Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)
Im Auftrag der Frische: Frischespezialist/-in bei EDEKA Südwest
Werde zum Thekenchef: Fachverkäufer/-in bei EDEKA Südwest
Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk - Beatrice
Michelles Alltag als Fachverkäuferin bei EDEKA

Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk arbeiten in Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien. Sie präsentieren und verkaufen Waren und Produkte und sorgen für einen einwandfreien Verkaufsraum.

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Was macht ein Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ?

Ob du in einer Bäckerei, Fleischerei oder Konditorei arbeitest – du bist dafür verantwortlich, dass „der Laden läuft“. Du kümmerst dich um die fachgerechte Lagerung der Waren, um eine saubere und ansprechende Verkaufstheke und um die kompetente Beratung und den Verkauf der Produkte. Dabei ist eine freundliche und höfliche Art unbedingt erforderlich. Vielleicht hast du selbst schon mal erlebt, dass dir jemand eine patzige Antwort gibt oder dir keine vernünftigen Auskünfte geben kann. Das kannst du besser!

Vor- und Nachbereitung

In einer Bäckerei, Fleischerei und Konditorei hat alles seinen rechten Platz. Das liegt darin, dass du hier den Überblick behältst. Wenn Waren geliefert werden, lagerst du sie unter Beachtung von Hygienevorschriften und lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Die Waren müssen regelmäßig auf Frische und Haltbarkeit geprüft werden. Du hast die Vorräte genau im Auge, sodass Nachbestellungen pünktlich aufgegeben werden können. Bevor die ersten Kunden deinen Laden betreten, muss allerhand organisiert werden. Arbeitest du in einer Bäckerei, muss der Ofen vorgeheizt werden und die Teigrohlinge, die morgens angeliefert werden, gebacken werden. In der Fleischerei schneidest du Wurst und Fleisch und legst sie in der Verkaufstheke aus. Du bereitest außerdem nach vorgegebenen Rezepten Salate zu, wie zum Beispiel einen Fleischsalat, Geflügelsalat oder Heringssalat. In der Konditorei stellst du Konfekt-, Pralinen- und Gebäckmischungen zusammen und dekorierst Torten und Kuchen in der Verkaufstheke und in der Schaufensterauslage. Am Ende deines Arbeitstages verstaust und lagerst du Produkte und Arbeitsgeräte fachgerecht und reinigst die Verkaufstheke und den Laden gründlich. Jetzt bleibt nur noch die Abrechnung der Tageseinnahmen.

Das Auge isst mit

Die Dekoration der Waren ist wichtiger als du vielleicht denkst. Stell dir vor, du kommst in eine Bäckerei, in der alle Brote, Brötchen, Kuchen usw. schon fertig abgepackt sind und in Kartons aufbewahrt werden, sodass du sie dem Kunden besser überreichen kannst. Da würde wohl niemand etwas bestellen. Ob wir es glauben oder nicht: Das Auge isst mit. Das bedeutet, dass du die Lebensmittel in deinem Betrieb so richtig „in Szene setzen“ musst. Dazu gehören eine gute Beleuchtung, eine saubere Verkaufsfläche, Beschriftungen, eine passende Anordnung und eine ansprechende Dekoration. Zum Beispiel eignen sich jahreszeitliche Schwerpunkte oder spezielle Dekorationen zu Feier- und Gedenktagen wie Valentinstag. Viele Bäckerei-, Konditorei- und Fleischereibetriebe führen ein angeschlossenes Café oder einen kleinen Imbiss. Deine Kunden wollen sich dort an einen sauberen Tisch setzen und erwarten einen guten Service. Auch der Kontakt mit deinen Kunden ist sehr wichtig. Durch Nachfragen stellst du Präferenzen und Wünsche der Kunden fest und kannst diese bei der Auswahl des Warensortiments berücksichtigen. Durch das Kaufverhalten lässt sich auch die Wirkung einer Umgestaltung der Verkaufstheke bestimmen.

