Wie werde ich Papiertechnologe?

Als angehender Papiertechnologe solltest du...

  • handwerkliches Geschick und 
  • ein gutes technisches Verständnis haben 
  • eine schnelle Reaktionsfähigkeit und 
  • eine gute Beobachtungsgabe besitzen 
  • verantwortungsbewusst 
  • sorgfältig und 
  • umsichtig sein 

Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, dann erfüllst du bereits die wichtigsten Voraussetzungen, um Papiertechnologe beziehungsweise Papiertechnologin zu werden. 

Falls du dir noch unsicher bist, ob der Beruf wirklich zu dir passt, mach unseren Persönlichkeitstest und finde es heraus. 


Schulische Voraussetzung 

Rein rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis werden überwiegend Bewerber mit Realschulabschluss eingestellt. 

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Papiertechnologe?

Tageszeitungen, Hochglanzmagazine, Bücher, Schulhefte, Post-it Blöcke, Flyer und Co. – Papier begegnet uns im Alltag fast überall. Doch woher kommt das ganze Papier? Wer stellt es her? Genau hier kommst du als Papiertechnologe zum Einsatz. 

Papierherstellung und Technik 

Papiertechnologen stellen aus dem Grundstoff Holz oder auch im Recyclingverfahren Papier, Karton, Pappe oder dafür notwendige Vorprodukte wie zum Beispiel Zellstoff her. Hierzu arbeiten sie mit verschiedenen Maschinen. In den Maschinen wird das Holz zerkleinert und geschliffen, bis es als sogenannter Holzschliff verwendbar ist. Eine andere Möglichkeit ist es, das Holz unter Zusatz von Säuren zu kochen, um daraus Zellstoff zu gewinnen. Darüberhinaus bedienst du Maschinen, die Altpapier mahlen, reinigen und entfärben. Holzschliff, Zellstoff und Altpapier werden unter Zusatz von Leim, Füll- und Farbstoffen mit Wasser vermischt, gemahlen und nach starker Verdünnung schließlich zu einem Blatt geformt. Der vorerst noch wässrige Papierbrei wandert auf einem breiten Metallsieb durch die Papiermaschine. Dabei wird ihm das Wasser entzogen, es bildet sich ein zunächst noch feuchtes Blatt, welches weiter entwässert, getrocknet und auf eine Rolle aufgewickelt wird. Wie du siehst, wird für die Papierherstellung jede Menge Technik benötigt. Das Einrichten, Bedienen und Überwachen der Maschinen und Anlagen gehört zu deinen täglichen Aufgaben. 

Weiterverarbeitung 

Ist das Papier oder der Zellstoff erst einmal hergestellt, kann er weiterverarbeitet werden. Als Papiertechnologe gehört auch das Satinieren von Papier zu deinem Job. Du setzt bestimmte Farben an, die auf das Papier aufgetragen werden, damit später die Druckerfarbe besser haften kann. Auch das Beschichten von Kartons fällt in deinen Aufgabenbereich. Nachdem du die Kartons maschinell beschichtet hast, schneidest du sie zu. Die Qualität der Erzeugnisse muss regelmäßig von dir kontrolliert werden. Außerdem verpackst du die Endprodukte und lagerst sie fachgerecht. 

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum Papiertechnologen ist eine duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass du einen Teil deiner Ausbildung im Betrieb absolvierst und den anderen Teil in der Berufsschule. So wirst du sowohl in der Praxis als auch in der Theorie optimal ausgebildet. 

Schulische Ausbildungsinhalte 

In der Berufsschule bekommst du alle wichtigen theoretischen Grundlagen beigebracht. Du wirst lernen, wie man Laboruntersuchungen durchführt, um die Qualität von Roh- und Halbstoffen sowie fertigen Papieren zu prüfen. Da du viel mit Maschinen arbeitest, ist ein physikalisches Wissen über die Funktionsweise und die Einstellungsoptionen von pneumatischen und hydraulischen Anlagen von großer Bedeutung. Im Technikunterricht wirst du dich damit vertraut machen, wie man die Anlagen und Maschinen wartet, bedient und umrüstet. Selbstverständlich dürfen auch mathematische Grundlagen in deiner Ausbildung nicht fehlen, schließlich musst du wissen wie man Mischungsverhältnisse von Leim-, Hilfs- und Farbstoffen berechnet. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte 

Im Betrieb geht es an die praktischen Aufgaben. Zu Beginn wirst du deinem Ausbilder noch viel zuschauen, um dich mit den Aufgaben und Handgriffen zuerst einmal vertraut zu machen. Je weiter deine Ausbildung voranschreitet, desto mehr Aufgaben wirst du eigenständig übernehmen. In deinem ersten Ausbildungsjahr wirst du lernen, wie man die Qualität von Faserstoffen prüft. Du wirst dich mit den verschiedenen Verfahrungen der Aufbereitung von Zell- und Holzstoff und Altpapier vertraut machen und in die Bedienung und Überwachung von Stoffaufbereitungsanlagen eingewiesen. Im zweiten Lehrjahr prüfst und bewertest du Messergebnisse, bedienst und überwachst Pumpen, Gebläse, Vakuum- und Drucklufterzeuger sowie Ausrüstungs- und Verpackungsmaschinen. Im dritten Ausbildungsjahr bedienst du Prozessleitsysteme und kannst Störungen im Produktionsablauf eigenständig erkennen und beseitigen. 

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