Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Fachhochschulreife

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Was macht ein Orgelbauer Fachrichtung Orgelbau?

Holz, Leder, Metall und Kabel – die Stoffe, die du benötigst, um eine Orgel zusammenzubauen sind vielfältig. Um eine große Konzertorgel zusammenzusetzten benötigst du außerdem vor allem eines: Sehr viel Platz – am Besten in Form einer Kirche oder eines großem Raumes.

Wie man eine Orgel zusammensetzt

Bevor du dich an die Feinheiten machen kannst, baust du mit deinen Kollegen zunächst mit Hilfe eines Gerüstes eine Holzkonstruktion dahin, wo später die vollständige Konzertorgel stehen soll. Diese besteht in der Regel aus mehreren Ebenen, die über eine Treppe oder eine Leiter miteinander verbunden sind. Hierrüber kommt später der Orgelspieler an das Spielwerk.

Neben dem Herzstück der Orgel – dem Motor – baust du außerdem einen sogenannten Doppelfaltenmagazinbalk ein, in den die Luft aus dem Gebläse des Motors geleitet wird und der garantiert, dass die Luft gleichmäßig weitergeleitet wird. Je größer deine Orgel wird, desto mehr Windmaschinen baust du in das Instrument ein. Die Luftkanäle, die du einbaust, leiten den entstandenen Wind schließlich überall dorthin, wo er in den Pfeifen benötigt wird. Sie durchziehen also die gesamte Orgelkonstruktion und verzweigen an die richtigen Stellen.

Zwischen den Pfeifen und dem Ende des Kanals baust du schließlich eine Konstruktion ein, die mit Hilfe von Ventilen arbeitet, die sich nur dann zur Pfeife hin öffnen, wenn die entsprechende Taste an der Klaviatur gedrückt wird. Außerdem baust du ein sogenanntes Register ein, auf dem unterschiedliche Pfeifensätze stehen. Der Orgelspieler kann später von seinem Sitzplatz aus ganze Register öffnen oder schließen, was wiederrum zu höheren und niedrigeren Töne führt, da nur bestimmte Pfeifen aus Holz oder Metall angespielt werden können. Hast du übrigens mit deinen Kollegen erst einmal alle Pfeifen eingebaut, stehen in der Konstruktion je nach Orgelgröße teilweise über 4000 Stück davon. Nur wenige Menschen können von sich behaupten, so ein großes Instrument zusammensetzten zu können!

Hast du alle Pfeifen eingebaut, müssen sie natürlich noch gestimmt werden. Das passiert, indem du sie etwas tiefer oder höher in die Konstruktion schiebst und mit deinem guten Gehör genau darauf achtest, wann der Ton sauber klingt. Und dann kann es losgehen: Die Orgel kann bespielt werden und der Orgelspieler ihr die schönsten Melodien entlocken.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildung

Du hast Musikunterricht in der Berufsschule, obwohl du die Orgel später gar nicht selber spielen musst? Ja klar, denn Orgelbauer zu werden setzt auch ein gutes Gehör für den richtigen Ton voraus. Damit du das Instrument also später nicht nur bauen, sondern auch stimmen kannst, bringen dir deine Lehrer schon in der Schule musikalische Grundlagen bei. Außerdem lernst du die technischen Grundlagen hinter der Orgel ganz genau im Physikunterricht kennen und kannst dich auch in der Schule im praktischen Handwerksunterricht austoben und erproben, wie die spätere Praxis aussehen wird.

Betriebliche Ausbildung

In deiner dualen Ausbildung bist du natürlich nicht nur in der Berufsschule unterwegs, sondern vom ersten Tag deiner Ausbildung im Ausbildungsbetrieb eingebunden. Das bedeutet, dass du mit deinen Kollegen gemeinsam zu Kunden rausfährst, um mit ihnen zum Beispiel die Planung einer neuen Orgel in einer Kirche zu besprechen. Du schaust deinen Kollegen über die Schulter, wenn sie die Elektrik in einer Orgelkonstruktion installieren und fasst selber mit an, um die Pfeifen an den richtigen Stellen zu befestigen. Je weiter du in deiner Ausbildung kommst, desto schwierigere Aufgaben kannst du im Orgelbau übernehmen und desto weniger Hilfe benötigst du von deinen Kollegen. Wenn du dann endlich deinen Gesellenbrief in der Hand hältst, kannst du stolz sein die imposante Königin der Instrumente bauen zu können!

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Orgelbauer kannst du neben dieser Fachrichtung ebenfalls in der Fachrichtung Pfeifenbau absolvieren.


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