Wie werde ich Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk?

Für die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk gibt es keine rechtlichen Bestimmungen. In der Praxis ist es so, dass zu einem Großteil Bewerber mit Hauptschulabschluss eingestellt werden. Du kannst dich aber selbstverständlich auch mit einem anderen Schulabschluss bewerben.

Am wichtigsten ist, dass du die richtigen persönlichen Voraussetzungen mitbringst. Dazu gehören:

  • Freundlichkeit und Höflichkeit
  • Geduld
  • Spaß am Kundenkontakt
  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Verkaufstalent
  • gesunde Beine und Füße
  • Belastbarkeit
  • Bereitschaft, auch an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten
  • Rechenfertigkeit
  • gutes mündliches Ausdrucksvermögen
  • Kreativität

    Wenn du wissen willst, ob du den Anforderungen gerecht wirst, mach doch mal den Test mit unserem Berufsscout.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

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Was macht ein Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk?

Deine Aufgaben als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk auf einen Blick

  • Vorbereitung: Zuschnitt von Fleisch- und Wurstwaren, Zubereitung von Teig- und Backwaren, Ausstellung von Torten und Kuchen
  • Nachbereitung: Verstauen und Lagern der übrig gebliebenen Waren. Reinigung der Theke und des Ladens. Abrechnung der Einnahmen
  • Dekoration: Ansprechende Anordnung und Dekoration der Verkaufswaren
  • Beratung und Verkauf: Erkennen der Kundenvorlieben. Zuschnitt der Waren bei Kundenwunsch. Beratung an der Verkaufstheke

Deine Aufgaben als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk im Detail

Bäckereifachverkäuferin, Fleischereifachverkäuferin und Konditoreifachverkäuferin lauteten die alten Berufsbezeichnungen, die heute offiziell als Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk bekannt sind. Dabei ist es egal, ob du in einer Bäckerei, Fleischerei oder Konditorei arbeitest – du bist dafür verantwortlich, dass „der Laden läuft“. Du kümmerst dich um die fachgerechte Lagerung der Waren, um eine saubere und ansprechende Verkaufstheke und um die kompetente Beratung und den Verkauf der Produkte. Dabei ist eine freundliche und höfliche Art unbedingt erforderlich. Vielleicht hast du selbst schon mal erlebt, dass dir jemand eine patzige Antwort gibt oder dir keine vernünftigen Auskünfte geben kann. Das kannst du besser!


Vor- und Nachbereitung in der Bäckerei, Fleischerei und Konditorei

In einer Bäckerei, Fleischerei bzw. Metzgerei und Konditorei hat alles seinen rechten Platz. Das liegt darin, dass du hier den Überblick behältst. Wenn Waren geliefert werden, lagerst du sie unter Beachtung von Hygienevorschriften und lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Die Waren müssen regelmäßig auf Frische und Haltbarkeit geprüft werden. Du hast die Vorräte genau im Auge, sodass Nachbestellungen pünktlich aufgegeben werden können. Bevor die ersten Kunden deinen Laden betreten, muss allerhand organisiert werden.

In der Bäckerei: Arbeitest du in einer Bäckerei, muss der Ofen vorgeheizt werden und die Teigrohlinge für die Backwaren, die morgens angeliefert werden, gebacken werden. 

In der Fleischerei: Wenn du den Schwerpunkt Fleischerei gewählt hast, schneidest du in der Fleischerei Wurst und Fleisch und legst sie in der Verkaufstheke aus. Du bereitest außerdem nach vorgegebenen Rezepten Salate zu, wie zum Beispiel einen Fleischsalat, Geflügelsalat oder Heringssalat. 

In der Konditorei: In der Konditorei stellst du Konfekt-, Pralinen- und Gebäckmischungen zusammen und dekorierst Torten und Kuchen in der Verkaufstheke und in der Schaufensterauslage. 

Am Ende deines Arbeitstages verstaust und lagerst du Produkte und Arbeitsgeräte fachgerecht und reinigst die Verkaufstheke und den Laden gründlich. Jetzt bleibt nur noch die Abrechnung der Tageseinnahmen.


Das Auge isst mit

Die Dekoration der Waren ist wichtiger als du vielleicht denkst. Stell dir vor, du kommst in eine Bäckerei, in der alle Brote, Brötchen, Kuchen usw. schon fertig abgepackt sind und in Kartons aufbewahrt werden, sodass du sie dem Kunden besser überreichen kannst. Da würde wohl niemand etwas bestellen. Ob wir es glauben oder nicht: Das Auge isst mit. Das bedeutet, dass du als Fachverkäuferin die Lebensmittel in deinem Betrieb so richtig „in Szene setzen“ musst. Dazu gehören eine gute Beleuchtung, eine saubere Verkaufsfläche, Beschriftungen, eine passende Anordnung und eine ansprechende Dekoration. Zum Beispiel eignen sich jahreszeitliche Schwerpunkte oder spezielle Dekorationen zu Feier- und Gedenktagen wie Valentinstag. Viele Bäckerei-, Konditorei- und Fleischereibetriebe führen ein angeschlossenes Café oder einen kleinen Imbiss. Deine Kunden wollen sich dort an einen sauberen Tisch setzen und erwarten einen guten Service. Auch der Kontakt mit deinen Kunden ist sehr wichtig. Durch Nachfragen stellst du Präferenzen und Wünsche der Kunden fest und kannst diese bei der Auswahl des Warensortiments berücksichtigen. Durch das Kaufverhalten lässt sich auch die Wirkung einer Umgestaltung der Verkaufstheke bestimmen.


