Wie werde ich Medizinisch-technische/-r Radiologieassistent / Radiologieassistentin?

Mediziner wollen immer die Ursache einer Krankheit finden. Aber was ist, wenn man von außen gar nichts erkennen kann? Dann kommen die Fachkräfte aus der Radiologie ins Spiel. Sie schieben den Patienten in die Röhre, machen also Aufnahmen mit einem Computertomografen (CT) oder einem Magnetresonanztomografen (MRT). Mit den passenden Röntgenbildern lassen sich selbst der kleinste Bruch und weitere Erkrankungen erkennen. MTRAs sind die einzigen Fachkräfte, die neben Fachärzten ionisierende Strahlung am Menschen einsetzen dürfen, also Strahlung, die eine große Menge an Energie transportiert. Dies ermöglicht ihnen Krankheiten zu erkennen und zu heilen.
Dingen auf den Grund zu gehen ist deine Leidenschaft? Du wünschst dir einen medizinischen Ausbildungsberuf, der viel technisches Verständnis mit der Arbeit mit Menschen vereint? Dann wäre eine Ausbildung als Radiologieassistent die perfekte Gelegenheit! Neben deinen sozialen Fähigkeiten solltest du vor allem über folgende Eigenschaften verfügen:

  • Interesse an Medizin
  • gute Noten in Biologie, Chemie und Mathematik
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Verschwiegenheit
  • körperliche und emotionale Belastbarkeit
Wichtig: Einen Gesundheitsberuf sollte man mit Leidenschaft ausführen, schließlich begegnen dir hier täglich unzählige Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen. Vor allem in der Radiologie musst du mitunter Patientinnen und Patienten behandeln, die an unheilbaren Krankheiten leiden. Dort ist also nicht nur medizinisches Fachwissen, sondern auch absolutes Fingerspitzengefühl im Umgang mit diesen gefragt. Zudem musst du deine eigenen Gefühle im Griff haben, um die Patienten nicht noch mehr zu belasten.

Schulische Voraussetzungen

Da es sich bei der MTRA-Ausbildung um eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule handelt, gelten die Kriterien dieser Einrichtungen. In der Regel ist der geforderte Schulabschluss der Realschulabschluss. Aber auch mit einem guten Hauptschulabschluss inklusive einer abgeschlossenen zweijährigen Berufsausbildung hast du hervorragende Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Darüber hinaus setzen die meisten Berufsfachschulen ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung für den Beruf voraus. Einige Träger wünschen sich auch ein Praktikum als Vorbereitung auf die Ausbildung. Das Mindestalter liegt in der Regel bei 16 Jahren, aber einige Fachschulen setzen das Alter von 17 Jahren voraus. Gegebenenfalls ist auch ein Nachweis über den Impfschutz bezüglich hoch ansteckender Krankheiten, darunter gegen Diphtherie, Hepatitis A und Tetanus, erforderlich.

Gesundheitsberufe sind dein Ding, aber du weißt nicht, ob du Radiologieassistent werden willst? Frag doch einfach deine Familie und Freunde mit unserem Stärken-Check. So findest du heraus, wo deine Stärken und Schwächen liegen.
Du willst dich in der Welt der medizinischen Berufe umsehen? Wir haben dir sämtliche Ausbildungsberufe in unserer Themenwelt aufgelistet.

Bildungsweg

Schulische Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Medizinisch-technische/-r Radiologieassistent / Radiologieassistentin?

Deine Aufgaben als MTRA auf einen Blick

  • Kernspin, CT, Ultraschall: Du durchleuchtest den Körper der Patienten und leistest wichtige Vorarbeit für den Arzt.
  • Patientenversorgung: Du sorgst dafür, dass es den Patienten beim Diagnoseverfahren gut geht.
  • Strahlentherapie: Du versuchst mit Hilfe von Strahlentherapie, Tumore bei deinen Patienten zu heilen.

Deine Aufgaben im Detail

Kernspin, CT, Ultraschall

Bildgebende Verfahren sind für die moderne Medizin unerlässlich. Knochenbrüche, verstopfte Venen, innere Blutungen – all dies kann am besten mit Ultraschall, CT und Co. festgestellt werden. Als MTRA bist du an der Diagnose beteiligt. Du stellst die unterschiedlichen Aufnahmegeräte ein und wartest, bis die Bilder vom betroffenen Körperbereich gemacht wurden. Wenn diese gestochen scharf sind, schickst du sie an den Arzt weiter, damit er eine Diagnose stellt und entsprechende Heilungsmaßnahmen einstellt.