Beratung und Verkauf

Die Beratung von Kunden und der Verkauf von Produkten wie Fleisch- und Wurstwaren oder Gebäckwaren ist der Kern deiner Arbeit. Du kennst dich bestens aus mit der Herkunft der Produkte sowie mit Bestandteilen und Inhaltsstoffen und kannst zum Beispiel Allergiker und Diabetiker kompetent beraten. Bei dem Verkauf von Fleischwaren gibst du Tipps zu Verwendungsmöglichkeiten. Es schadet daher nicht, wenn du dich selbst gern zu Hause an den Herd stellst und das ein oder andere selbst ausprobierst. So kannst du deinen Kunden Tipps aus erster Hand geben. Du bedienst Kunden immer freundlich, höflich und geduldig. Niemand möchte nach einem anstrengenden Arbeitstag einer unfreundlichen Verkäuferin oder einem unfreundlichen Verkäufer gegenübertreten. Das heißt für dich wiederum, dass du dir Stress oder Müdigkeit nicht anmerken lassen darfst, denn der Kunde ist König und sollte auch so behandelt werden. Auf Wunsch bereitest du kleine Gerichte und Kaffeegetränke zu, schneidest Brot, Kuchen oder Wurst- und Fleischwaren auf die gewünschte Größe oder wiegst Waren auf das gewünschte Gewicht ab. Du verpackst die Lebensmittel fachgerecht und so, dass die Kunden sie gut transportieren können und kassierst zum Schluss das Geld.

Inhalte der Ausbildung


Da die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk als duale Ausbildung stattfindet, wirst du sowohl in der Theorie als auch in der Praxis unterrichtet.

Schulische Ausbildungsinhalte

An ein oder zwei Tagen in der Woche oder im Block bist du in der Berufsschule. Hier bekommst du berufsspezifisches Hintergrundwissen vermittelt und hast auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch und Sozialwissenschaften. Auch Mathematik ist in deiner Ausbildung unabdingbar, denn du lernst hier, wie zum Beispiel Preise und Rabatte im Verkauf berechnet werden. Hierzu gehst du in der Theorie verschiedene Verkaufssituationen durch. Diese kleinen Übungen helfen dir auch dabei, den Kontakt mit Kunden zu üben. Außerdem wirst du mit lebensmittelrechtlichen und gewerberechtlichen Bestimmungen vertraut gemacht und erfährst, wie man zum Beispiel den Umsatz steigert und Kunden bindet.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In deinem Ausbildungsbetrieb festigst du die gelernten Inhalte aus der Berufsschule, indem du Situationen aus der Theorie in der Praxis eigenständig umsetzt. Du wirst merken, wie schnell du Arbeitsabläufe verinnerlichst und der Arbeitsalltag zur selbstverständlichen Routine wird. Schritt für Schritt baust du Kundenkontakte auf und auch das Garnieren, Dekorieren und Verpacken von Waren fällt dir immer leichter.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ist eine duale Ausbildung. Bei dieser Ausbildungsform lernst du an zwei verschiedenen Ausbildungsorten: Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Dieses System sichert eine Verknüpfung von theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten, denn du kannst das gelernte Wissen gleich in der Praxis unter Beweis stellen.

Nach der Hälfte deiner Ausbildungszeit wählst du einen der drei Schwerpunkte dieses Berufs:

  • Bäckerei
  • Fleischerei
  • Konditorei


Wie werde ich Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ?


Für die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk gibt es keine rechtlichen Bestimmungen. In der Praxis ist es so, dass zu einem Großteil Bewerber mit Hauptschulabschluss eingestellt werden. Du kannst dich aber selbstverständlich auch mit einem anderen Schulabschluss bewerben.

Am wichtigsten ist, dass du die richtigen persönlichen Voraussetzungen mitbringst. Dazu gehören:

  • Freundlichkeit und Höflichkeit
  • Geduld
  • Spaß am Kundenkontakt
  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Verkaufstalent
  • gesunde Beine und Füße
  • Belastbarkeit
  • Bereitschaft, auch an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten
  • Rechenfertigkeit
  • gutes mündliches Ausdrucksvermögen
  • Kreativität

    Wenn du wissen willst, ob du den Anforderungen gerecht wirst, mach doch mal den Test mit unserem Berufsscout.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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