Wie werde ich Informatikkaufmann?

Du bist…

  • gut in den Schulfächern Mathematik, Informatik, Wirtschaft, Deutsch und Englisch?
  • service- und kundenorientiert?
  • IT-interessiert?
  • selbständig und sorgfältig in deiner Arbeitsweise?

Du hast…
- Spaß an Beratungsaufgaben?
- Interesse an Hard- und Softwarekomponenten?
- Lust auf analytisch-methodische Fehlerbehebungen?
- Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen?

Als Voraussetzung für diese Ausbildung setzen die meisten Betriebe eine Fach- oder Allgemeine Hochschulreife oder einen sehr guten Realschulabschluss voraus. Rechtlich gibt es jedoch keine entsprechenden Richtlinien. Teste unseren Berufsscout und finde jetzt gleich heraus, ob du wirklich der Richtige für diesen Job bist!

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Informatikkaufmann?

Als Informatikkaufmann ermittelst du die IT-Bedarfe deines Ausbildungsbetriebes, organisierst die entsprechenden Systeme und erarbeitest die dazugehörigen Softwarebeschreibungen für die Anwender. Neben der Verwaltung all dieser hauseigenen IT-Systeme schreibst du auch eigene Hilfsprogramme, die den Anwendern den Arbeitsalltag erleichtern sollen. Selbstverständlich kommt es zeitweise auch vor, dass du Anwenderschulungen durchführst. Sobald die Computer deiner Kollegen streiken, bist du der Retter in der Not und sorgst für eine schnelle Fehlerbehebung. Hältst du nicht gerade eine Schulung in einem Konferenzraum ab, so verbringst du sehr viel Zeit mit deinem Haupt-Arbeitswerkzeug – dem PC. Auch datenschutzrechtliche Angelegenheiten fallen in deinen Aufgabenbereich. Insbesondere dieses Thema hat in den letzten Jahren immer mehr an Wichtigkeit gewonnen, da es im Zweifelsfall sehr hohe Kosten für ein Unternehmen verursachen kann, sofern die Bestimmungen und Gesetzte diesbezüglich nicht richtig eingehalten werden. Bereits vor Beginn deiner Ausbildung solltest du dich ausgiebig für Computer interessieren und dich schon ein bisschen mit dem Programmieren auskennen. Begriffe wie „Linus“, „Pinguin“ und „C++“ solltest du also auf jeden Fall schon einmal gehört haben und zudem solltest du über eine ausgesprochen gute Kommunikationsfähigkeit verfügen. Auch deine Englischkenntnisse sollten in diesem Zusammenhang solide sein, denn oft spielt sich die Verständigung in der Programmiersprache auch in Englisch ab.

Inhalte der Ausbildung

Deine Ausbildung zum Informatikkaufmann dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt nach dem dualen System. Neben der schulischen Ausbildung, die an ein bis zwei Tagen in der Woche oder im Blockunterricht stattfindet, bist du die übrige Zeit in deinem Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Dort wirst du die Kenntnisse, die du in der Berufsschule erlernt hast, an realen Projekten und Aufgaben anwenden. Somit erhältst du neben der Theorie auch den praktischen Bezug im Berufsalltag. Zudem solltest du dich immer auf dem Laufenden halten, wenn es um die marktgängigen Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik geht. Einsatzbereiche, Leistungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit eines Systems sind ausschlaggebende Faktoren, die bei einer Anschaffung berücksichtigt werden müssen. Natürlich lernst du in diesem Zusammenhang auch, wie man den Bedarf von diesen Dingen im Unternehmen ermittelt, Angebote einholt und wie man sie miteinander vergleicht. Ebenso wirst du auch in Bezug auf die schnelle Fehlererkennung und –behebung geschult. Ein Teil deiner Ausbildung setzt sich zudem auch mit dem Entwickeln von Datenstrukturen und Datenbanken auseinander. Außerdem wirst du lernen, wie du Anwender in die Bedienung und Nutzung der unterschiedlichen Soft- und Hardwarekomponenten einweist.

