Was ist eigentlich das Anerkennungsjahr?
Zwischenprüfung, Abschlussprüfung und dann als Fachkraft durchstarten? Diese Abfolge gilt nicht für alle Berufe. Wenn du beispielsweise eine schulische Ausbildung als Erzieherin machst oder soziale Arbeit studierst, hast du auf deinem Weg in den Beruf eine weitere Etappe vor dir: Das Anerkennungsjahr! Wie dieses abläuft, welche Einrichtungen dafür infrage kommen und wie du dich um einen freien Berufspraktikumsplatz bewirbst, stellen wir dir heute vor.
Was ist das Anerkennungsjahr und was bringt es mir?
Das Anerkennungsjahr kommt hauptsächlich bei Berufen der sozialpädagogischen Richtung vor. Beispiele dafür sind die schulische Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher, aber auch der Studiengang Soziale Arbeit. Durch das Anerkennungsjahr schließt du deine Ausbildung oder dein Studium mit einem Praxisjahr ab und erlangst so den Abschluss "staatlich anerkannte Erzieherin" oder "staatlich anerkannter Sozialarbeiter".Das Anerkennungsjahr dient dazu, dass du die theoretischen Kenntnisse aus der Berufsschule oder Uni in der Praxis anwendest, übst und vertiefst. Dadurch wird dir der Start in den Beruf nach deinem Abschluss ein wenig erleichtert.
Wie läuft das Anerkennungsjahr ab?
Um das Anerkennungsjahr deiner Ausbildung zu starten, musst du zunächst die theoretische Abschlussprüfung erfolgreich absolviert haben. Ist das der Fall, kannst du dich selbstständig auf die Suche nach einer passenden Einrichtung machen. Wenn du fündig geworden bist, schreibst du im nächsten Schritt deine Bewerbung. Diese muss dabei alles umfassen, was du auch sonst in einer Bewerbung einbinden würdest - Anschreiben, Lebenslauf sowie Zeugnisse und weitere relevante Qualifikationsnachweise. Nun reichst du deine Unterlagen zum Beispiel per Mail, WhatsApp oder papierhaft ein. Im letzten Schritt wartest du auf eine Rückmeldung und die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch.Du hast eine Zusage erhalten? Dann kannst du dich auf den Start deines Berufspraktikums freuen! Die meisten Praktika beginnen zwischen dem 1. Juli und 1. September.
Im Rahmen deiner Ausbildung wirst du während des Anerkennungsjahres von deiner Berufsschule begleitet. Du arbeitest größtenteils in einer pädagogischen Institution, gehst währenddessen aber auch ab und zu zur Schule.
Im Laufe deines Berufspraktikums kannst du damit rechnen, dass dich deine Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig in deiner Einrichtung besuchen werden. Vor Ort wird deine Arbeitsweise beobachtet und benotet. Schlussendlich entscheidet die Bewertung darüber, ob du zur finalen Abschlussprüfung zugelassen wirst.
Wie ist das Anerkennungsjahr organisiert?
Grundlegend unterstützt du als Berufspraktikantin oder -praktikant die Fachkräfte bei ihren täglichen Aufgaben. Abgesehen davon, dass du nicht so viel Verantwortung trägst, lässt sich deine Arbeit während des Anerkennungsjahres fast mit der einer Fachkraft vergleichen.Das Berufspraktikum ist auf eine einjährige Dauer ausgelegt. Während dieser Zeit arbeitest du 30 bis 40 Stunden in der Praktikumseinrichtung. Selbstverständlich gehst du dabei nicht leer aus, denn für deine Arbeit bekommst du ein festes Gehalt ausgezahlt, welches zusammen mit allen weiteren Rahmenbedingungen in deinem Praktikumsvertrag festgehalten wird.
Wo kann das Anerkennungsjahr absolviert werden?
Das einjährige Anerkennungsjahr kann, je nachdem, welchen Beruf du erlernst, in verschiedenen sozialen Einrichtungen stattfinden.So zum Beispiel in
- Kindertagesstätten,
- Kinderhorten,
- Jugendheimen,
- der Nachmittagsbetreuung in Schulen
- oder weiteren ähnlichen Einrichtungen.
Absolvierst du die Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher, ist es wichtig, dass in der Institution Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 18 Jahren betreut werden.
Für das Berufspraktikum musst du dir in der Regel eine Praktikumseinrichtung suchen, die sich innerhalb eines bestimmten Radius im Umkreis deiner Berufsschule befindet.
Für die Suche der passenden Praktikumsstätte bist du selbst verantwortlich. Das bedeutet: Du kannst dir aussuchen, wo du dein Berufspraktikum machen möchtest. Im besten Fall bewirbst du dich bei einer Einrichtung, bei der du dir auch vorstellen kannst, nach deiner Ausbildung zu arbeiten.
| Tipp für die Bewerbung: Viele Institutionen schreiben spezielle Stellenangebote für das Anerkennungsjahr aus. Es lohnt sich jedoch auch, einfach telefonisch bei möglichen Praktikumsbetrieben anzufragen. Nicht alle veröffentlichen ihre freien Praktikumsplätze im Internet und freuen sich daher über deinen Anruf! |
Was wünscht du dir?
Deine Meinung ist gefragt: Wann ist eine Bewerbung für dich einfach? Was erwartest du von deinem Ausbildungsbetrieb vor und während der Ausbildung? Welches Feedback ist für dich besonders hilfreich?
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