Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes Duales Studium & Beruf
Bildungsweg:
Duales Studium
Schulabschluss:
Fachhochschulreife
Studiendauer:
6 Semester
Deine Stärken
- Mündlich und schriftlich kommunizieren
- Informationen erfassen und Zusammenhänge erkennen
- Andere beraten und überzeugen
Gehalt
| 1. Jahr 1.589 € | |
|---|---|
| 2. Jahr 1.589 € | |
| 3. Jahr 1.589 € | |
| Einstieg 3.581 € |
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Infos zum Beruf
Was macht ein Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst?
Als Beamtin bzw. Beamter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst triffst du Entscheidungen im Namen des Staates. Du prüfst Anträge, wendest Gesetze auf konkrete Fälle an, berätst Bürgerinnen und Bürger und sorgst dafür, dass am Ende ein rechtssicherer Bescheid steht.
Wo du das tust, ist offen: Im Jobcenter entscheidest du zum Beispiel über Anträge auf Grundsicherungsgeld, in der Kämmerei (der Finanzabteilung einer Kommune, eines Landes oder Bundes) behältst du im Blick, wofür Geld ausgegeben wird. Dir stehen aber noch viele weitere Möglichkeiten zur Verfügung.
Typische Aufgaben als Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes
Anträge bearbeiten:
Als Beamtin bzw. Beamter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst bearbeitest du unterschiedliche Anträge und Verwaltungsvorgänge. Du prüfst, ob alle notwendigen Unterlagen vorliegen und ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Anschließend triffst du eine Entscheidung und hältst diese zum Beispiel in einem Bescheid fest. Dabei ist es wichtig, sorgfältig und rechtssicher zu arbeiten.
Gesetze anwenden:
Gesetze, Verordnungen und andere Vorschriften gehören zu deinem Arbeitsalltag. Du prüfst, welche Regelungen für einen bestimmten Fall gelten, und wendest diese entsprechend an. Dabei musst du verschiedene Interessen berücksichtigen und Entscheidungen nachvollziehbar begründen können. Auch die Bearbeitung von Widersprüchen kann zu deinen Aufgaben gehören.
Bürger beraten:
Du berätst Bürgerinnen und Bürger bei ihren Anliegen, zum Beispiel bei ihrem Antrag auf Grundsicherungsgeld (ehemals Bürgergeld) oder den anderen Genehmigungen, die sie vielleicht brauchen, wie zum Beispiel eine Baugenehmigung oder einen Personalausweis. Dabei musst du die Gesetze korrekt anwenden und gleichzeitig komplizierte Vorschriften verständlich erläutern können.
Personal- und Organisationsaufgaben übernehmen:
Je nach Einsatzbereich bist du auch mit internen Aufgaben einer Behörde beschäftigt. Du wirkst beispielsweise bei Personalangelegenheiten mit, bearbeitest organisatorische Fragen oder unterstützt bei der Planung von Arbeitsabläufen. Dabei kann es unter anderem um Einstellungen, Fortbildungen oder die Verteilung von Aufgaben innerhalb einer Verwaltung gehen.
Haushalte und Finanzen verwalten:
Auch finanzielle Aufgaben können Teil deines Berufs sein. Du prüfst Rechnungen, verwaltest Haushaltsmittel oder unterstützt bei der Planung von Budgets. Dabei achtest du darauf, dass öffentliche Gelder entsprechend der geltenden Vorschriften verwendet werden und Ausgaben nachvollziehbar dokumentiert sind.
Hinweis: Dies ist nur ein kleiner Einblick in grundlegende Aufgaben nach dem dualen Studium Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes. Je nach Branche und Unternehmen variieren deine Aufgaben.
Wie sieht der Berufsalltag als Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst aus?
Als Beamtin bzw. Beamter hast du je nach Bundesland eine 40- oder 41-Stunden-Woche. Dabei ist dein Freitag beispielsweise oft ein kurzer Tag von nur 6 Stunden!
Für dich kommen verschiedene Einsatzorte in Frage. Hier hast du als Beispiel einen Tag als Leistungssachbearbeitung im Jobcenter. Das heißt, du prüfst, ob jemand Anspruch auf Grundsicherungsgeld hat, und entscheidest darüber.
Meist hast du Gleitzeit. Heute entscheidest du dich, um 7 Uhr anzufangen. Du drehst eine Runde durchs Büro und begrüßt die anderen aus deinem Team.
