Regelungen der Probezeit

Deine Ausbildung beginnt mit der Probezeit. Die genaue Dauer kannst du in deinem Ausbildungsvertrag nachlesen. Sie beträgt zwischen 1 und 4 Monaten und kann unter bestimmten Voraussetzungen verlängert oder verkürzt werden. In der Probezeit geht es darum, dass dein Ausbildungsbetrieb und du einander kennenlernt. Du kannst prüfen, ob du hinsichtlich deines Ausbildungsberufes und Ausbildungsbetriebes die richtige Wahl getroffen hast. Genauso kann auch dein Ausbildungsbetrieb prüfen, ob du als Azubi geeignet bist. Solltest du oder dein Ausbildungsbetrieb feststellen, dass ihr nicht zusammen passt, könnt ihr das Ausbildungsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist kündigen.

Probezeit im öffentlichen Dienst

Für Auszubildende im öffentlichen Dienst gilt der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD). Dieser Tarifvertrag sieht andere Probezeiten vor als das BBiG: Wenn du beispielsweise eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten machst, beträgt deine Probezeit 3 Monate. In der Pflege, z.B. als Gesundheits- und Krankenpfleger, sind es 6 Monate.

Verkürzung der Probezeit

Wenn du vor Ausbildungsbeginn schon einige Zeit im Unternehmen gearbeitet hast, zum Beispiel als Praktikant, kannst du deine Probezeit verkürzen. Dies gilt aber nur, wenn du während deines Praktikums gleiche oder ähnliche Tätigkeiten wie in der Ausbildung ausgeübt hast. Eine einheitliche gesetzliche Regelung gibt es nicht. Am besten sprichst du mit deinem Chef über eine mögliche Verkürzung.

Verlängerung der Probezeit

Deine Probezeit kann verlängert werden, wenn du mindestens 1/3 dieser Zeit nicht im Ausbildungsbetrieb warst, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen. Wenn du eine Probezeit von 3 Monaten hast und in dieser Zeit 4 Wochen krank bist, kann deine Probezeit um diese 4 Wochen verlängert werden. Achtung: Eine Verlängerung ist nur bis zur Höchstgrenze von 4 Monaten möglich. Die Verlängerung muss vorher vereinbart werden, beispielsweise durch eine entsprechende Formulierung im Ausbildungsvertrag oder durch eine spätere Absprache während der Probezeit.

Schwanger in der Probezeit

Wenn du bereits schwanger bist oder in der Probezeit schwanger wirst, stehst du unter dem Schutz des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) und unterliegst einem besonderen Kündigungsschutz: Du darfst während der Schwangerschaft und bis zu vier Monate nach der Geburt deines Babys nicht gekündigt werden. Damit sich dein Ausbildungsbetrieb an den Kündigungsschutz halten kann, muss er natürlich von deiner Schwangerschaft Kenntnis haben. Es ist aber dein gutes Recht, deine Schwangerschaft am Anfang zu verschweigen und zunächst die ersten drei kritischen Monate abzuwarten. Solltest du schwanger sein und eine Kündigung bekommen, hast du zwei Wochen Zeit, deinen Arbeitgeber zu informieren. Dann ist die Kündigung unwirksam. Auch wenn du die Schwangerschaft im Einstellungsgespräch verschwiegen hast, musst du mit keinen negativen Konsequenzen rechnen: Fragen nach der Familienplanung darf der Arbeitgeber nämlich nicht stellen!

Weitere wichtige Vertragsinhalte deines Ausbildungsvertrages

Folgendes könnte dich auch interessieren


Dein Start in die Karriere bei Markant

Dein Start in die Karriere bei Markant

Eine Ausbildung oder ein duales Studium in einem Unternehmen beginnen, bei dem du den Ablauf mitbestimmst und von vielen Vorteilen profitierst – klingt verlockend, oder? Dann starte schon bald deine Karriere bei der Markant Gruppe! Welche Berufe du erlernen kannst und was die Ausbildung und das duale Studium so besonders machen, erfährst du in diesem Beitrag!

Praktikum in den Sommerferien: Darauf musst du achten

Praktikum in den Sommerferien: Darauf musst du achten

Das ganze Schuljahr freust du dich schon drauf: Sommerferien! Die sechs Wochen sind aber nicht nur eine gute Möglichkeit, um zu entspannen, sondern auch, um in das Berufsleben hineinzuschnuppern. So merkst du schon bevor du dich für einen bestimmten Ausbildungsberuf entscheidest, ob der Arbeitsalltag überhaupt so abläuft, wie du es dir vorstellst. Worauf du während deines Praktikums achten solltest, erfährst du im folgenden Beitrag.

Der perfekte Start ins Duale Studium an der Berufsakademie Rhein-Main

Der perfekte Start ins Duale Studium an der Berufsakademie Rhein-Main

Studium und Praxis kombinieren? Das geht, mit einem dualen Studium an der Berufsakademie Rhein-Main! Hier treffen abwechslungsreiche Theorie- und interessante Praxisphasen aufeinander. Was an der Berufsakademie so besonders ist und wie du dich auch jetzt noch ganz einfach auf einen Studienplatz fürs kommende Wintersemester bewerben kannst, stellen wir dir heute vor.