Patientenversorgung

Du bereitest Patientinnen und Patienten auf das Diagnoseverfahren vor: Bei Bedarf verabreichst du Kontrastmittel und stattest sie mit entsprechender Schutzkleidung aus. Radioaktive Stoffe und ionisierende Strahlung machen auf den Bildern genau die Bereiche sichtbar, die dem Arzt helfen. Du achtest darauf, dass keine Person zu viel Strahlung ausgesetzt wird und überwachst den Gesundheitszustand während der Untersuchung. Oberstes Gebot: So gut zu arbeiten, dass Wiederholungen überflüssig sind und unnötige Strahlenbelastung vermieden wird.

Strahlentherapie

In der Strahlenheilkunde arbeitest du mit teils schwer erkrankten Patienten. Krankheiten wie Krebs können zum Teil durch eine Strahlentherapie geheilt werden. In manchen Fällen kann auch nur das Fortschreiten verzögert werden. Ist der Tumor an einer Körperstelle lokalisiert, wird mit Hilfe von Gammastrahlung, Elektronenstrahlung oder Röntgenstrahlung die Erkrankung gezielt bestrahlt. Die Behandlung zieht sich meist über mehre Wochen hin und ist für den Patienten häufig mit starken Nebenwirkungen verbunden. Hier ist also deine Empathie gefragt.

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Gut zu wissen...
  • Bei älteren Menschen sind Stürze oft fatal: Von 100 Menschen bricht sich jeder Fünfte einen Knochen. Meistens ist es die Hüfte.
  • Statistisch gesehen werden in Deutschland pro Jahr 1,7 Röntgenuntersuchungen pro Einwohner durchgeführt.
  • Eine MRT-Untersuchung des gesamten Körpers einer gesetzlich versicherten Person kostet die Krankenkasse 1.000 bis 2.000 Euro. Die Untersuchung des Rückens kostet 375 Euro.

Inhalte der Ausbildung

In deiner Ausbildung in der Berufsfachschule und im Krankenhaus lernst du sowohl theoretische als auch praktische Inhalte in den einzelnen Fachbereichen kennen. Innerhalb von drei Jahren wird dir alles vermittelt, was du für deinen Traumberuf brauchst.

Schulische Ausbildungsinhalte

Im schulischen Teil stehen viele bereits bekannte Fächer auf deinem Stundenplan, darunter Biologie, Chemie und Physik. Darüber hinaus wirst du auch in berufsspezifischen Fachbereichen unterrichtet. Dazu gehören beispielsweise:
  • Nuklearmedizin
  • Physiologie
  • Sterilisation und Desinfektion
  • Hygiene
  • Strahlentherapie
  • Dosimetrie
  • Geräte zur Diagnostik

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Die Praxis für deine Ausbildung vertiefst du im Krankenhaus oder einer anderweit geeigneten Einrichtung, zum Beispiel einer Fachpraxis für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Dort wirst du in die tägliche Routine eingebunden und übst dich im Umgang mit Patienten.

Ablauf der Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung als medizinisch-technische Radiologieassistentin bzw. medizinisch-technischer Radiologieassistent erhältst du an einer Berufsfachschule. Im zweiten Jahr begibst du dich dann in die berufliche Praxis bei einer sechswöchigen praktischen Unterweisung im Krankenhaus oder einer ähnlichen Einrichtung. Insgesamt setzt sich deine theoretische und praktische Ausbildung an der Berufsfachschule aus 2.800 Stunden zusammen, während deine praktische Ausbildung im Krankenhaus etwa 1.600 Stunden umfasst.

Wichtig: Hast du im Vorfeld eine Ausbildung als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent, medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik oder als veterinärmedizinisch-technischer Assistent oder eine ähnliche Ausbildung begonnen oder komplett abgeschlossen, kannst du die Ausbildung als MTRA möglicherweise verkürzen.

Hilfreiche Fähigkeiten
  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Arbeitsgenauigkeit

Wie gut passt der Beruf Medizinisch-technische/-r Radiologieassistent / Radiologieassistentin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Medizinisch-technische/-r Radiologieassistent / Radiologieassistentin genau der richtige für dich.
Wenn du kein Blut sehen kannst, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
Medizinisch-technische/-r Radiologieassistent / Radiologieassistentin-Quiz
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