Dann fährst du deinen Rechner hoch und checkst deine Mails. Ab 8 Uhr beginnt der Telefondienst. Von da an seid ihr für die Bürgerinnen und Bürger telefonisch erreichbar. Bis dahin nutzt du die Zeit, um dir deinen Tag grob zu planen. Von gestern ist noch ein Weiterbewilligungsantrag (kurz: WBA) liegen geblieben, mit dem du jetzt weitermachst.
Dabei schaust du zunächst, ob alle erforderlichen Unterlagen vorhanden sind. Das sind unter anderem die Kontoauszüge der letzten drei Monate, eine gültige Aufenthaltserlaubnis oder ein Personalausweis und neben dem Antrag selbst die Auskunft über das Vermögen. Bei diesem Weiterbewilligungsantrag fällt dir auf, dass die Kontoauszüge nicht eingereicht wurden. Du erstellst ein Schreiben an den betroffenen Bürger, in dem du die fehlenden Unterlagen anforderst und ihm eine angemessene Frist gibst. Weiter geht’s mit der Prüfung des nächsten WBA.
Der erste Kunde ruft um 8:30 Uhr an. Er fragt, wie weit sein Weiterbewilligungsantrag ist. Du gibst ihm Auskunft darüber, dass sein Antrag in den nächsten Tagen bearbeitet wird, es aber noch genügend Zeit bis zur Verlängerung ist, weswegen er sich keine Sorgen machen muss.
Um 9:15 Uhr hast du eine telefonische Erstberatung. Hierbei erklärst du einer Bürgerin, was sie benötigt, um einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen. Dabei musst du den Ablauf möglichst verständlich darstellen. Nachdem die Eckdaten geklärt sind, sendest du ihr einen Hauptantrag und alle weiteren benötigten Unterlagen zum Ausfüllen zu. Ihr verbleibt damit, dass sie den Antrag online einreicht, und sie dankt dir herzlich.
Nachdem du einige weitere WBAs bearbeitet hast, ist bereits die Mittagspause gekommen. Um 12:30 Uhr gehst du mit deinen Kolleginnen und Kollegen nach draußen und ihr holt euch etwas zu essen.
Kurz nach der Pause kommt ein Kollege zu dir, um dich nach deiner rechtlichen Meinung zu fragen. Er schildert dir seinen Fall und ihr tauscht euch über die rechtliche Lage aus. Nachdem du ihm geholfen hast, beendest du deinen Bescheid, an dem du gerade geschrieben hast. Da trifft bereits dein 14-Uhr-Termin ein.
Ihr habt diesen Termin zur Antragsabgabe ausgemacht. Der Bürger bat an ein paar Stellen der Unterlagen um Unterstützung beim Ausfüllen. Da zwischen euch eine Sprachbarriere herrscht, hast du ihn vorher darauf hingewiesen, einen Dolmetscher mitzubringen. Trotzdem versuchst du, deine Erklärungen und Ausführungen so einfach wie möglich zu halten.
Ihr geht gemeinsam die Unterlagen durch, während der Herr seine Fragen stellt, welche du ihm rechtssicher, aber verständlich beantwortest. Er erzählt dir von dem Leid, das seiner Familie in den letzten Monaten zugestoßen ist. Seine Frau kann gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten, weswegen er bereits zwei verschiedene Jobs hatte.
Da er vor Kurzem aufgrund von Insolvenz seinen zweiten Job verloren hat, wird das Geld nun knapp. Er versichert dir, dass er nur so lange die Unterstützung des Staates in Anspruch nehmen möchte, bis er einen neuen Job gefunden hat. Er möchte jedoch nicht, dass seine Kinder darunter leiden. Du siehst, dass es dem Mann sichtlich unangenehm ist, Leistungen zu beantragen, und empfindest Mitgefühl.
Danach widmest du dich bis zum Ende des Tages einem Hauptantrag. Diese nehmen am meisten Konzentration in Anspruch, da sie sehr umfangreich sind.
Du schaffst es nicht vollständig, den Antrag zu beenden, also schreibst du ihn auf deine To-do-Liste für morgen. Zudem steht für morgen ein Teammeeting mit eurer Teamleitung an.
Um 16:15 Uhr machst du dann Feierabend. Dir geht immer noch das Gespräch mit dem Mann von vorhin durch den Kopf und du fragst dich, wie es ihm wohl gehen muss. Dir ist aber bewusst, dass du in diesem Job die Probleme der Kunden nicht mit nach Hause nehmen darfst, und so verlässt du das Gebäude und lässt die Gedanken dazu auf der Arbeit.
