Kaufmann für audiovisuelle Medien bei der Arbeit ©Unsplash | Pixabay Public Domain

Ausbildung
Kaufmann für audiovisuelle Medien (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Fachhochschulreife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Kaufleute für audiovisuelle Medien organisieren Produktionen beim Radio, Fernsehen, in der Filmindustrie oder für Werbeagenturen. Sie holen Rechte und Lizenzen ein, kalkulieren die Kosten, organisieren den Sendeverlauf und verteilen die Aufgaben im Team.

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Was macht ein Kaufmann für audiovisuelle Medien ?

Was Zahlen, Daten, Fakten angeht, bist du ein richtiger Experte. Sofort hast du die richtige Excel-Tabelle, die angeforderte Lizenz-Datenbank, die Kosten-Nutzen-Rechnung aus dem letzten Jahr oder den erstellten Einsatzplan für die Kameraleute parat. Bei Anfragen von Kunden, Fragen zur Aufgabenverteilung aus deinem Team oder Nachfragen zur Kostenübersicht von der Geschäftsleitung bist du der erste Ansprechpartner und stehst somit immer mitten im Geschehen.

Lizenzrecht, Urheberrecht, Medienrecht…

Radioproduktionen, Podcasts, Musikvideos oder Filmproduktionen – alles startet mit der Planung und Organisation. Bevor es zum Beispiel mit dem Dreh einer Reportage über eine Rockband losgehen kann, müssen Rechte und Genehmigungen eingeholt werden. Altes Filmmaterial der Band darf natürlich nicht einfach verwendet werden. Zunächst müssen die Lizenzinhaber des Materials ausfindig gemacht werden und ein Lizenzvertrag mit deinem Unternehmen ausgehandelt werden. Hierin wird genau festgelegt, welches Material wie lange und wofür genutzt werden darf.

Kalkulieren und Organisieren

Nun beginnt die Ablaufplanung. Wo soll der Dreh stattfinden? Müssen gegebenenfalls Räume angemietet werden? Wie viel Personal wird dafür notwendig sein? Wie lange wird der Dreh in etwa dauern? Welches technische Equipment ist dafür notwendig? Die Kostenkalkulationen erledigst du im Büro. Für Nachfragen zu Räumen greifst du entweder zum Telefon oder sichtest die Drehorte selbst. Um den Bestand der technischen Ausrüstung zu prüfen, bewegst du dich in der Technik-Abteilung. Altes Filmmaterial suchst du im Archiv. Aufträge für die Dreharbeiten leitest du in die Produktion und Redaktion weiter. Im Besprechungsraum verteilst du die Aufgaben in deinem Team und erörterst ihnen die verschiedenen Produktionsphasen, nachdem du sie mit der Medienproduktion abgestimmt hast.

Kundenberatung und Auftragsbearbeitung

Wenn du für externe Kunden arbeitest, berätst du sie zu multimedialen Werbemaßnahmen, zum Beispiel dem Dreh eines Image-Videos für ein Unternehmen. Per E-Mail und Telefon beantwortest du Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten, zum Sendeverlauf und zu Kosten-Nutzen-Rechnungen. Dabei behältst du natürlich immer die Wirtschaftlichkeit deines eigenen Unternehmens im Auge. Du holst dir Informationen über Märkte und Mitbewerber ein und erstellst statistische Daten, die der Steuerung von internen Betriebsprozessen dienen.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

Etwa ein bis zwei Tage in der Woche verbringst du in der Berufsschule. Dort lernst du vor allem die rechtlichen Grundlagen, die du in deinem Beruf benötigst. Dazu zählen das Leistungsschutzrecht, Urheberrecht, Medienrecht und Lizenzrecht. Du bekommst außerdem Grundwissen in der Medienproduktion vermittelt und lernst, wie man Angebote erstellt, Rechnungen schreibt und die Buchführung erledigt. Da du besonders im Medienbereich mit vielen englischen Fachwörtern zu tun hast und zum Beispiel bei internationalen Produktionen auf Englisch kommunizieren musst, erwirbst du in der Berufsschule Grundlagen im fachspezifischen Englisch.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Du wirst von deinem Ausbildungsleiter in die Tätigkeiten deines Ausbildungsbetriebs eingeführt. Dort zeigt man dir, wie du zum Beispiel mit Kunden oder Lizenzinhabern am Telefon kommunizierst, wie du Lizenzverträge geschickt aushandelst, was bei Kosten- und Leistungsrechnungen zu beachten ist und wie du dein Team für eine anstehende Medienproduktion einteilst. Du durchläufst während deiner Ausbildung die verschiedenen Abteilungen deines Unternehmens: Personalabteilung, Rechnungswesen, Produktion, Disposition und Redaktion.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für audiovisuelle Medien kannst du entweder in Form einer dualen Ausbildung oder einer schulischen Ausbildung absolvieren. Die schulische Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien verbringst du vorranging an einer Berufsfachschule und zum Teil auch in Form von Praxisphasen in Unternehmen.

Wie werde ich Kaufmann für audiovisuelle Medien ?


Wenn du
  • freundlich und höflich bist
  • gut auf Menschen zugehen kannst
  • selbstbewusst bist
  • gerne im Team arbeitest
  • ein Organisationstalent bist
  • Initiative zeigen kannst
  • und gut mit Zahlen umgehen kannst,
ist der Beruf des Kaufmanns für audiovisuelle Medien genau der richtige für dich! 

Schulische Voraussetzung

Die meisten Bewerber, die für eine Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien eingestellt werden, verfügen über ein Fachabi oder die allgemeine Hochschulreife. Auch mit einem guten Realschulabschluss und einer überzeugenden Bewerbung besteht die Chance, den Ausbildungsbetrieb von dir zu überzeugen. Trau dich!


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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