Wie werde ich Kaufmann für audiovisuelle Medien?

Als angehender Kaufmann für audiovisuelle Medien solltest du über einige Eigenschaften und Fähigkeiten verfügen, die dir den Start in den Beruf um einiges vereinfachen. Dazu zählen unter anderem:

  • Großes Interesse an Medienkanälen
  • Kaufmännisches Denken und technisches Verständnis
  • Kundenorientierung und Kommunikationsgeschick
  • Teamorientiertes Arbeiten
  • Sorgfalt und Genauigkeit

Falls du dir noch nicht sicher bist, ob du über die nötigen Eigenschaften verfügst, probiere unseren Berufs-Check aus. Er zeigt dir, ob dieser Beruf wirklich zu dir passt, oder andere eher für dich infrage kommen.

Schulische Voraussetzung

Die meisten Bewerber, die für eine Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien eingestellt werden, verfügen über ein Fachabi oder die allgemeine Hochschulreife. Auch mit einem guten Realschulabschluss und einer besonders überzeugenden Bewerbung besteht die Chance, den Ausbildungsbetrieb in einem anschließenden Vorstellungsgespräch von dir zu überzeugen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Fachhochschulreife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 780 EUR

Was macht ein Kaufmann für audiovisuelle Medien?

Deine Aufgaben als Kaufmann für audiovisuelle Medien auf einen Blick

Recherche und Planung: Klärung von Rechten wie Lizenzrecht oder Urheberrecht; Kontakt zu anderen Medienanstalten; Erarbeitung von Lizenzverträgen.

Kalkulation und Organisation: Ablauf-, Personal und Zeitplanung; Kostenkalkulation; Kontakt zu Vertragspartnern; technische Bestandsanalyse; Kooperation mit anderen Geschäftsabteilungen.

Kundenberatung und Auftragsbearbeitung: Projektplanung von der Anfrage bis zur letzten Bild- und Tonaufnahme; Berater bei Fragen und Wünschen der Kunden; Kundenservice über verschiedene Medienkanäle; regelmäßige Markt- und Mitbewerberanalyse; Koordinierung interner Betriebsprozesse.

Deine Aufgaben als Kaufmann für audiovisuelle Medien im Detail

Was Daten, Zahlen und Fakten angeht bist du ein richtiger Experte. Passend zu Aufträgen hast du die richtige Excel-Tabelle, die angeforderte Lizenz-Datenbank, die Kosten-Nutzen-Rechnung aus dem letzten Jahr oder den erstellten Einsatzplan für die Kameraleute parat. Bei Anfragen von Kunden, Fragen zur Aufgabenverteilung aus deinem Team oder Nachfragen zur Kostenübersicht von der Geschäftsleitung, bist du der richtige Ansprechpartner und stehst somit immer mitten im Geschehen.

Kundenberatung und Auftragsbearbeitung

Wenn du für externe Kunden arbeitest, berätst du sie zu multimedialen Werbemaßnahmen, zum Beispiel dem Dreh eines Image-Videos für ein Unternehmen. Per E-Mail und Telefon beantwortest du Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten, zum Sendeverlauf und zu Kosten-Nutzen-Rechnungen. Dabei behältst du immer die Wirtschaftlichkeit deines eigenen Unternehmens im Auge. Du holst dir Informationen über Märkte und Mitbewerber ein und erstellst statistische Daten, die der Steuerung von internen Betriebsprozessen dienen.

Lizenzrecht, Urheberrecht, Medienrecht…

Radioproduktionen, Podcasts, Musikvideos oder Filmproduktionen – alles startet mit der Planung und Organisation. Bevor es zum Beispiel mit dem Dreh einer Reportage über eine Rockband losgehen kann, müssen Rechte und Genehmigungen eingeholt werden. Altes Filmmaterial der Band darf nicht einfach so verwendet werden. Zunächst müssen die Lizenzinhaber des Materials ausfindig gemacht werden und ein Lizenzvertrag mit deinem Unternehmen ausgehandelt werden. Hierin wird genau festgelegt, welches Material wie lange und wofür genutzt werden darf.