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Wo arbeitet man als Beamter im gehobenen Verwaltungsdienst?
Als Beamtin bzw. Beamter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst stehen dir viele verschiedene Einsatzbereiche im öffentlichen Dienst offen. Je nachdem, für welche Behörde du arbeitest, unterscheiden sich auch deine Aufgaben. Du kannst zum Beispiel in der allgemeinen Verwaltung, im Personalwesen, im Finanzbereich oder in der Sozialverwaltung tätig sein. Typische Arbeitsorte sind:
- in einer Stadt- oder Gemeindeverwaltung, wo du zum Beispiel Bauanträge bearbeitest, Gewerbeanmeldungen prüfst oder Bürger berätst,
- in einer Kreisverwaltung, etwa im Straßenverkehrsamt, Gesundheitsamt oder in der Ausländerbehörde,
- in Ministerien und Landesbehörden, wo du an größeren Verwaltungsaufgaben mitwirkst und Entscheidungen vorbereitest,
- in Bundesbehörden und Bundesämtern, zum Beispiel bei der Bundesagentur für Arbeit oder anderen Einrichtungen des Bundes,
- in Jobcentern oder Sozialverwaltungen, wo du Anträge prüfst und über Sozialleistungen entscheidest,
- in Personal-, Ordnungs- oder Jugendämtern, wo du dich je nach Bereich um Beschäftigte, öffentliche Sicherheit oder Familien und Jugendliche kümmerst,
- in Hochschulen und anderen öffentlichen Einrichtungen, zum Beispiel in der Personal-, Finanz- oder Studierendenverwaltung,
- in Polizei- oder Justizverwaltungen, wo du organisatorische und verwaltende Aufgaben übernimmst.
Voraussetzungen
Welche Voraussetzungen sollte ich für das duale Studium als Beamter im gehobenen nichttechnischen Dienst erfüllen?
Für das duale Studium im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst brauchst du in der Regel das Abitur, die uneingeschränkte Fachhochschulreife oder eine vergleichbare Hochschulzugangsberechtigung.
Da du während des Studiums meist in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen wirst, musst du außerdem die entsprechenden beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören zum Beispiel die gesundheitliche Eignung und das Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Je nach Behörde können weitere Voraussetzungen gelten, etwa hinsichtlich der Staatsangehörigkeit oder des Höchstalters.
Hilfreich ist außerdem, wenn du Interesse an Gesetzen, Verwaltung und dem Umgang mit Menschen mitbringst. Ein gutes Zahlenverständnis kann dir beispielsweise im Haushalts- oder Finanzbereich helfen, ist aber keine zwingende Voraussetzung für das Studium.
Die genauen Voraussetzungen können sich je nach Behörde und Bundesland unterscheiden. Deshalb solltest du dir vor deiner Bewerbung immer die jeweilige Stellenausschreibung genau anschauen.
Stärken
Mündlich und schriftlich kommunizieren:
In deinem Berufsalltag musst du Informationen verständlich weitergeben können – sowohl im Gespräch als auch schriftlich per E-Mail, per Brief oder in einem Bescheid. Du erklärst zum Beispiel einem Bürger, warum bestimmte Unterlagen für einen Antrag fehlen, beantwortest E-Mails oder formulierst einen Bescheid. Dabei ist es wichtig, dass du dich klar, sachlich und verständlich ausdrücken kannst.
Informationen erfassen und Zusammenhänge erkennen:
Gesetze, Vorschriften und Verwaltungsvorgänge können ziemlich komplex sein. Du musst deshalb schnell erkennen können, welche Informationen für einen Fall wichtig sind und wie sie zusammenhängen. Bearbeitest du zum Beispiel einen Antrag, prüfst du verschiedene Unterlagen und gesetzliche Voraussetzungen, bevor du eine Entscheidung treffen kannst.
Andere beraten und überzeugen:
Je nach Einsatzbereich berätst du Bürger, Kollegen oder andere Stellen zu Verwaltungsfragen. Dabei reicht es nicht immer, nur eine Vorschrift vorzulesen. Du musst in der Lage sein, zu erklären, welche Möglichkeiten es gibt, warum eine bestimmte Entscheidung getroffen wurde und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Gerade bei komplizierten oder unangenehmen Entscheidungen hilft es, ruhig und nachvollziehbar argumentieren zu können.
