Wie werde ich Automobilkaufmann?

Es ist hilfreich, schon einige Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Automobilkaufmann zu erfüllen.

Diese sind zum Beispiel:

  • Spaß am Autofahren
  • Verkaufstalent
  • Technisches Interesse, besonders an Autos
  • Motivation, auf Menschen zuzugehen und sie zu beraten
  • Engagement
  • Selbstbewusstsein 
  • Handwerkliches Geschick
  • Sprachliches Geschick & Fremdsprachenkenntnisse
  • Sicherer Umgang mit Zahlen

Natürlich solltest du über gewisse Eigenschaften verfügen, welche dich besonders zu einer beruflichen Tätigkeit als Automobilkaufmann qualifizieren. An erster Stelle steht natürlich das Interesse an Kraftfahrzeugen, besonders an Autos sowie großem Spaß am Autofahren. Das Hauptaugenmerk in deiner täglichen Arbeit liegt auf deinen Kunden, welchen bestmöglicher Service geboten werden muss, sowohl in Erstgesprächen als auch in intensiveren Verkaufsgesprächen. Nur mit vollem Engagement und der Motivation, den Wünschen gerecht zu werden, kannst du deine Autos an den Mann oder die Frau bringen und für ein zufriedenstellendes Geschäft sorgen. Trau dich, auf andere Menschen zuzugehen und sie mit weiteren Informationen zu unterstützen, dies sorgt nicht nur für zufriedene Gesichter und einen guten Ruf deines Unternehmens, es steigert gleichzeitig dein Selbstbewusstsein und Verkaufstalent, ein wunderbarer Nebeneffekt!

Möchtest du wissen, ob du das Zeug zum Automobilkaufmann hast? Trau dich doch mal an den Berufstest

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Fachhochschulreife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Automobilkaufmann?


Deine Aufgaben als Automobilkaufmann auf einen Blick

  • Service und Verkauf: Beratung der Kunden zu Autos, Versicherungen oder Reparaturen; Probefahrten; Erstellung von Schadens-/Fehlermeldungen; ständige Weiterbildung hinsichtlich technischen Knowhows.
  • Marketing: Marktanalysen bezüglich Absatzchancen; Planung von Werbemaßnahmen & Verkaufsaktionen; Konzeption einer ansprechenden, modernen Online-Verkaufsplattform.
  • Buchhaltung und Disposition: Überwachung von Umsätzen, Verkaufszahlen und Kosten; Erstellung von Rechnungen und Jahresabschlüssen; Bestellung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen; Kalkulation von Kosten und Bedarfsermittlung; Entgegennahme von Aufträgen/Bestellungen.

Deine Aufgaben als Automobilkaufmann im Detail

Frauen können nicht einparken? Sagt wer? Als Automobilkaufmann gehst du dem Mythos auf den Grund. In diesem Beruf wirst du so manche Probefahrt selbst durchführen oder begleiten. Das ist noch nicht alles – vom Vergleichen der Angebote über den Ankauf bis hin zur Beratung und den Verkauf bist du an vielen Aufgaben bei der Arbeit in Autohäusern, Import-Unternehmen oder bei Automobilherstellern beteiligt.


Service und Verkauf

Der Servicebereich ist das Herzstück eines Autohauses. Hier dreht sich alles um Beratung und Verkauf, genau daran verdient dein Unternehmen Geld und natürlich hast du auch die Chance, dir nette Prämien zu sichern. Das erfordert aber auch einiges an kaufmännischem Geschick. Du solltest auf Menschen zugehen können und nicht schüchtern sein. Keine Angst, das kann man lernen! Wenn du bereits einige Kaufverträge abgeschlossen hast, weißt du genau wie es geht. Du liest den Kunden die Wünsche von den Lippen ab, ganz ohne präzise Nachfrage. Welche Preisklasse sich ein Kunde vorstellt, kannst du bereits feststellen, wenn du den Kunden beobachtest. Welche Autos sieht er sich an? Worauf legt er sein Hauptaugenmerk? Will er wirklich kaufen oder sich nur einen Überblick verschaffen? Ist der Kunde ernsthaft interessiert, stellst du ihm eine Auswahl verschiedener Fahrzeuge vor. Die Kunst liegt darin, das Auto so zu präsentieren, als wäre es dein eigenes. Übertriebene Begeisterung ist allerdings eher unglaubwürdig. Bei Interesse lädst du den Kunden ein, sich in das Auto hineinzusetzen und zeigst ihm die Inneneinrichtung und verschiedene Funktionen. Wenn der Kunde erst in einem Fahrzeug sitzt und das Lenkrad bereits in der Hand hält, bist du auf einem guten Weg. Anschließend kann natürlich eine Probefahrt vereinbart werden.

