Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Das zeigt der zweite Bericht der Ausbildungsoffensive Pflege.

Im Jahr 2021 stieg die Zahl der neuen Pflege-Azubis um sieben Prozent. Kein Wunder, denn der Zukunftsberuf Pflegefachmann*frau garantiert nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern einen spannenden Beruf mit Sinn. Auch Aufstiegsmöglichkeiten sind gegeben: Neben zahlreichen Fort- und Weiterbildungen hilft auch ein Pflegestudium, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern und neue Perspektiven zu öffnen.

Der größte Ausbildungsberuf in Deutschland

2021 nahmen nach Auswertungen des Statistischen Bundesamts 61.329 Personen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann auf. Im Jahr 2020 waren es 57.294 neue Auszubildende. Damit ist die Zahl der Eintritte in die Pflegeausbildung um sieben Prozent gestiegen.

Die Pflegeausbildung ist außerdem mit Abstand der meistgewählte Ausbildungsberuf in Deutschland. Auf Platz zwei folgt die Ausbildung zum*r Erzieher*in mit 39.900 neuen Azubis pro Jahr. Platz drei belegt die Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Büromanagement. 21.600 Auszubildende beginnen jährlich diese Ausbildung.

Pflege-Azubis sind zufrieden

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann gibt es erst seit 2020. Deshalb befragte das Bundesinstitut für Berufsbildung die Auszubildenden auch zu ihrer Zufriedenheit mit der neuen Ausbildung. Insgesamt nehmen die Auszubildenden die generalistische Pflegeausbildung positiv wahr. Sechs von zehn Auszubildenden geben der Ausbildung die Schulnote sehr gut (13,4 Prozent) oder gut (46,2 Prozent). 80 Prozent der Azubis würden die Ausbildung noch einmal wählen.

Es gibt auch Verbesserungsbedarf

Die befragten Azubis führten auch einige Kritikpunkte an. Verbesserungsbedarf besteht aus Sicht der Auszubildenden bei der Praxisanleitung. Außerdem konnten nicht alle Auszubildenden auf Unterstützungsangebote im Rahmen der Ausbildung, wie beispielsweise psychologische Beratung, zugreifen.

Was verdient ein Pflege-Azubi?

Außerdem wurden Daten zur durchschnittlichen Ausbildungsvergütung in der generalistischen Pflegeausbildung erfasst. Ein angehender Pflegefachmann oder eine angehende Pflegefachfrau erhält im ersten Ausbildungsjahr durchschnittlich 1.166 Euro Bruttovergütung pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr beträgt die monatliche Ausbildungsvergütung durchschnittlich 1.227 Euro brutto, im dritten Ausbildungsjahr dann 1.333 Euro brutto.

In allen Ausbildungsberufen beträgt die durchschnittliche Brutto-Ausbildungsvergütung über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg 987 Euro pro Monat. Die Vergütung von Auszubildenden in der generalistische Pflegeausbildung liegt also deutlich über dem Durchschnitt.

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