Welchen Schulabschluss brauche ich für das Studium zur Beamtin im gehobenen Dienst?
Für ein duales Studium im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst brauchst du in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife. Je nach Hochschule und Dienstherr kann auch eine andere als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung ausreichen, beispielsweise ein Meister-, Techniker- oder vergleichbarer Fortbildungsabschluss.
Welcher Abschluss genau verlangt wird, hängt davon ab, bei welcher Behörde und in welchem Bundesland du dein duales Studium absolvierst.
Finde Ausbildungsplätze in deiner Umgebung
Egal wo du deine Ausbildung als Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes anfangen möchtest, hier findest du freie Ausbildungsplätze in ganz Deutschland.
Ablauf und Inhalte
Wie läuft das duale Studium zu Beamten im Verwaltungsdienst ab?
Das duale Studium umfasst 3 Jahre, in denen dir sowohl Theorie als auch Praxis nähergebracht werden. Je nach Studienmodell hast du entweder Blockunterricht oder ein Wochenmodell, wobei das Blockmodell häufiger verbreitet ist.
Dabei wechseln sich Theorie und Praxis meist in längeren Blöcken ab. Du verbringst also beispielsweise mehrere Monate an der Hochschule und anschließend mehrere Monate in deiner Behörde. Wie genau die Phasen aufgeteilt sind, hängt vom jeweiligen Dienstherrn und Studiengang ab.
In Nordrhein-Westfalen findet der theoretische Teil des dualen Studiums beispielsweise häufig an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV NRW) statt. Je nach Dienstherr und Fachrichtung können aber auch andere Hochschulen zuständig sein.
An der HSPV NRW wird das Blockmodell verwendet. Dort bekommst du in 4 unterschiedlich langen Abschnitten die nötigen Theoriekenntnisse vermittelt. In weiteren 5 Abschnitten wirst du von deinem Betrieb an die Praxis herangeführt. Zum Ende des Studiums folgt deine Bachelorarbeit.
Die Studienzeit von 3 Jahren kann bei einem dualen Studium im Normalfall nicht gekürzt und nur in Ausnahmefällen verlängert werden. Dadurch sind das Studium und deine benötigte Zeit sehr gut planbar.
Was lernt man im dualen Studium zur Beamtin im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst?
Betriebliche Ausbildungsinhalte
Verwaltungsfälle selbstständig bearbeiten:
In deinen Praxisphasen wendest du dein Wissen direkt in einer Behörde an. Du erfasst Sachverhalte, prüfst die geltenden Vorschriften und bereitest Verwaltungsentscheidungen vor. Je nach Einsatzbereich bearbeitest du zum Beispiel Anträge, führst Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern oder wirkst bei der Erstellung von Bescheiden mit. Ziel ist es, dass du Verwaltungsvorgänge mit der Zeit immer selbstständiger bearbeiten kannst.
Verschiedene Bereiche einer Behörde kennenlernen:
Während der Praxisphasen wechselst du in der Regel zwischen verschiedenen Aufgabenbereichen deiner Behörde. Welche das genau sind, hängt von deinem Dienstherrn ab. Möglich sind zum Beispiel Personal, Finanzen, Ordnung oder Soziales. Dabei lernst du unterschiedliche Verwaltungsaufgaben kennen und merkst gleichzeitig, welcher Bereich dir besonders liegt. Bei der HSPV NRW (also der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in NRW) können die praktischen Inhalte beispielsweise Personalsachbearbeitung, Organisation, Ordnungsrecht oder Leistungsverwaltung umfassen.
Inhalte an der Hochschule
Recht anwenden und Verwaltungsentscheidungen treffen:
Ein großer Teil deines dualen Studiums dreht sich um Rechtswissenschaften. Du beschäftigst dich unter anderem mit Verwaltungs-, Staats-, Sozial- und Zivilrecht und lernst, Gesetze auf konkrete Fälle anzuwenden. Dabei prüfst du zum Beispiel, ob eine behördliche Entscheidung rechtmäßig ist und wie ein Verwaltungsakt zustande kommt. Auch der Aufbau und die Formulierung von Bescheiden gehören zu den möglichen Studieninhalten. An der HSPV NRW sind unter anderem Allgemeines Verwaltungsrecht, Staatsrecht und Bescheidtechnik feste Bestandteile des Studiums.