Zum Servicebereich gehören aber auch die Annahme von Reparaturaufträgen und die Beratung zu Versicherungen. Wenn nötig, stellst du Kunden Ersatzwagen zur Verfügung und leitest Schadensmeldungen an die Werkstatt oder den Hersteller weiter. Besonders spannend wird es, wenn es um aktuelle Trends in der Automobilindustrie geht. Kunden informieren sich bei dir über optionale Ausstattungen wie Navigationssysteme und Einparkhilfen, aber auch über Elektro- und Hybridmotoren und autonomes Fahren. Da ist vor allem dein technisches Knowhow gefragt. Du informierst über die aktuelle Wirtschaftslage, Preise und Funktionen von Autopiloten, zum Beispiel über den Notbremsassistenten oder Stauassistenten, der das Auto selbstständig bremst, lenkt und anfährt.


Marketing

Auch an der Marktanalyse bist du als Automobilkaufmann beteiligt. Du beurteilst Absatzchancen, planst und übernimmst Werbemaßnahmen und Verkaufsaktionen für den Handel. Demnächst steht eine große Jubiläumsfeier deines Autohauses an. Dafür planst du eine Rabattaktion auf alle Gebrauchtwaren, welche noch auf der Website angekündigt werden soll. Du schaltest dementsprechende Angebote und stellst ansprechende Bilder der Fahrzeuge ein.


Buchhaltung und Disposition

Disposition beinhaltet die Bestellung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, die Entgegennahme von Aufträgen, Errechnung der Liefertermine, Kalkulation von Kosten sowie Bedarfsermittlung. Auch um die Buchführung und Jahresabschlüsse kommst du als Automobilkaufmann nicht herum. Zu einer guten Unternehmensführung gehört natürlich auch die genaue Überwachung von Umsätzen, Verkaufszahlen und Kosten. Angebote werden eingeholt und verglichen, Bestellungen aufgegeben und das Lager verwaltet. Auch Rechnungen schreiben sich nicht von allein. Als Automobilkaufmann rechnest du auf Personalebene auch Löhne, Prämien und Provisionen ab.

Gut zu wissen...
  • Der VW Golf ist seit 1980, also seit fast 40 Jahren, das meistverkaufte Auto Deutschlands.
  • Rund 83 % der deutschen Haushalte verfügen über mindestens ein Auto.
  • Im Schnitt wartet jeder Mensch etwa zwei Wochen seines Lebens an einer roten Ampel.

Inhalte der Ausbildung

Zum Experten in der Automobilbranche wirst du nicht über Nacht. In deiner dreijährigen dualen Ausbildung lernst du sowohl theoretische Inhalte in der Berufsschule als auch das praktische Knowhow deiner kaufmännischen Ausbildung am Ausbildungsplatz kennen.

Schulische Ausbildungsinhalte

Wichtige Inhalte in der Berufsschule sind zum Beispiel:
  • Technik
  • Verwaltung
  • Wirtschaft
  • Marketing
  • Deutsch 
  • Englisch
  • Sozialkunde

Eines deiner wichtigsten Schulfächer in der Berufsschule ist Technik. Hier lernst du den technischen Aufbau von verschiedenen Fahrzeugen kennen – erst einmal in der Theorie auf dem Papier und Bildschirm, im Betrieb dann anschließend natürlich im Original. Im Fach Verwaltung lernst du was Buchhaltung ist, wie du also über Geschäftseinnahmen und -ausgaben Buch führst. Wirtschaft vermittelt dir die wirtschaftlichen Hintergründe der Automobilwirtschaft und Rahmenbedingungen bei wirtschaftlichen Entscheidungen. Dazu gehören auch Verkaufsförderung, Marketing und Marktanalyse. Natürlich spielen auch die Sprachen eine wichtige Rolle, ein sicherer Umgang in Wort und Schrift ist sowohl in Deutsch als auch in Englisch sehr wichtig. Automobilkaufleute stehen täglich in engem Kontakt zu ihren Kunden und sollten daher über eine gewisse Professionalität verfügen.


Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Laufe deiner Ausbildungszeit durchläufst du im Ausbildungsbetrieb die verschiedenen Abteilungen. Dazu gehören der Servicebereich, in dem du zum Beispiel ein Telefonseminar besuchst und in Simulationen Kaufsituationen durchspielst. Wie präsentiere ich eigentlich ein Fahrzeug ansprechend? Wie drücke ich meine Begeisterung dafür angemessen aus? Wie wecke ich das Interesse eines Kunden? Welche technischen Daten sind für ihn interessant? Andere Abteilungen sind Buchhaltung, Disposition und die Werkstatt. Ja, du wirst als angehende Automobilkauffrau auch in der Werkstatt arbeiten – zumindest in der Ausbildung. Nur so erwirbst du das für den Beruf nötige technische Verständnis und kannst deine Kunden nicht nur mit leeren Worten beraten, sondern weißt genau, wie das Innenleben eines Autos aussieht und funktioniert.

Wie gut passt der Beruf Automobilkaufmann zu dir?

Wenn du dich in deinem Beruf gerne schick anziehen möchtest, ist der Beruf Automobilkaufmann genau der richtige für dich.

Wenn du nicht vor einer Gruppe von Menschen sprechen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Überzeugungskraft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Analytisches Denken
Automobilkaufmann-Quiz
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