Das Deckblatt – eine optionale erste Seite

Ein Deckblatt ist kein Muss, sondern eine gute Möglichkeit, deine Bewerbungsunterlagen persönlicher zu gestalten. Es gehört also nicht zwingend in deine Bewerbung. Mit einem ansprechenden Deckblatt kannst du dir jedoch einen Vorteil verschaffen und hinterlässt sofort einen positiven ersten Eindruck bei Personalern. Diese erhalten so alle wichtigen Informationen auf den ersten Blick.

Wir geben dir ein paar effektive Tipps und zeigen dir Beispielvorlagen, die du für deine eigene Bewerbung als Inspiration nutzen kannst. Denke aber daran, diese nicht einfach zu kopieren – ein individuelles Deckblatt hebt dich schließlich von anderen Bewerbern ab!

Solltest du dich für ein Deckblatt entscheiden, richtet sich die Anordnung nach der Art der Bewerbung:

  • Bewerbung per Post: Solltest du deine Bewerbung per Post verschicken, heftest du das Deckblatt an den Anfang deiner Bewerbungsmappe. Das Anschreiben liegt lose auf der Mappe. Das Deckblatt ebnet anschließend den Weg in die restlichen Unterlagen wie deinen Lebenslauf und die Anlagen.
  • Online-Bewerbung: Bei einer E-Mail-Bewerbung oder einem Online-Formular ist das Deckblatt die erste Seite deiner Bewerbungsunterlagen, die du im Optimalfall alle gebündelt als PDF-Datei verschickst. Danach folgen Anschreiben, Lebenslauf und deine Anlagen.

Das gehört auf dein Deckblatt

Stellenbezeichnung

Diese übernimmst du aus der Stellenanzeige. Wähle dabei ruhig eine große Schriftart. So sticht die Bezeichnung heraus und der Personaler sieht mit einem Blick, für welche Stelle du dich bewirbst. Achte aber darauf, die Schriftart auch für den Rest deiner Bewerbung beizubehalten und nicht im Verlauf zu wechseln.

Referenznummer oder Kennziffer

Wenn angegeben, solltest du diese auf jeden Fall nennen. Sie erleichtert dem Personaler die Zuordnung deiner Bewerbung, denn häufig sind mehrere Stellen zu besetzen.

Angaben zum Unternehmen

Hier reicht der Firmenname des potenziellen Arbeitgebers aus. Achte aber auf die korrekte Formulierung der Zusatzinformationen, wie GmbH oder AG.

Persönliche Daten

Deine persönlichen Daten und Kontaktdaten darfst du natürlich nicht vergessen. Hierzu gehören Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Kontrolliere genau, ob du deine Informationen richtig angibst, damit dich das Unternehmen auch per Post oder telefonisch erreichen kann. Tipp: Achte darauf, eine professionelle E-Mail-Adresse zu hinterlegen, die am besten deinen Namen beinhaltet. Fantasievolle E-Mail-Adressen wirken unseriös.

Bewerbungsfoto

Wenn du ein Deckblatt verwendest, solltest du dein Bewerbungsfoto auch darauf platzieren. Das Foto darf ruhig etwas größer (6,5 x 10 cm) ausfallen, damit es zum Eye-Catcher deines Deckblatts wird. Wenn du dich für das Foto auf dem Deckblatt entscheidest, solltest du es nicht mehr auf den Lebenslauf setzen. Tipp: Nimm bei deinem Bewerbungsfoto ruhig etwas mehr Geld in die Hand und gehe zu einem professionellen Fotografen. Dieser macht dir ein Bild, mit dem du garantiert einen positiven Eindruck hinterlässt.

Die Gestaltung deines Deckblatts

Bei der Gestaltung und dem Aufbau deines Deckblatts existieren im Gegensatz zu den anderen Bewerbungsdokumenten keine Vorlagen, Designs oder vorgeschriebene Muster wie die DIN-Norm 5008. Du kannst also kreativ werden und dem Deckblatt deine persönliche Note verleihen. Zwar gibt es Word-Vorlagen, diese solltest du jedoch nur zur Orientierung nutzen und nicht einfach kopieren.

Beachte dabei, in welchem Beruf du deine Ausbildung beginnen möchtest. Zum Beispiel kannst du in einer Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle zum Mediengestalter erfinderisch werden, da Kreativität in diesem Beruf eine zentrale Rolle spielt. Anders ist es bei einem angehenden Bankkaufmann. Hier ist ein schlichtes und klar strukturiertes Deckblatt erfolgsversprechender.

Tipps für dein Deckblatt

  • Beziehe bei der Gestaltung deines Deckblatts die Farben des Unternehmens ein. Bei AUBI-plus wären es zum Beispiel Grün, Rot oder Petrol. Du kannst dir beispielsweise das Logo des Unternehmens herunterladen und die Farben über ein Programm kopieren. Damit signalisierst du den Personalern, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast und hebst so deine Bewerbungsunterlagen von anderen ab. Achtung: Das Firmenlogo selbst solltest du besser nicht verwenden, da Logos in der Regel dem Urheberrecht unterliegen und du dieses sonst verletzen würdest.
  • Mit gestalterischen Elementen, wie Linien oder Balken, kannst du dein Deckblatt dezent verschönern. Wenn du solche Elemente verwendest, müssen diese auch auf den anderen Bewerbungsunterlagen wiederzufinden sein, sodass die Gestaltung einheitlich ist. Leider gibt es viele Bewerberinnen und Bewerber, die ein gutaussehendes Deckblatt oder einen ansprechenden Lebenslauf haben, das Design jedoch nicht beibehalten. So etwas kann dazu führen, dass es deine Bewerbung nicht in die engere Auswahl schafft.
  • Achte darauf, dass du nur eine Schriftart und nicht mehr als zwei unterschiedliche Schriftgrößen verwendest. So verhinderst du ein optisches Chaos. Hier ist die Devise: Weniger ist mehr!

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Anschreiben

Das Anschreiben ist das Herz deiner Bewerbung. In diesem zeigst du dem Personaler, warum du der perfekte Bewerber bist und was dich so besonders macht. Es zeigt deine Motivation für den Beruf. Du stellst mit dem Anschreiben einen persönlichen Bezug zu deinem zukünftigen Arbeitgeber her. Der Personaler erfährt dadurch, wie sehr du dich für die Stelle begeisterst.

Lebenslauf

Gefragt sind deine Fähigkeiten und Lebensstationen! Zeige dem Personaler, was du alles schon gemacht hast und welche Erfahrungen du bereits sammeln konntest. Achte aber besonders auf die Struktur und den Inhalt deines Lebenslaufs. Nicht jedes Praktikum ist für deinen Wunschberuf relevant.

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