Finanzen und wirtschaftliches Handeln verstehen:
Eine Behörde muss nicht nur rechtssicher, sondern auch wirtschaftlich arbeiten. Deshalb befasst du dich mit betriebs- und volkswirtschaftlichen Grundlagen, Rechnungswesen und öffentlichen Finanzen. Du erfährst zum Beispiel, wie Haushaltspläne und Budgets funktionieren, wie öffentliche Aufgaben finanziert werden und wie wirtschaftliche Entscheidungen bewertet werden. Im kommunalen Verwaltungsstudium der HSPV gehören unter anderem Rechnungswesen und kommunales Finanzmanagement zu den Pflichtinhalten.
Verwaltung organisieren und mit Menschen zusammenarbeiten:
Wie ist eine Behörde aufgebaut und wie können ihre Abläufe verbessert werden? Du lernst Grundlagen des Verwaltungs- und Personalmanagements kennen und setzt dich mit Themen wie Digitalisierung auseinander. Gleichzeitig spielen Sozialwissenschaften und Kommunikation eine Rolle. So kannst du im Anschluss beispielsweise Gespräche professionell führen, im Team arbeiten und auch in Konfliktsituationen angemessen reagieren.
Wie viel verdient man im dualen Studium Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes?
Während deines dualen Studiums Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes kannst du mit folgenden Vergütungen rechnen:
-
1. Studienjahr: 1.589 €
-
2. Studienjahr: 1.589 €
- 3. Studienjahr: 1.589 €
Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes Gehaltsseite.
- Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen helfen und unterstützen.
- Rechtsvorschriften verstehen und sicher anwenden.
- deinen Arbeitsbereich je nach Vorlieben und Stärken wählen.
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach dem dualen Studium Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes?
Nach deinem dualen Studium musst du fachlich nicht auf der Stelle stehen. Im öffentlichen Dienst kannst du dich auf bestimmte Verwaltungsbereiche spezialisieren, zusätzliche Qualifikationen erwerben oder dich auf Aufgaben mit mehr Verantwortung vorbereiten. Weitere Möglichkeiten findest du auch auf unserer Seite zur Weiterbildung.
Weiterbildungen
Ausbilderschein:
Mit der Ausbildereignungsprüfung weist du nach, dass du die nötigen Kenntnisse besitzt, um Auszubildende fachlich und pädagogisch zu begleiten. Du lernst unter anderem, Ausbildungen zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren. Das kann besonders interessant sein, wenn du später selbst Nachwuchskräfte in deiner Behörde betreuen möchtest. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.
Master of Public Administration:
Wenn du dich akademisch weiterqualifizieren möchtest, bietet sich zum Beispiel ein Master of Public Administration an. Beim Bund gibt es hierfür sogar einen speziellen berufsbegleitenden Studiengang an der Hochschule des Bundes. Dieser bereitet gezielt auf Aufgaben im höheren nichttechnischen Verwaltungsdienst vor. Für den tatsächlichen Aufstieg gelten allerdings zusätzliche laufbahnrechtliche Voraussetzungen.
Fortbildungen im Personal- und Führungsmanagement:
Möchtest du später mehr Verantwortung übernehmen, kannst du dich beispielsweise in Mitarbeiterführung, Gesprächsführung, Konfliktmanagement oder Personalentwicklung weiterbilden. Solche Kenntnisse helfen dir vor allem dann, wenn du später ein Team oder einen eigenen Aufgabenbereich leitest.
Fachfortbildungen in Verwaltungsbereichen:
Du kannst dich außerdem gezielt auf ein Fachgebiet spezialisieren. Je nach Arbeitsplatz kommen beispielsweise Fortbildungen im Sozialrecht, Personalrecht, Haushalts- und Finanzwesen, Vergaberecht oder Datenschutz infrage. Welche Angebote für dich sinnvoll sind, hängt stark von deiner Behörde und deinem konkreten Einsatzbereich ab.
Aufstieg in den höheren Dienst:
Willst du beruflich noch eine Stufe weiter, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen in den höheren Dienst aufsteigen. Wie das genau funktioniert, richtet sich nach dem jeweiligen Dienstherrn und dessen Laufbahnrecht. Beim Bund setzt der Aufstieg über ein Hochschulstudium grundsätzlich einen Master oder gleichwertigen Abschluss sowie eine einjährige berufspraktische Einführung in der höheren Laufbahn voraus. Zusätzlich gehört ein Auswahlverfahren zum Aufstiegsweg.
