Wie werde ich Orgelbauer?

Deine große Liebe zu Instrumenten ist dir in die Wiege gelegt worden und du bringst diese Voraussetzungen mit:

  • Handwerkliches Geschick
  • Feinmotorik
  • Gutes Gehör
  • Ästhetisches Gespür
  • Kommunikationsfähigkeiten

Gesetzlich hast du keinen speziellen Schulabschluss vorgegeben, um die Ausbildung zum Orgelbauer absolvieren zu können. Viele Betriebe stellen allerdings vorrangig Auszubildende mit Hochschulreife ein. Hast du diese und bringst die oben genannten Fähigkeiten mit, ist das eine perfekte Grundlage für deine Bewerbung.

Bist du die allerdings noch nicht sicher, welcher Beruf genau das Richtige für dich ist, mach doch mal unseren Berufs-Check und entdecke viele spannende Berufe!

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Fachhochschulreife

Ausbildungsdauer

3,5 Jahr(e)

Was macht ein Orgelbauer?

Viele Kirchen schmücken sich mit ihnen: Mit teilweise Jahrhunderte alten Orgeln, die kunstvoll verziert, imposant und eindrucksvoll gestaltet sind. Gebaut wurden sie von Orgelbauern, wie du einer bist und ermöglichen Orgelspielern, ihre Zuhörer mit schönen Klängen zu begeistern.

Wie funktioniert eigentlich eine Orgel?

Dass aus den Pfeifen der Orgel ein Ton entweicht, funktioniert ähnlich, wie vorsichtig über den Hals einer offenen Flasche zu pusten, nur ist das System etwas komplexer: Während du mit einer Flasche nur einen bestimmten Ton erklingen lassen kannst, besteht eine Orgel aus zahlreichen verschiedenen Pfeifen, die unterschiedlich lang und breit sind. Schlägt der Orgelspieler nun mehrere Tasten an, erzeugt ein Luftstrom in den Pfeifen die Töne und macht Tonleitern und ganze Musikstücke möglich. Dabei sind die großen Konzertorgeln in Kirchen nicht immer gleich gebaut, sondern perfekt an die Raumstruktur und die Akustik angepasst, um den mächtigen Klang zu optimieren. Damit Wind in die Orgelpfeifen gelangen kann, muss dieser zunächst in der Orgel selber entstehen. Heutzutage funktioniert dies mit Hilfe eines Gebläsemotors, der einen gleichmäßigen Winddruck erzeugt. Dieser wird durch ein Rohrleitungssystem zu den Pfeifen transportiert. Schlussendlich kann die Luft nur in die Pfeifen strömen, die zuvor am Spieltisch aktiviert worden sind.

Baumeister der Orgeln

Als Orgelbauer baust du je nachdem, ob du die Fachrichtung Orgelbau oder Pfeifenbau wählst, entweder die Pfeifen oder die spätere Orgel zusammen. Gerade bei großen Konzertorgeln brauchst du für den Orgelbau sehr viel Platz, da die Orgel direkt in den großen Raum eingebaut und an die Gegebenheiten angepasst wird. Zu tun hast du hauptsächlich mit Werksstoffen wie Holz, Metall und Leder, vor allem solltest du aber auch den elektronischen Anteil einer Orgel nicht unterschätzen. Während vor Jahrhunderten Orgeln noch rein mechanisch gebaut wurden, musst du dich heute als Orgelbauer auch mit der Verkabelung und Verknüpfung von Spieltisch, Motor und Pfeifen auseinandersetzen. Als Meister deines Faches bist du außerdem daran beteiligt, beschädigte Orgeln zu analysieren, den Fehler ausfindig zu machen und sie zu reparieren und auch mit den historischen Vertretern unter den Orgeln kennst du dich aus: Eine Orgel aus dem Mittelalter soll wieder spielfähig gemacht werden oder eine barocke Orgel muss repariert werden? – Für dich kein Problem, denn auch mit den für jedes Jahrhundert spezifischen Bauweisen kennst du dich aus und kannst auch die alten Instrumente sachkundig restaurieren.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildung

Deine Ausbildung zum Orgelbauer ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet du wirst einige Tage in der Woche in der Berufsschule ausgebildet und den Rest der Zeit verbringst du im Ausbildungsbetrieb. Von deinen Berufsschullehrern lernst du die theoretische Grundlage, um später im Betrieb optimal arbeiten zu können. Unter anderem hast du zum Beispiel Fächer wie Physik und Musik. Du lernst also auf der einen Seite wie das technische System hinter der Orgel funktioniert. Auf der anderen Seite werden dir auch die musikalischen Elemente näher gebracht. So kannst du zum Beispiel später in der Praxis nicht nur die Orgeln bauen, sondern sie auch für deinen Kunden stimmen.

Betriebliche Ausbildung

Im Betrieb kannst du dann endlich loslegen: Hier kannst du selber ganz praktisch an der Orgel arbeiten. Je nachdem welche Fachrichtung du gewählt hast, lernst du von deinen Kollegen, wie man Pfeifen oder aber auch eine ganze Orgel zusammensetzt. Dabei schaust du deinen Ausbildern nicht nur über die Schulter, sondern kannst während der Ausbildung selber mit anpacken. Du stimmst zum Beispiel eine Orgel selber, bist bei Kundengesprächen dabei und reparierst ein Instrument.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Orgelbauer kannst du in den folgenden Fachrichtungen erlernen:

Wie gut passt der Beruf Orgelbauer zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Orgelbauer genau der richtige für dich.

Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick

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