Automobilkaufmann bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Automobilkaufmann (m/w)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Automobilkaufleute beraten Kunden zu Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, betreiben Marktforschung, vergleichen Angebote und planen Marketingmaßnahmen. Sie kennen sich mit aktuellen Entwicklungen der Technik aus und informieren zum Beispiel über Assistenten für autonomes Fahren.

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Deine Tätigkeiten

Frauen können nicht einparken? Sagt wer? Als Automobilkaufmann oder –kauffrau gehst du dem Mythos auf den Grund, denn du wirst so manche Probefahrt selbst durchführen oder begleiten. Aber nicht nur das – vom Vergleichen der Angebote über den Ankauf bis hin zur Beratung und den Verkauf bist du am ganzen Geschehen in Autohäusern, Import-Unternehmen oder bei Automobilherstellern beteiligt.

Service und Verkauf

Der Servicebereich ist das Herzstück eines Autohauses. Es dreht sich alles um Beratung und Verkauf, denn daran verdient dein Unternehmen Geld und du kannst dir eine nette Prämie einhandeln. Das erfordert natürlich einiges an kaufmännischem Geschick. Du solltest natürlich auf Menschen zugehen können und nicht schüchtern sein. Keine Angst, das kann man lernen! Wenn du bereits einige Kaufverträge abgeschlossen hast, weißt du genau wie es geht. Du hörst die Wünsche der Kunden heraus, ohne präzise danach zu fragen. Welche Preisklasse sich ein Kunde vorstellt, stellst du bereits fest, wenn du den Kunden beobachtest. Welche Autos sieht er sich an? Worauf legt er dabei wert? Will er wirklich kaufen oder sich nur einen Überblick verschaffen? Ist der Kunde ernsthaft interessiert, stellst du ihm verschiedene Fahrzeuge vor. Die Kunst liegt darin, das Auto so zu präsentieren als wäre es dein eigenes. Übertriebene Begeisterung ist allerdings nicht sehr glaubwürdig. Du lädst den Kunden ein, sich in das Auto hineinzusetzen und zeigst ihm die Inneneinrichtung und verschiedene Funktionen. Wenn der Kunde erst in einem Fahrzeug sitzt und das Lenkrad in der Hand hält, bist du schon auf einem guten Weg. Natürlich bietest du ihm auch eine Probefahrt an.

Zum Servicebereich gehören auch die Annahme von Reparaturaufträgen und die Beratung zu Versicherungen. Wenn nötig, stellst du Kunden Ersatzwagen zur Verfügung und leitest Schadensmeldungen an die Werkstatt oder den Hersteller weiter. Besonders spannend wird es, wenn es um aktuelle Trends in der Automobilindustrie geht. Kunden informieren sich bei dir über optionale Ausstattungen wie Navigationssysteme und Einparkhilfen, aber auch über Elektro- und Hybridmotoren und autonomes Fahren. Da ist vor allem dein technisches Know-how gefragt. Du informierst über die aktuelle Wirtschaftslage, Preise und Funktionen von Autopiloten, wie zum Beispiel dem Notbremsassistenten oder dem Stauassistenten, der das Auto selbstständig bremst, lenkt und anfährt.

Marketing

Auch an der Marktanalyse bist du als Automobilkaufmann beteiligt. Du beurteilst Absatzchancen, planst Werbemaßnahmen und Verkaufsaktionen. Demnächst steht eine große Jubiläumsfeier deines Autohauses an. Dafür planst du eine Rabattaktion auf alle Gebrauchtwaren, die noch auf der Website angekündigt werden soll. Du schaltest Angebote und stellst ansprechende Bilder der Fahrzeuge ein.

Buchhaltung und Disposition

Disposition beinhaltet die Bestellung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, die Entgegennahme von Aufträgen, Errechnung der Liefertermine, Kalkulation von Kosten und Bedarfsermittlung. Auch um Buchführung und Jahresabschlüsse kommst du als Automobilkaufmann nicht herum. Zu einer guten Unternehmensführung gehört die genaue Überwachung von Umsätzen, Verkaufszahlen und Kosten. Angebote werden eingeholt und verglichen, Bestellungen aufgegeben und das Lager verwaltet. Auch Rechnungen schreiben sich nicht von selbst. Als Automobilkaufmann rechnest du auch Löhne, Prämien und Provisionen ab.

Inhalte der Ausbildung


Zum Experten in der Automobilbranche wirst du nicht über Nacht. In deiner dreijährigen dualen Ausbildung lernst du sowohl theoretische Inhalte in der Berufsschule als auch das praktische Know-how im Ausbildungsbetrieb.

Schulische Ausbildungsinhalte

Technik wird eines deiner Schulfächer in der Berufsschule sein. Hier lernst du den technischen Aufbau von verschiedenen Fahrzeugen kennen – erst einmal in der Theorie auf dem Papier und am Bildschirm und im Betrieb siehst du die Teile dann im Original. Im Fach Verwaltung lernst du, was Buchhaltung ist und wie es geht. Wirtschaft vermittelt dir die wirtschaftlichen Hintergründe der Automobilwirtschaft und Rahmenbedingungen bei wirtschaftlichen Entscheidungen. Dazu gehören auch Verkaufsförderung, Marketing und Marktanalyse.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Laufe deiner Ausbildungszeit zum Automobilkaufmann durchläufst du im Ausbildungsbetrieb die verschiedenen Abteilungen. Dazu gehören der Servicebereich, in dem du zum Beispiel ein Telefonseminar besuchst und in Simulationen Kaufsituationen durchspielst. Wie präsentiere ich eigentlich ein Fahrzeug ansprechend? Wie drücke ich meine Begeisterung dafür angemessen aus? Wie wecke ich das Interesse eines Kunden? Welche technischen Daten sind für ihn interessant? Andere Abteilungen sind Buchhaltung, Disposition und die Werkstatt. Ja, du wirst als angehender Automobilkaufmann auch in der Werkstatt arbeiten – zumindest in der Ausbildung. Nur so erwirbst du das nötige technische Verständnis und kannst deine Kunden nicht nur mit leeren Worten beraten, sondern weißt genau, wie das Innenleben eines Autos aussieht.



Voraussetzungen


Es ist hilfreich, einige Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Automobilkaufmann schon mitzubringen. Und was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden.

  • Spaß am Autofahren
  • Verkaufstalent
  • Technisches Interesse
  • Lust, auf Menschen zuzugehen und sie zu beraten
  • Engagement
  • Selbstbewusstsein

    Möchtest du wissen, ob du das Zeug zum Automobilkaufmann hast? Mach doch mal den Test.

Die meisten Betriebe stellen übrigens Bewerber mit Realschulabschluss, mit Fachabi oder Abi ein.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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