Wie sind die Zukunftsaussichten als Beamter im öffentlichen Dienst?
Mit einem Job im öffentlichen Dienst hast du einen sehr krisensicheren Arbeitsplatz. Da du für den Staat arbeitest, wird es immer Aufgaben geben, die nicht einfach wegfallen können.
Zudem kämpfen auch Behörden damit, dass viele Beschäftigte der Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren in Rente oder Pension gehen. Dadurch besteht ein hoher Personalbedarf, es entstehen regelmäßig neue Stellen und auch deine Aufstiegschancen können sich verbessern.
Außerdem hast du mit einem Beruf bei einer Behörde einen Job, der nicht vollständig von KI übernommen werden kann. Die Digitalisierung spielt zwar eine immer größere Rolle und kann dich bei Routineaufgaben unterstützen, komplexe Fälle müssen aber weiterhin geprüft und Entscheidungen verantwortungsvoll getroffen werden. Gerade bei der Anwendung von Gesetzen und Rechtsvorschriften braucht es Menschen, die einen Einzelfall richtig einordnen und nachvollziehbar entscheiden können.
Zusätzlich bist du im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst sehr flexibel einsetzbar. Je nach Behörde kannst du zum Beispiel im Personalwesen, im Sozialbereich, in der Finanzverwaltung oder im Ordnungswesen arbeiten. Da deine Kenntnisse in Recht, Organisation und Verwaltung in vielen Bereichen gefragt sind, besteht die Möglichkeit, im Laufe deiner Karriere auch zwischen unterschiedlichen Fachbereichen oder Dienststellen zu wechseln.
Insgesamt sind deine Zukunftsaussichten also sehr gut: Du arbeitest in einem sicheren Berufsfeld, hast viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten und kannst dich durch Fortbildungen, Spezialisierungen oder einen Master weiterentwickeln. Das duale Studium bietet dir damit einen starken Einstieg in eine langfristige Karriere im öffentlichen Dienst.
Wie viel verdient man nach dem dualen Studium Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes?
Nach deinem dualen Studium Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 3.581 € rechnen.
Du möchtest gerne mehr erfahren?
Hier geht es zur Beamter / Beamtin des gehobenen nichttechnischen Dienstes Gehaltsseite.
Bewerbung
Worauf muss ich bei der Bewerbung als Beamter im gehobenen Dienst achten?
Du möchtest deinen Weg in den öffentlichen Dienst finden und eine Büromaus mit umfangreichem Wissen werden? Für eine erfolgreiche Bewerbung und einen guten Eindruck solltest du folgende Dinge berücksichtigen:
Personaler greifen als erstes zu deinem Lebenslauf. Er sollte deine wichtigsten Informationen und bisherigen Meilensteine enthalten. Dieser ist also dein Aushängeschild und sollte somit übersichtlich und ansprechend gestaltet sein. Achte hierbei darauf, dass du deine neusten Erfahrungen oben auflistest und deine älteren darunter folgen lässt.
In deinem Anschreiben präsentierst du dich für die entsprechende Stelle. Du belegst deine Qualitäten, welche du in deinem Lebenslauf unter anderem bereits genannt hast. Diese verbindest du dann mit dem Anforderungsprofil der Stelle und zeigst so, wieso ausgerechnet du diesen Ausbildungsplatz bekommen solltest.
In den Anlagen hinterlegst du jegliche Nachweise, die du in deinem Lebenslauf erwähnt hast. Dazu gehören Nachweise deiner Leistungen, wie dein letztes Zeugnis, Sprachzertifikate oder weitere Bescheinigungen.
Je nach Geschmack kannst du deine Bewerbung mit einem Deckblatt abrunden. So ist es dir möglich, deine Bewerbung in einem einheitlichen Design darzustellen und optisch aufzuwerten. Dein Deckblatt sollte ein Bewerbungsfoto, deine persönlichen Daten und den dualen Studienplatz, auf den du dich bewirbst, enthalten.
Deine Bewerbung verschickst du dann je nach Anforderung des Betriebs. Das kann zum Beispiel per E-Mail oder Online-Formular sein. Papierbewerbungen sind nicht mehr üblich.