Beraten

Die Beratung von Kunden und der Verkauf von Produkten wie Fleisch- und Wurstwaren oder Gebäckwaren ist der Kern deiner Arbeit. Du kennst dich bestens aus mit der Herkunft der Produkte sowie mit Bestandteilen und Inhaltsstoffen und kannst zum Beispiel Allergiker und Diabetiker kompetent beraten. Beim Verkaufen von Fleischwaren gibst du in der Fleischerei Tipps zu Verwendungsmöglichkeiten. Es schadet daher nicht, wenn du dich selbst gern zu Hause an den Herd stellst und das ein oder andere selbst ausprobierst. So kannst du deinen Kunden Tipps aus erster Hand geben.


Verkaufen

Du bedienst Kunden immer freundlich, höflich und geduldig. Niemand möchte nach einem anstrengenden Arbeitstag einer unfreundlichen Verkäuferin oder einem unfreundlichen Verkäufer gegenübertreten. Das heißt für dich wiederum, dass du dir Stress oder Müdigkeit nicht anmerken lassen darfst, denn der Kunde ist König und sollte auch so behandelt werden. Auf Wunsch bereitest du kleine Gerichte und Kaffeegetränke zu, schneidest Brot, Kuchen oder Fleisch- und Wurstwaren auf die gewünschte Größe oder wiegst Waren auf das gewünschte Gewicht ab. Du verpackst die Lebensmittel fachgerecht und so, dass die Kunden sie gut transportieren können und kassierst zum Schluss das Geld.

Gut zu wissen...
  • Die Farbe des Geschirrs hat einen Einfluss auf unsere Geschmackswahrnehmung. Ein Stück Erdbeerkuchen schmeckt von einem weißen Teller süßer als von einem schwarzen. Der Grund dafür liegt in der Wahrnehmung des Kontrasts. Der Kontrast zwischen Rot und Weiß ist stärker, unser Gehirn stellt sich auf einen süßeren Geschmack ein.
  • In Deutschland werden pro Kopf fast 30 Kilogramm Fleisch- und Wurstwaren im Jahr verzehrt.
  • Der Vieux-boulogne ist der stinkendste Käse der Welt. Dieser Titel wurde dem Rotschmier-Weichkäse aus Kuhmilch 2004 und 2009 von der Cranfield-Universität in Bedfordshire verliehen.

Inhalte der Ausbildung

Da die Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk als duale Ausbildung stattfindet, wirst du sowohl in der Theorie als auch in der Praxis unterrichtet.

Schulische Ausbildungsinhalte

An ein oder zwei Tagen in der Woche oder im Block bist du in der Berufsschule. Hier bekommst du berufsspezifisches Hintergrundwissen vermittelt und hast auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch und Sozialwissenschaften. Auch Mathematik ist in deiner Ausbildung und der späteren Arbeit unabdingbar, denn du lernst hier, wie zum Beispiel Preise und Rabatte im Verkauf berechnet werden. Hierzu gehst du in der Theorie verschiedene Verkaufssituationen durch. Diese kleinen Übungen helfen dir auch dabei, den Kontakt mit Kunden zu üben, der zum Beruf dazugehört. Außerdem wirst du mit lebensmittelrechtlichen und gewerberechtlichen Bestimmungen vertraut gemacht und erfährst, wie man zum Beispiel den Umsatz steigert und Kunden bindet.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In deinem Ausbildungsbetrieb festigst du die gelernten Inhalte aus der Berufsschule, indem du Situationen aus der Theorie in der Praxis eigenständig umsetzt. Du wirst merken, wie schnell du Arbeitsabläufe verinnerlichst und der Arbeitsalltag zur selbstverständlichen Routine wird. Schritt für Schritt baust du Kundenkontakte auf und auch das Garnieren, Dekorieren und Verpacken von Waren fällt dir immer leichter.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ist eine duale Ausbildung. Bei dieser Ausbildungsform lernst du an zwei verschiedenen Ausbildungsorten: Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Dieses System sichert eine Verknüpfung von theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten, denn du kannst das gelernte Wissen gleich in der Praxis im Beruf unter Beweis stellen.

Nach der Hälfte deiner Ausbildungszeit wählst du einen der drei Berieche dieses Berufs:

  • Schwerpunkt Bäckerei
  • Schwerpunkt Fleischerei bzw. Metzgerei
  • Schwerpunkt Konditorei
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk-Quiz
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