebenen Maße halten. Wasserwaage und Lot sind deine ständigen Begleiter, um deine Arbeit zu kontrollieren. Bevor der Mörtel trocknet, können noch Änderungen an der Mauer vorgenommen werden, zum Beispiel, wenn Steine schief sind oder aus der Mauer hervorstehen.  Die Mauerhöhe misst du mithilfe von moderner Lasertechnik.

Altbausanierung

Der Bau von neuen Gebäuden macht sicherlich am meisten Spaß, denn du erschaffst etwas von Grund auf neu und kannst deine Fortschritte genau nachvollziehen. Als Maurer bist du jedoch auch für die Sanierung älterer Gebäude zuständig. Auch das ist etwas Schönes, denn du sorgst dafür, dass alte Schätzchen in neuem Glanz erstrahlen. Hierzu werden erst einmal Bauschäden festgestellt, dann ausgebessert. Der Putz bröckelt von der Wand, die Außenwände müssen begradigt werden und es haben sich einige Klinker gelöst. Kein Problem – du und dein Team seid schon zur Stelle! Und wenn sich rein gar nichts mehr machen lässt, seid ihr auch für die Abbrucharbeiten verantwortlich. Auch hier ist natürlich oberste Vorsicht geboten.

Inhalte der Ausbildung


In der Berufsschule und im Betrieb – hier erfährst du, was ein Maurer können und wissen muss.

Schulische Ausbildungsinhalte

Wenn bisher Mathe nicht gerade dein Freund war, dann ist es jetzt an der Zeit für einen Sinneswandel. Mathe ist für einen angehenden Maurer nämlich unverzichtbar. Genau wie Technik, denn dort lernst du, mit Maschinen und Werkzeugen umzugehen, Skizzen zu lesen und selbst anzufertigen. Auch Physik wirst du benötigen, um die Wirkung von Kräften zu erforschen, zum Beispiel bei Hebeln. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit spielen eine wichtige Rolle in deinem Beruf. Auch dazu lernst du etwas in der Berufsschule.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Bevor du im Ausbildungsbetrieb anfängst, ganze Häuser zu bauen, musst du natürlich Vieles lernen. Erst einmal lernst du die Werkzeuge, Baugeräte und Baumaschinen, die in deinem Betrieb verwendet werden, kennen und du lernst, sie zu bedienen. Stein, Mörtel und Beton werden dir Tag für Tag begegnen und du erfährst, wie man zum Beispiel Schalungen und Bewehrungen zur Verstärkung von Beton, zum Beispiel durch Stahl, anfertigt. Wände, Ecken, Pfeiler, Schornsteine und Treppen wirst du schon bald errichten können und merke dir dabei immer: Übung macht den Meister.  

Besonderheiten


Nach zwei Jahren deiner dualen Ausbildung zum Maurer erreichst du bereits den Berufsabschluss des Hochbaufacharbeiters

Italien (Südtirol) 

In Italien dauert die Ausbildung vier Jahre, statt drei, wie in Deutschland.


Voraussetzungen


Wenn du
  • gut in Mathe bist
  • sportlich und gesundheitlich fit bist
  • anpacken kannst
  • räumliches Vorstellungsvermögen hast
  • sorgfältig und genau arbeitest
  • gerne draußen arbeitest
  • teamfähig bist
  • etwas errichten willst, worauf du stolz sein kannst
  • pünktlich wie ein Maurer bist (...versteht sich ja von selbst!)
...und außerdem einen Hauptschulabschluss hast,  

dann steht deiner Maurer-Karriere nichts mehr im Weg!  

Teste deinen Persönlichkeitstyp im Berufsscout! Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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