Bei Online-Bewerbungen musst du die Dokumente in der Regel einzeln hochladen. Für E-Mail-Bewerbungen fasst du die Dokumente in einer PDF-Datei zusammen, bevor du sie verschickst. Hierfür gibt es kostenfreie Tools im Internet.
Achte auf die Anordnung: 1. Deckblatt, 2. Anschreiben, 3. Lebenslauf, 4. Anlagen.
Wichtig ist, dass du jede Bewerbung individuell an den Betrieb, bei dem du dich bewirbst, anpasst. An deinen Anlagen und deinem Lebenslauf musst du in der Regel keine Änderungen vornehmen. Das Deckblatt und das Anschreiben solltest du jeder Stelle anpassen.
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Über Behörde informieren:
Schau dir vor dem Vorstellungsgespräch genau an, bei welchem Dienstherrn du dich bewirbst. Welche Aufgaben übernimmt die Behörde? Welche Ämter oder Fachbereiche gibt es? So kannst du im Gespräch viel konkreter erklären, warum du dich gerade dort für das duale Studium interessierst. Hierzu werden auch häufig Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt, wie zum Beispiel: „Wer ist aktuell unsere Bürgermeisterin/Landrätin und welcher Partei gehört sie an?“ oder „Wie viele Bürgerinnen und Bürger hat unser Kreis?“. -
Bereite dich auf den Einstellungstest vor:
Bei vielen Behörden gehört ein Auswahl- oder Einstellungstest zum Bewerbungsverfahren. Dabei können zum Beispiel Deutsch, Mathematik, logisches Denken, Allgemeinwissen oder Konzentrationsaufgaben abgefragt werden. Übe solche Aufgaben vorher, damit du weißt, was dich erwartet. -
Zeig, dass du verantwortungsbewusst und kommunikativ bist:
Im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst arbeitest du mit Gesetzen, triffst Entscheidungen und hast je nach Einsatzbereich Kontakt mit Bürgern oder anderen Stellen. Überlege dir deshalb Beispiele aus Schule, Praktika, Nebenjobs oder Ehrenamt, mit denen du zeigen kannst, dass du zuverlässig arbeitest, Informationen schnell verstehst und gut mit anderen kommunizieren kannst.
Was ziehe ich zum Bewerbungsgespräch an?
Im öffentlichen Dienst wirst du später eher schickere Kleidung in deinem Arbeitsalltag tragen. Das bedeutet aber nicht, dass du im Anzug oder Etuikleid zu deinem Bewerbungsgespräch erscheinen musst. Üblich ist der Business-Casual-Look.
Für Männer bietet sich eine schickere Hose, wie eine Chino oder eine Bundfaltenhose, an. Als Oberteil eignet sich ein Polo-Shirt, ein Hemd oder ein schickerer Strickpulli.
Für Frauen wären ebenfalls eine Bundfaltenhose oder Stoffhose möglich. Dazu eine schöne Bluse oder ein schlichtes Oberteil mit einem Blazer.
Das duale Studium passt gut zu dir, wenn ...
- ... du gerne mit Gesetzen, Regeln und klaren Strukturen arbeitest
- ... du sorgfältig arbeitest und gerne Verantwortung übernimmst
- ... du dich mündlich und schriftlich gut ausdrücken kannst
Das duale Studium passt weniger zu dir, wenn ...
- ... du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest
- ... du mit Gesetzen, Vorschriften und festen Abläufen gar nichts anfangen kannst
- ... du möglichst wenig schreiben, dokumentieren oder organisieren möchtest
Womit beschäftigst du dich im Fach Bescheidtechnik?
Im Fach Bescheidtechnik lernst du, wie ein Bescheid aufgebaut ist und wie du selbst einen schreiben kannst.
Welcher Bereich gehört typischerweise zu den wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten eines Verwaltungsstudiums?
Die Fächer Rechnungswesen und öffentliches Finanzmanagement beinhalten wirtschaftswissenschaftliche Themen.
Was bedeutet es, wenn du in der Verwaltung die Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsakts prüfst?
Eine Rechtmäßigkeitsprüfung bedeutet, dass du kontrollierst, ob ein Verwaltungsakt korrekt erlassen wurde.
Ergebnis
Frage(n) richtig - Vielleicht passt ein anderer Beruf noch besser zu dir. Finde jetzt den passenden Beruf für dich.
Fragen richtig - Es sieht so aus, als würde der Beruf gut zu dir passen. Finde jetzt den passenden Studienplatz für dich.
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