Schulische Ausbildungsinhalte

Während deiner schulischen Ausbildung werden dir sowohl die kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Grundlagen, als auch der informationstechnische Schwerpunkt vermittelt und im ersten Lehrjahr werden dir bereits die gängigen Programmiertechniken beigebracht. Der kaufmännische Bereich beinhaltet zunächst die betrieblichen Geschäftsprozesse und die Organisationsformen von Unternehmen im Allgemeinen. Da ein großer Teil der Programmiersprache auf Englisch stattfindet, hast du auch fachbezogenes Englisch in der Berufsschule, wo du die gängigen Begrifflichkeiten lernen wirst. Im zweiten Ausbildungsjahr wird der Stoff aus dem ersten Jahr noch einmal etwas vertieft, bevor neue Inhalte, wie zum Beispiel das Vernetzen von IT-Systemen oder Rechnungswesen und Controlling, hinzukommen. Etwa in der Mitte dieses Ausbildungsjahres wirst du dann bereits die Zwischenprüfung ablegen, auf die du selbstverständlich in der Berufsschule vorbereitet wirst. Das dritte Lehrjahr baut abermals mit Vertiefungen des Stoffes aus den ersten beiden Ausbildungsjahren auf und enthält als zusätzlichen Stoff nur noch das ganzheitliche Betreuen von IT-und Netzwerk-Systemen. Da dies ein sehr umfangreiches Themengebiet darstellt, wird es in diesem Jahr so ausführlich gelehrt. Nun steht als letzte Hürde zur vollausgebildeten Fachkraft nur noch die Abschlussprüfung bevor. Auch dafür trifft die Berufsschule natürlich entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Während deiner Ausbildung im Betrieb wirst du dein theoretisches Wissen an realen Fallbeispielen anwenden und somit bei der Bewältigung von realen Projekten aktiv mithelfen. Hierbei arbeitest du in der Regel permanent in einem Team, was darauf angewiesen ist, dass es sich auf dich verlassen kann. Solche Projekte sind zum Beispiel, dass ein neues Buchhaltungsprogramm eingeführt werden soll. Zunächst musst du also erst einmal die Anforderungen der Abteilung prüfen und analysieren, danach kannst du gezielt bei den unterschiedlichen Lieferanten die Angebote anfragen. Auch der anschließende Preisvergleich und eine Kosten-Nutzen-Analyse werden von dir bearbeitet. Sofern alle Punkte die Anforderungen erfüllen, wird das passende Produkt auch von dir bestellt. Ist die Software endlich angekommen, bist du ebenso dafür verantwortlich, dass sie in der entsprechenden Abteilung installiert wird. Anschließend schulst du die Kollegen auf dem neuen Programm und stehst ihnen für Fragen zu Verfügung. Unabhängig von solchen Projekten stehst du deinen Kollegen natürlich auch während ihres normalen Tagesgeschäfts mit Problemlösungen zur Seite. Technische Störungen sind keine Seltenheit und manchmal ist nicht nur der Computer daran schuld, sondern auch der Anwender. Speziell für solche Fälle solltest du sehr geduldig mit deinen Kollegen sein.

Ablauf der Ausbildung

Da Englisch ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil deiner Ausbildung ist, besteht für dich die Möglichkeit, dass du bereits während deiner Ausbildung eine zusätzliche Englisch-Qualifikation erwirbst. Unter dem Thema “Doing Business in the English-Speaking World” des European College of Business Management in London, kannst du an einem dreiwöchigen Intensivseminar teilnehmen und deine Englischkenntnisse somit erweitern.
Neben der Zusatzqualifikation hast du auch die Möglichkeit deine Ausbildung zu verkürzen. Dabei ist jedoch nicht nur deine Vorbildung entscheidend, sondern auch deine Leistungen in der Berufsschule bzw. in der Zwischenprüfung. Kannst du zum Beispiel bereits zu Beginn deiner Ausbildung die Fach- oder Allgemeine Hochschulreife vorweisen, so besteht durchaus die Möglichkeit bereits vorab die Ausbildungsdauer auf zweieinhalb Jahre vertraglich zu vereinbaren. Weist dann auch noch deine Zwischenprüfung exzellente Noten auf und sowohl die Berufsschule, als auch dein Ausbildungsbetrieb sind der Meinung, dass der Unterrichtsstoff kein Problem für dich ist, kannst du deine Ausbildung um ein weiteres halbes Jahr verkürzen. Im Idealfall dauert deine Ausbildung dann also nur noch zwei Jahre. Diese Vorgehensweise sollte jedoch nicht unterschätzt werden, denn sie fordert ein hohes Maß an Lernbereitschaft und Disziplin von dir.

Wie gut passt der Beruf Informatikkaufmann zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne tüfteln möchtest, ist der Beruf Informatikkaufmann genau der richtige für dich.

Wenn du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Analytisches Denken

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