Organisation und Betreuung

Ausbildung: Als Azubi hast du feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. In deinem Ausbildungsbetrieb arbeiten Fachkräfte als Ausbilder, die sich bereits vor deiner Ausbildung um sämtliche Aspekte in der Lehre Gedanken gemacht haben. Das heißt, sie haben einen Ausbildungsplan erstellt und die Inhalte überlegt. Außerdem wissen die ausbildenden Fachkräfte, wie sie dich am besten fördern können. In der Schule werden die Schulklassen klein gehalten. So wirst du optimal von deinen Lehrern betreut. Die meisten dualen Ausbildungsgänge dauern drei Jahre; die Ausbildungsordnung und die Lehrpläne legen fest, welche Inhalte du in welchem Ausbildungsjahr lernst. Tipp: Wenn du Abitur hast, kannst du deine Ausbildung in der Regel verkürzen.

Studium: Das Studium zeichnet sich durch ein hohes Maß an Selbstständigkeit aus. Du hast stets die freie Wahl: Willst du lieber diesen Kurs oder jenes Seminar? Willst du lieber morgens um 8 Uhr oder abends um 18 Uhr eine Vorlesung belegen? So viele Möglichkeiten fördern die Entscheidungsfähigkeit. Darüber hinaus gibt es keine festen Vorgaben, wie lang dein Studium andauert. Die Regelstudienzeit beträgt üblicherweise sechs Semester im Bachelor- und vier Semester im Master-Studium. Dies ist jedoch keine Pflicht. Du kannst auch deutlich länger an der Universität bleiben. In dieser Zeit musst du eine gewisse Anzahl an Pflichtmodulen absolvieren. Darüber hinaus gibt es Wahlpflichtmodule, bei denen du eine bestimmte Anzahl an frei wählbaren Seminaren abschließen musst. Alles geschieht jedoch in deinem gewählten Tempo.

Geld

Ausbildung: Der wohl wichtigste Aspekt in einer Ausbildung: Es gibt das erste Gehalt! Die sogenannte Ausbildungsvergütung wird dir monatlich ausgezahlt. Mit jedem Lehrjahr, dass du erfolgreich absolvierst, steigt sie. Wichtig: Dabei handelt es sich um Brutto-Beträge. Von diesen werden noch Steuern und Versicherungen abgezogen. Übrig bleibt die Netto-Summe, die dir dann ausgezahlt wird. Falls deine Vergütung nicht so hoch ausfällt, musst du dennoch nicht am Hungertuch nagen. Damit du gut über die Runden kommst, gibt es diverse Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung.

Studium: Zu studieren kostet dich in der Regel eine gewisse Summe pro Semester, den sogenannten Semesterbeitrag. Studierst du an einer privaten Hochschule, können auch monatliche Beiträge fällig werden. Beides bedeutet, dass du üblicherweise nicht dafür bezahlt wirst, dass du studierst. Neben den Kosten für die Universität kommen zudem noch die Lebenshaltungskosten sowie die Miete für deine Wohnung oder dein WG-Zimmer hinzu, wenn du während des Studiums nicht mehr bei deinen Eltern wohnst. Aber keine Angst! Das heißt nicht, dass du nur blechen musst. Dir stehen vielfältige Finanzierungsoptionen zur Auswahl, wenn du dich voll und ganz auf dein Studium konzentrieren möchtest. Dazu gehören beispielsweise das BaföG oder ein Stipendium.

Anwesenheitspflicht

Ausbildung: In deinem Ausbildungsvertrag werden die zeitlichen Rahmenbedingungen festgehalten. Egal ob deine Ausbildung im Blockmodell oder Wochenmodell organisiert ist: Du hast Anwesenheitspflicht, sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb. Wenn du erkrankst, musst du je nach Unternehmensvorgabe bereits am ersten Tag deiner Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, auch gelber Schein genannt, beim Unternehmen vorlegen.

Studium: Ob eine Anwesenheitspflicht für ein Seminar oder eine Vorlesung besteht, kannst du im Voraus in der sogenannten Prüfungsordnung nachlesen. Gibt es keine Pflicht, anwesend zu sein, musst du natürlich auch nicht hingehen. Allerdings musst du dir dann den Stoff selbständig erarbeiten, die Skripte besorgen, deine Kommilitonen fragen etc.

Praxiserfahrungen

Ausbildung: Schon während deiner Ausbildung arbeitest du in deinem zukünftigen Beruf. Bei einer dualen Ausbildung lernst du die Theorie in der Berufsschule, während du praktische Erfahrung in deinem Ausbildungsbetrieb sammelst. Die schulische Ausbildung findet komplett in der Schule statt. Hier sammelst du deine praktische Erfahrung in Form von Praktika während der Lehre oder im Anschluss an die Ausbildung.

Studium: Ganz klar: Im Studium liegt der Schwerpunkt auf der Theorie. Darum nehmen viele Studiengänge ein Pflichtpraktikum in den Rahmenlehrplan auf. Dieses dauert meist bis zu einem Semester, aber wie viele Praktika du insgesamt während deiner Studienzeit absolvierst, ist am Ende dir überlassen. Wir von AUBI-plus empfehlen dir auf jeden Fall, freiwillige Studentenpraktika zu machen, z. B. in den Semesterferien, um dadurch berufliche Praxis zu sammeln.

