Regelungen für den Urlaub

Urlaub – die schönste Zeit im Jahr. Leider gehören die großen Ferien, Herbst- und Winterferien der Vergangenheit an, wenn du in der Ausbildung bist. In Deutschland sind die Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt. Laut diesem Gesetz hat jeder Arbeitnehmer einen Mindesturlaubsanspruch von 24 Werktagen. Ein Werktag ist ein Wochentag, an dem ohne Einschränkungen gearbeitet werden darf. In Deutschland sind dies die Tage von Montag bis Samstag. Dein Urlaubsanspruch muss im Ausbildungsvertrag festgehalten werden. Wenn du noch nicht volljährig bist, richtet sich die Anzahl deiner Urlaubstage nach deinem Alter. Während deines Urlaubs wird dein Lohn normal weiterbezahlt. Der Zweck des Urlaubs ist die Erholung vom Arbeitsalltag. Daher sollst du im Urlaub keiner anderen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Urlaubsanspruch für Minderjährige

Für den gesetzlichen Jahresurlaub bei minderjährigen Auszubildenden gilt:

  • Unter 16 Jahre: mindestens 30 Werktage
  • Unter 17 Jahre: mindestens 27 Werktage
  • Unter 18 Jahre: mindestens 25 Werktage

Bei volljährigen Auszubildenden gilt das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) von mindestens 24 Werktagen.

Zeitpunkt und Länge des Urlaubs

Grundsätzlich kannst du deinen Urlaub zu jedem Zeitpunkt im Jahr nehmen. Du musst dich mit deinem Ausbilder auf den Zeitpunkt und –raum einigen. Dein Urlaubsantrag sollte möglichst frühzeitig erfolgen und ist immer schriftlich zu stellen. Dein Ausbilder muss innerhalb eines Monats darauf antworten. Die Genehmigung solltest du dir unbedingt schriftlich geben lassen, damit du deinen Anspruch für diesen Zeitraum nachweisen und den Urlaub tatsächlich auch antreten kannst. Du hast außerdem einen Anspruch darauf, mindestens zwei Wochen am Stück Urlaub machen zu können.

Es gibt allerdings Gründe, warum du eventuell nicht den gewünschten Zeitraum bekommst:

  • Soziale Gründe: Mitarbeiter mit Kindern werden bei der Urlaubsplanung bevorzugt, da eine Reise mit dem Nachwuchs nur in den Schulferien möglich ist.
  • Betriebliche Gründe: In dieser Zeit müssen alle Mitarbeiter Urlaub nehmen, zum Beispiel über die Weihnachtstage (feststehender Betriebsurlaub).

Arbeitest du nicht das komplette Kalenderjahr über in einem Betrieb, steht dir der Urlaub anteilig zu, bei 24 Urlaubstagen beispielsweise 2 Tage für jeden Monat. Urlaub aus dem alten Jahr kannst du noch innerhalb der ersten drei Monate des neuen Jahres nehmen.

Krankheit während des Urlaubs

Wirst du während deines Urlaubs krank, dann geh umgehend zum Arzt und lass dir deine Arbeitsunfähigkeit bestätigen. Die Anzahl der Tage, an denen du arbeitsunfähig warst, bekommst du gut geschrieben, d.h. diese Urlaubstage kannst du zu einem späteren Zeitpunkt „nachholen“. Wichtig: Schicke deine Krankmeldung sofort zu deinem Arbeitgeber – auch dann, wenn du noch im Urlaub bist.

Auszahlung von Urlaub

Urlaub dient der Erholung! Die Auszahlung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende ist daher nicht erlaubt. Ausnahme: Falls du am Ende der Ausbildung noch Urlaub offen hast oder der Ausbildungsvertrag vorzeitig beendet wird, bekommst du diese Tage ausbezahlt.

Weitere wichtige Vertragsinhalte deines Ausbildungsvertrages

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