Wie werde ich Informatiker?

Einsen und Nullen sind deine Welt, du bringst die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife mit und...

  • hast Interesse an der Informatik?
  • bringst Verständnis für Technik mit?
  • denkst logisch-analytisch?
  • hast gute Noten in Mathe?
  • kannst sowohl selbstständig als auch im Team arbeiten?
  • bist kommunikativ?
Dann ist die Ausbildung zum Informatiker perfekt für dich geeignet!
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Bildungsweg

Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Fachhochschulreife

Ausbildungsdauer

2 Jahr(e)

Was macht ein Informatiker?

Wenn man den Begriff Fachinformatiker hört, denken viele an einen Nerd, der kaum mit seinen Kollegen kommuniziert und still vor seinem Computer sitzt. Aber auch positive Vorurteile sagt man Vertretern von IT-Berufen nach: Als Informatiker hast du eine große Auffassungsgabe, bist intelligent, analytisch geschickt und hast für jedes wirtschaftliche Problem eine Lösung in Form einer Software parat. 


Eins: Die Planung

In deinem Arbeitsalltag als Fachinformatiker stellst du dir öfters mal die Frage nach dem Problem in Abläufen: Warum läuft der Informationsaustausch oder ein Prozess in einem Unternehmen so schwierig und was müsste ein Programm können, um diese Probleme zu lösen? Vielleicht sitzt auch gerade ein verzweifelter Kunde vor dir, der in aller Ausführlichkeit seine Schwierigkeiten schildert – seine Mitarbeiter erledigen zum Beispiel Aufgaben, die schon lange von einem EDV-System abgelöst werden könnten. Nach dem Gespräch ist eins sicher: Ein neues Programm muss entwickelt werden. Wie gut, dass du der Fachmann für Anwendungsentwicklung bist und Systeme erstellen und optimieren kannst. Anwendungsentwicklung bedeutet hier zunächst, du erstellst einen Plan, wie du eine bestimmte Problematik aus der Wirtschaft in ein konkretes Programm übersetzen kannst. Eigenschaften, die das System besitzen soll legst du fest und kannst mit der richtigen Entwicklung endlich starten. 


Zwei: Die Codierung

Codieren - das bedeutet nichts anderes, als dass du deinen Plan mit Hilfe von Programmiersprache in eine Software überführst. Das kannst du dir ein bisschen wie eine Übersetzung von Deutsch in eine Fremdsprache vorstellen. Als Fachinformatiker bist du in der Anwendungsentwicklung meistens mehrsprachig aufgewachsen und kennst dich mit vielen Sprachen aus, egal, ob Java, C++, PHP oder HTML – du baust zielsicher die Programmbausteine am Computer zusammen und kannst damit zum Beispiel Websites und Programme für den PC entwickeln. Aber auch im Gaming-Bereich, kannst du Spiele erstellen oder für die Fertigung eines Unternehmens Industrieroboter programmieren - es kommt ganz auf den Fachbereich an, in dem du arbeitest. 

Drei: Die Analyse 

Eine Programmierung macht noch lange keine perfekte Software. Nachdem du deine Programmierung (erst einmal) abgeschlossen hast, geht das Programm in eine Testphase. Häufig werden auch Beta-Versionen von Programmen zunächst an den Kunden herausgegeben, um die Programme im Arbeitsalltag zu erproben und anschließend eine optimierte Alpha-Version auf den Markt zu bringen. Als Fachinformatiker bist du also auch ein Optimierer. Du machst bestehende Programme noch besser und integrierst sie im Fachbereich der Systemintegration optimal in Netzwerke und Systeme. Auftretende Störungen nutzt du, um Software permanent zu verbessern und dein Kunden glücklich zu machen.  

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildung 

Deine dreijährige Ausbildung im Bereich Informatik bietet dir zahlreiche Einblicke in die IT:  "Welche wirtschaftlichen Probleme müssen überhaupt in IT-Software übersetzt werden?" und "Welche Programmiersprachen gibt es?" - Durch die Berufsausbildung als Fachinformatiker werden dir die verschiedenen Sprachen nicht nur vorgestellt, du lernst auch Programme zu planen und erprobst als Azubi in der Berufsschule schon selbst einige Programmiersprachen am Computer. Da es in deinem Beruf auch um verschiedene Arten von Programmen geht, lernst du im Berufskolleg auch die verschiedenen Varianten kennen: Egal, ob du eine Website programmieren musst oder ein Programm für die Fertigung oder den Gaming-Bereich schreibst, als Auszubildender in der Schule wirst du optimal auf deinen Beruf vorbereitet. 

Praktische Ausbildung

Im Gegensatz zu einer dualen Ausbildung machst du als Fachinformatiker eine schulische Ausbildung und bist die meiste Zeit in der Berufsschule unterwegs. Trotzdem kommt auch die Praxis nicht zu kurz, denn durch Berufspraktika hast du immer wieder die Chance, die Arbeit im Betrieb zu erleben. Du schaust deinen Kollegen aus der Systemintegration und der Anwendungsentwicklung über die Schulter, legst aber auch selber Hand an und baust selbst Software am PC zusammen, wickelst also das erste Mal eigene Kundenaufträge ab und übernimmst die Aufgaben deiner Kollegen und kannst die Arbeit als Fachinformatiker schon einmal erproben.

Ablauf der Ausbildung

Abhängig davon, auf welcher Berufsschule du bist, kannst du dich auch auf verschiedene Schwerpunkte spezialisieren. Beispiele für Schwerpunkte sind: Systemintegration, Anwendungsentwicklung, Software, Technik, Gaming, Medien oder Wirtschaft.

Die schulische Lehre kannst du auch in Südtirol absolvieren. Dort hast du verschiedene Möglichkeiten: Zum einen kannst du die Ausbildung in 3 Jahren auf einer Fachschule für Fachinformatik machen oder aber in 5 Jahren auf einer Oberschule für Informatik und Technik. Zusätzlich kannst du dabei die Abschlussprüfung für deine Matura (entspricht dem deutschen Abitur) ablegen.
Im Anschluss an die Lehre musst du für deine Zulassung und Eintragung in das Berufsverzeichnis der Periti industriali ein 18-monatiges Berufspraktikum in einem Betrieb gemacht haben. 

Wie gut passt der Beruf Informatiker zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne tüfteln möchtest, ist der Beruf Informatiker genau der richtige für dich.
Wenn du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Logisches Denken

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