Zeitmanagement

Ausbildung: Was bringt so ein Berufsalltag mit sich? Weniger Freizeit als in der Schule. Zwischen 30 und 40 Schulstunden (45 Minuten/Stunde) pro Woche besuchen Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe die Schule. Deine Arbeitszeit als Azubi setzt sich aus dem Aufenthalt im Unternehmen und dem in der Berufsschule zusammen. Die Regelarbeitszeit entspricht der deines Arbeitgebers, sie kann somit 40 Zeitstunden betragen. Im öffentlichen Dienst sind sogar 41 Arbeitsstunden die Regel. Je nachdem, ob dein Arbeitgeber zu einer bestimmten Uhrzeit morgens anfängt, musst du dementsprechend früher aufstehen als zu Schulzeiten. Auch am Nachmittag ist es wiederum möglich, dass du bis 17 Uhr oder noch länger arbeiten musst, falls das Unternehmen bestimmte Kernzeiten hat.

Studium: Da mit dem Studium Kosten verbunden sind und du deinen Lebensunterhalt ja auch noch bestreiten willst, musst du oftmals eine Nebentätigkeit oder einen Minijob während deines Studiums aufnehmen. Das heißt, dass du neben deinem Lernpensum, deinen Abschlussarbeiten und Freizeitaktivitäten auch noch die Arbeitszeiten unterkriegen musst. Ein Studium hat außerdem viel mit der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, zu tun. Wenn du beispielsweise in den Semesterferien für Klausuren lernen und Hausarbeiten schreiben musst, aber gleichzeitig die nächste Party ruft oder deine Freunde ausgehen wollen, wird dein Ehrgeiz und dein Pflichtbewusstsein gegenüber deinem Studium öfter mal auf die Probe gestellt. Das bedeutet nicht, dass du stets verzichten musst, aber dein Zeitmanagement und die Priorisierung von Tätigkeiten sind für dich überlebenswichtig.

Urlaub

Ausbildung: Dir steht– je nach Alter – eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen zu. Diese solltest du am besten in der Schulferienzeit nehmen, damit du nicht während deines Urlaubs trotzdem in die Berufsschule musst. Die schulische Ausbildung gleicht zum großen Teil deiner bisherigen Schulzeit. Du hast also wie bisher Schulferien, in denen du dich erholen kannst.

Studium: Während eines Studiums hast du Semesterferien, in der Regel von Anfang Februar bis Ende März sowie von Mitte Juli bis Ende September. Das klingt erst einmal nach sehr viel Freizeit, die Ferien sind für dich allerdings nicht als Urlaub gedacht. In dieser Zeit sind oftmals Klausuren angesetzt, du musst Hausarbeiten schreiben und nebenbei noch arbeiten, damit du deinen Lebensunterhalt verdienst. Außerdem sind die Ferien die optimale Gelegenheit freiwillige Praktika zu absolvieren, um erste Berufserfahrung zu sammeln.

Auslandsaufenthalt

Wenn du internationale Erfahrung sammeln möchtest, um interkulturelle Kompetenzen und Sprachkenntnisse auszubauen, ist ein Studium im Ausland oder eine Ausbildung im Ausland die perfekte Gelegenheit dafür. So machst du dich nämlich gleichzeitig für den Arbeitsmarkt interessant.

Ausbildung: Auch als Azubi hast du die Möglichkeit, deine komplette Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Hierbei kommen besonders Frankreich, Luxemburg, Belgien und andere an Deutschland angrenzende Nationen in Frage, da es dort ebenfalls die duale Ausbildung gibt. Genauere Informationen findest du in unseren Länderkatalogen. Weitere Möglichkeiten neben der dualen Ausbildung sind eine grenzüberschreitende Ausbildung oder ein Auslandspraktikum.

Studium: Als Alternative zum vollen Studium im Ausland steht dir auch das Auslandssemester zur Verfügung, bei dem du nur einen Teil deines Studiums (drei bis sechs Monate) an einer Universität im Ausland verbringst. Wichtig: Die Studienkosten im Ausland sind im Vergleich sehr hoch. Informiere dich im Voraus über die Finanzierungsmöglichkeiten, damit du deinen Lebensunterhalt und das Studium problemlos finanzieren kannst.

Einstieg ins Berufsleben

Ausbildung: Das Ausbildungsende rückt in greifbare Nähe und du bereitest dich auf den Arbeitsmarkt vor. Mit deinen Kenntnissen als Fachkraft und der bereits gesammelten Berufserfahrung wirst du in vielen Unternehmen mit Kusshand eingestellt. Auch deinem bisherigen Arbeitgeber liegt in der Regel natürlich viel daran, dich im Unternehmen zu halten. Mehr als 70 Prozent der Auszubildenden werden nach ihrer Ausbildung übernommen.

