Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration bei der Arbeit ©Wavebreak Media/Shotshop.com

Ausbildung
Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration (m/w)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)
Informatik Ausbildung bei der Popken Fashion Group
Ausbildung: IT-Berufe
Pierre Petruck, Fachinformatiker Systemintegration IT

Fachinformatiker in der Fachrichtung Systemintegration planen und konfigurieren Netzwerke. Dazu vernetzen sie Hard- und Softwarekomponenten und weisen die Benutzer ein. Sie ermitteln außerdem Störungen und Fehler und beseitigen sie fachgerecht.

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Deine Tätigkeiten

Als Fachinformatiker für Systemintegration findest du in fast allen Unternehmen Beschäftigung, denn überall werden IT-Systeme zur Erleichterung der Arbeit verwendet. Die kleinen Helfer sind zu unseren wichtigsten Arbeitsmitteln geworden und in jedem Büro, jeder Werkstatt, jeder Praxis, jeder Lagerhalle, jedem Haushalt vorhanden. Maschinen, Anlagen und Systeme laufen jedoch nicht fehlerlos. Und nun kommst du ins Spiel!

Vernetzung von Hardware und Software

Du bist Experte für Hard- und Softwarekomponenten. Du kennst dich bestens aus mit Betriebssystemen, Netzwerkarchitekturen und Programmierlogik. Egal wie ausgeklügelt das System ist – die Kontrolle behältst du. Bevor du ein Netzwerk einrichtest, verschaffst du dir einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des Netzwerks und über Bedingungen und Anforderungen: Wie viele Rechnerplätze sollen integriert werden, wo soll welcher Drucker angeschlossen werden, wie sollen die Rechner miteinander vernetzt sein, welche Nutzer sollen welche Berechtigungen haben und so weiter. Sobald das Netzwerk eingerichtet ist, installierst du das Betriebssystem. Durch verschiedene Testläufe stellst du ggf. Probleme und Störungen fest, wie zum Beispiele Probleme bei der Vernetzung von Rechnern. Im Anschluss konzipierst du Arbeitsanweisungen für Benutzer und Netzwerkadministratoren. So können Funktionen des Netzwerks erweitert werden oder an veränderte Softwarevoraussetzungen angepasst werden. Durch Filterprogramme, Antivirenprogramme und Verschlüsselungstechniken gewährleistest du die Sicherheit von Netzwerken. Schlussendlich dokumentierst du alle Vorgänge, sodass auch andere IT-Spezialisten deine Arbeit nachvollziehen können oder du selbst nachschauen kannst, welche Schritte du unternommen hast.

Anwendungs- und Systemprobleme lösen

Es kommt immer wieder vor, dass Programme nicht reibungslos ablaufen, Probleme mit dem Internet oder der Kommunikation zwischen Rechnern auftreten, eine Software aktualisiert oder angepasst werden muss, Computerteile beschädigt oder defekt sind usw. In diesen Fällen ist es hilfreich, einen Fachinformatiker im Haus zu haben oder ihn schnell erreichen zu können. Durch spezielle Diagnosesysteme kannst du den Fehler systematisch eingrenzen und so letztendlich die Fehlerquelle herausfinden und beheben.

Beratung und Schulung

Die Kundenberatung ist ein wichtiger Bestandteil deines Berufs. Alle Aufgaben, die du erledigst, sind auf Kundenwünsche abgestimmt und auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Bevor du einen Auftrag angehst, analysierst du Bedürfnisse und Wünsche des Kunden. Im Anschluss an deine Arbeit schulst du die Benutzer und berätst sie zum Einsatz und zur Bedienung von Geräten und Programmen. Im Außendienst berätst du Kunden vor Ort und behebst ihre EDV-Probleme zügig und gewissenhaft. Gelegentlich organisierst du Schulungen, zum Beispiel zu Benutzeroberflächen neuer Betriebssysteme, und führst diese in Eigenregie durch.

Immer auf dem neuesten Stand

Es ist selbstverständlich, dass du als Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration über aktuelle Produkte bestens informiert bist. Fachzeitungen und Fachliteratur helfen dir dabei. Außerdem gibt es viel Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um sein Wissen zu festigen oder zu erweitern. Du solltest unbedingt fit in Englisch sein, da viele Informationen rund um das Thema EDV und IT auf Englisch verfasst sind.

Neben der Fachrichtung Systemintegration gibt es übrigens auch noch die Ausbildung zum Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Schau doch mal nach, welche Aufgaben dich dort erwarten!

Inhalte der Ausbildung


Da die Ausbildung zum Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration eine duale Ausbildung ist, sind deine Ausbildungsstandorte die Berufsschule und der Ausbildungsbetrieb.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule wirst du mit verschiedenen Programmiersprachen und Entwicklungsmethoden vertraut gemacht. Du lernst, Geschäftsprozesse zu verstehen, Informationsquellen auszuwerten und aus unterschiedlichen Arbeitsmethoden die richtige auszuwählen. Mathe ist ein wichtiges Schulfach, denn hier erfährst du, wie du Lösungen aus logisch komplexen Zusammenhängen am besten entwickelst. Fachliches Englisch hilft dir dabei, die vielen englischen Begriffe besser zu verstehen und sie dir zu merken. Außerdem sind der Großteil der Fachliteratur und Bedienungsanleitungen in englischer Sprache verfasst.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb übst du die gelernten Arbeitsmethoden dann an echten Aufträgen. Im Team mit anderen Azubis oder Kollegen arbeitet ihr Lösungen für IT-Probleme aus. Du lernst die verschiedenen Testverfahren und Programmiersprachen kennen, lernst Datenmodelle zu erstellen und erfährst, wie Hard- und Softwarekomponenten in Betrieb genommen werden und in bestehende Systeme integriert werden.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass du sie zum Teil in der Berufsschule und zum Teil in deinem Ausbildungsbetrieb absolvierst. Vereinzelt wird sie auch als schulische Ausbildung angeboten.

Während deiner Ausbildung wählst du je nach Ausbildungsbetrieb aus verschiedenen Vertiefungen.

Neben der Fachrichtung Systemintegration kannst du die Ausbildung zum Fachinformatiker auch in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung absolvieren.



Voraussetzungen


Du musst selbstverständlich noch nicht zu Beginn der Ausbildung alles können. Auch die Beherrschung von Programmiersprachen ist keine Pflicht – auch wenn die ein oder andere Erfahrung sicher hilfreich ist. Das Wichtigste ist jedoch, dass du ein paar persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringst. Dazu gehören:

  • Interesse an Software, Hardware und Co.
  • Spaß an Mathe und Technik
  • Bereitschaft, viel im Sitzen zu arbeiten
  • Spaß am Erklären und zeigen
  • Geduld und Freundlichkeit
  • guter mündlicher Ausdruck
  • Organisationstalent
  • logisches Denken
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Fähigkeit zu Teamwork und zu selbstständigem Arbeiten

    Außerdem solltest du die mittlere Reife, das Fachabitur oder das Abitur haben.

    Wenn du noch unschlüssig bist, ob du diese Voraussetzungen erfüllst, mach doch mal den Test.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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