Kalkulieren und Organisieren

Nun beginnt endlich die Ablaufplanung. Wo soll der Dreh stattfinden? Müssen gegebenenfalls Räume angemietet werden? Wie viel Personal wird dafür notwendig sein? Wie lange wird der Dreh in etwa dauern? Welches technische Equipment ist dafür notwendig? Die Kostenkalkulationen erledigst du im Büro. Für Nachfragen zu Räumen greifst du entweder zum Telefon oder sichtest die Drehorte selbst. Um den Bestand der technischen Ausrüstung zu prüfen, bewegst du dich in der Technik-Abteilung. Altes Filmmaterial suchst du im Archiv. Aufträge für die Dreharbeiten leitest du in die Produktion und Redaktion weiter. Im Besprechungsraum verteilst du die Aufgaben in deinem Team und erörterst ihnen die verschiedenen Produktionsphasen, nachdem du sie mit der Medienproduktion abgestimmt hast.
Gut zu wissen...
  • Der 2011 erschienene Film „Fluch der Karibik 3“ ist mit 379 Millionen US-Dollar der teuerste, jemals gedrehte Film der Welt.
  • Die Deutschen nutzen pro Tag hochgerechnet mehr als 9 Stunden verschiedene audiovisuellen Medien.
  • Am 24. Dezember 1906 begann mit der ersten Radiosendung überhaupt die Geschichte des Rundfunks. Dafür verantwortlich war der kanadische Physiker und Erfinder Reginald Aubrey Fessenden.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Ein bis zwei Tage in der Woche verbringst du in der Berufsschule. Dort lernst du die rechtlichen Grundlagen kennen, die für deinen Beruf besonders wichtig sind. Dazu zählen das Leistungsschutzrecht, Urheberrecht, Medienrecht und Lizenzrecht. Außerdem wird dir Grundwissen in der Medienproduktion vermittelt, du lernst, wie man Angebote erstellt und Rechnungen schreibt oder die Buchführung erledigt. Da du im Medienbereich mit vielen englischen Fachbegriffen in Berührung kommst und beispielsweise bei internationalen Produktionen auf Englisch kommunizieren musst, erwirbst du in der Berufsschule wichtige Grundlagen im fachspezifischen Englisch.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb wirst du von Kollegen und deinem Ausbildungsleiter in die Tätigkeiten deines Ausbildungsbetriebs eingeführt. Dort lernst du, wie man mit Kunden oder Lizenzinhabern am Telefon kommuniziert, Lizenzverträge geschickt aushandelt, was bei Kosten- und Leistungsrechnungen zu beachten ist und wie du dein Team für eine anstehende Medienproduktion einteilst. Du durchläufst während deiner Ausbildung die verschiedenen Abteilungen deines Unternehmens: Personalabteilung, Rechnungswesen, Produktion, Disposition und Redaktion.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für audiovisuelle Medien kannst du entweder in Form einer dualen Ausbildung oder einer schulischen Ausbildung absolvieren.

Die schulische Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien

Die schulische Ausbildung verbringst du vorranging an einer Berufsfachschule und zum Teil in Praxisphasen in Unternehmen, welche oft in Form von Langzeitpraktika absolviert werden.

Betriebliche Ausbildungsinhalte in der schulischen Ausbildung

Neben der Zeit in der Berufsschule absolvierst du auch Berufspraktika, die dir den Arbeitsalltag näherbringen. Über mehrere Wochen arbeitest du in einem größeren Unternehmen oder einer Agentur, schaust deinen Kollegen über die Schulter und übernimmst eigene Projekte. Während des Praktikums zeigt man dir, wie man mit Kunden oder Lizenzinhabern am Telefon kommuniziert, Lizenzverträge geschickt aushandelt, was bei Kosten- und Leistungsrechnungen zu beachten ist und wie du dein Team für eine anstehende Medienproduktion einteilst.

Wie gut passt der Beruf Kaufmann für audiovisuelle Medien zu dir?

Wenn du dich in deinem Beruf gerne schick anziehen möchtest, ist der Beruf Kaufmann für audiovisuelle Medien genau der richtige für dich.
Wenn du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Analytisches Denken
Kaufmann für audiovisuelle Medien-Quiz
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