Studium: Für Studenten ist es nicht immer leicht, nach einem Studium einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, denn viele Arbeitgeber wünschen sich auch von Absolventen erste Berufserfahrungen. Wenn du verschiedene Praktika gemacht hast, ist das super! Bei vielen fehlt jedoch oftmals die praktische Erfahrung für den späteren Arbeitsmarkt. Deshalb lohnt es sich, auch nach deinem Abschluss noch einmal ein längeres Praktikum zu absolvieren. Wenn dein Arbeitgeber erst merkt, was du kannst, bietet er dir vielleicht eine Anstellung an.

Anerkennung von Abschlüssen

Dank des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) sind Berufs- und Studienabschlüsse innerhalb Europas vergleichbar; In der Regel haben deutsche Abschlüsse sogar einen recht hohen Stellenwert im Ausland. Du möchtest wissen, ob dein Abschluss in anderen Ländern der Europäischen Union anerkannt ist? Dies kannst du mit der Suchmaschine der Europäischen Kommission tun.

Ausbildung: Zwar genießt das deutsche Ausbildungssystem einen guten Ruf im Ausland, doch auch hier musst du unter Umständen je nach Berufszweig dein Abschlusszeugnis übersetzen. In der Regel tun dies anerkannte Übersetzer. Die Anerkennung wird meist verlangt, wenn es sich um einen sogenannten reglementierten Beruf handelt, also Berufe, die besondere Qualifikationen und eine Registrierung bei der Berufsorganisation voraussetzen. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu nationalen Kontaktstellen gibt’s auf den Seiten der Europäischen Kommission.

Studium: Seitdem an den meisten deutschen Fachhochschulen und Universitäten die Abschlüsse Bachelor und Master eingeführt wurden, sind viele der Studienabschlüsse international anerkannt. Bei speziellen Fachgebieten mit beispielsweise einem Diplomabschluss oder einem Magister kann die Anerkennung jedoch schwieriger sein.

Zukunftschancen

Ausbildung: Was ist, wenn du nach deiner Lehre noch weiter lernen möchtest? Kein Problem! Es gibt zahlreiche Weiterbildungen, die dir als Fachkraft zur Auswahl stehen. Zum einen gibt es die Ausbildung als Meister in den handwerklichen Berufen. Im technischen Bereich steht dir die Aufstiegsfortbildung zum Techniker offen. Wenn du einen kaufmännischen Beruf erlernt hast, vertiefst du mit dem Fachwirt oder dem Betriebswirt deine Kenntnisse. In Gestaltungsberufen gibt es die Weiterbildung als Gestalter, mit der du mehr Verantwortung in deinem Beruf übernimmst. Außerdem ist die Ausbildung der Ausbilder, kurz AdA, die optimale Möglichkeit, wenn du deine Fachkenntnisse an Auszubildende weiterreichen möchtest. Je nach Bundesland ist auch erst die Ausbildung und danach ein Studium möglich, aber erst wenn du in der Fachrichtung erste Berufserfahrung gesammelt hast. Es ist also nicht immer das Abitur notwendig, um ein Studium aufzunehmen.

Studium: Ein akademischer Abschluss bietet dir eine optimale Grundlage für deine Zukunft. Wenn du eine wissenschaftliche Karriere einschlagen willst, steht dir beispielsweise nach dem Master-Abschluss die Promotion und anschließend die Habilitation offen. Auch qualifiziert dich dein Abschluss sowie deine gesammelte Berufserfahrung zum AdA-Schein, also zur Ausbildung der Ausbilder. Mit dem Schein bist du dazu befähigt, die angehenden Fachkräfte in deiner Branche auszubilden. Weiterbildung ist auch mit einem Uni-Abschluss das A und O. Informiere dich am besten immer bei deinem Arbeitgeber, welche Weiterbildungen sich in deinem Arbeitsbereich anbieten würden.

Das Beste aus zwei Welten

Ausbildung oder Studium? Warum nicht einfach beides? Du möchtest praktische Erfahrung sammeln, Geld verdienen, aber zeitgleich deine theoretischen Kenntnisse mit einem Studium vertiefen? Ein duales Studium ermöglicht dir genau das. Es gibt sogenannte praxisintegrierende Studiengänge, in denen sich theoretische Themengebiete an der Universität bzw. der Fachhochschule mit praktischen Phasen in Ausbildungsbetrieben abwechseln. Die ausbildungsintegrierenden Studiengänge finden zudem auch an Berufsschulen statt. Hier erhältst du sowohl einen Studienabschluss als auch einen Ausbildungsabschluss. Alle Infos zum dualen Studium findest du in unserem Portal.

Ausbildung oder Studium?

Egal ob du nun eher der Typ für eine Ausbildung oder ein Studium bist: Ein Besser oder Schlechter gibt es eigentlich nicht. Beide Wege sind super, um deinen beruflichen Weg zu gehen und später eine Fach- oder Führungslaufbahn einzuschlagen. Ob du nun nach deiner Ausbildung noch studierst, nach deinem Bachelor-Abschluss noch den Master dranhängst oder an Seminaren und Lehrgängen zu bestimmten Themen teilnimmst, um dich fortzubilden und zu spezialisieren – es ist immer wichtig, am Ball zu bleiben.

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