Wie werde ich Geomatiker / Geomatikerin?

Du bist unbesiegbar bei Stadt, Land, Fluss und Geocaching ist kein Fremdbegriff für dich? Sicherlich hast du schon einmal ein Navigationssystem oder eine Landkarte (wenn auch per App) genutzt. All diese Daten sind auf die Arbeit des Geomatikers zurückzuführen. Wenn du dich für Geografie interessierst, gerne Projekte umsetzt und dazu auch noch technikaffin bist, ist eine Ausbildung als Geomatiker oder Geomatikerin genau die richtige Wahl für dich.

Für die Ausbildung zum Geomatiker solltest du folgende Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen:

  • Interesse an Geografie, Mathematik und Technik
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Gestalterische und analytische Fähigkeiten
  • Genauigkeit und Sorgfalt

Wenn du dich mit diesen Eigenschaften identifizieren kannst, ist die Ausbildung zum Geomatiker eine gute Entscheidung. Falls du dir nicht sicher bist, mach doch einfach unseren Berufs-Check. So kannst du schnell herausfinden, ob du mit deiner Wahl richtig liegst oder welche Berufe für dich in Frage kommen.

Schulische Voraussetzungen

Wenn du eine Ausbildung zum Geomatiker oder zur Geomatikerin starten möchtest, solltest du neben deinen persönlichen Fähigkeiten und Interessen auch gewisse schulische Voraussetzungen mitbringen.
Mit einem erfolgreich abgeschlossenen Realschulabschluss hast du gute Karten, um einen Ausbildungsplatz zum Geomatiker zu bekommen. Auch Abiturienten werden gerne eingestellt. Wenn du einen guten Hauptschulabschluss hast, hast du eine Chance auf eine Einstellung, wenn du mit einer guten Bewerbung punktest und dich im Bewerbungsgespräch von deiner besten Seite zeigst. Zudem solltest du dich für Mathematik und Geografie interessieren und in diesen Fächern gute Noten mitbringen.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 950 EUR

Was macht ein Geomatiker / Geomatikerin?

Deine Aufgaben als Geomatiker im Überblick

  • Beschaffen und Erfassen von Geodaten: Als Geomatiker oder Geomatikerin beschaffst du anhand von Vermessungstechniken Geodaten, die du später computergestützt verarbeitest und im Anschluss visualisierst.
  • Verarbeitung und Aufbereitung der Geodaten in unterschiedlichen Formaten: Nachdem du Geodaten gesammelt hast, werden diese im Anschluss verarbeitet. Am Computer visualisierst du die Daten mit speziellen Programmen. Daraus entstehen Grafiken, Daten oder auch Animationen. So werden zum Beispiel Landkarten und auch die animierten Karten für ein Navigationssystem entwickelt.
  • Kundenberatung: Neben der Aufbereitung der Daten bist du als Geomatiker auch in der Kundenberatung tätig. Zu deinen Kunden gehören vor allem Behörden und auch Industrieunternehmen.

Deine Aufgaben als Geomatiker im Detail

Als Geomatiker oder Geomatikerin bist du hauptsächlich mit der Beschaffung und Erfassung neuer Daten beschäftigt. Der Beruf Geomatiker kommt dem Vermessungstechniker sehr nahe.

Beschaffen und Erfassen von Geodaten

Ein wichtiger Grundpfeiler in der Ausbildung zum Geomatiker ist zunächst das Beschaffen und Aufbereiten von Geodaten. Um diese zu ermitteln, bist du oft in der freien Natur unterwegs und verwendest verschiedene Messinstrumente. Technik sollte daher kein Fremdwort für dich sein. Möglicherweise sammelst du auch Luftaufnahmen. Hier kommt es immer drauf an, in welchem Unternehmen und in welchem Bereich du deine Ausbildung machst. Nicht jeder Geomatiker ist in der Luft unterwegs. Aber keine Sorge, wie du die Daten richtig misst und welche Techniken es gibt, lernst du natürlich von vornherein.
Im Anschluss verwertest du deine Vermessungsergebnisse oder auch Luftaufnahmen. Unter Umständen musst du deine Daten nicht selbst beschaffen, sondern erhältst sie von verschiedenen Anbietern.

Verarbeitung und Aufbereitung der Geodaten in unterschiedlichen Formaten

Nachdem du genug Geodaten gesammelt und die korrekten Vermessungsergebnisse vorliegen hast, geht es nun an die Verarbeitung. Hierbei ist deine technikbegeistere Seite gefragt: mithilfe von speziellen Anwendungsprogrammen verwertest du deine Daten zu Grafiken, Landkarten oder auch Animationen, die später zum Beispiel in ein Navigationssystem eingespielt werden.
Neben der Erstellung einer klassischen Landkarte fertigst du als Geomatiker auch 3D-Modelle von Erdschichten und Geländeoberflächen an.
Eine weitere Aufgabe ist es, bereits bestehende Daten zu überprüfen und gegebenenfalls veraltete Darstellungen zu aktualisieren und sie mit neuen statistischen Informationen oder Texten zu versehen. So hältst du alles auf dem Laufenden und aktuell. Wichtig ist, dass du dich dabei an Vorgaben und Richtlinien hältst. Welche das genau sind und was du alles beachten musst, lernst du unter anderem in der Berufsschule und auch in deinem Betrieb.

Kundenberatung

Neben der Datenbeschaffung und Aufbereitung, ist auch deine kommunikative Seite gefragt, denn zusätzlich ist die Kundenberatung ist ein wichtiges Aufgabenfeld des Geomatikers. Je nachdem in welchem Betrieb oder Bereich du arbeitest, setzt du deine Kenntnisse ein und bearbeitest Kundenwünsche.
Geomatiker und Geomatikerinnen arbeiten häufig in Behörden des Vermessungswesens oder großen Industrieunternehmen, wo Kundenkontakt unumgänglich ist. Wenn du also aufgeschlossen und kommunikativ bist, ist dies eine gute Voraussetzung, um dich mit den Kunden auszutauschen und deren Wünsche umzusetzen. Wichtig ist, dass du hier mit großer Sorgfalt arbeitest, da du die aufbereiteten Daten an deine Kunden weitergibst.

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Gut zu wissen...
  • Die ersten Navigationssysteme wurden zu Beginn des zweiten Weltkriegs entwickelt und dienten zunächst als Erleichterung bei der Navigation von Kampfflugzeugen.
  • Es gibt über 200 verschiedene Varianten der Weltkarte.
  • Geocaching ist ein beliebtes Teamspiel, eine Art Schnitzeljagd oder Schatzsuche auf Basis von GPS-Daten.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Während deiner Ausbildung besuchst du regelmäßig die Berufsschule. Hier erlernst du allgemeine sowie berufsbezogene Lerninhalte, die auf deine Ausbildung zum Geomatiker abgestimmt sind. Die Fächer Geografie und Mathematik sind besonders wichtig. Sie bilden eine gute Grundlage für die Ausbildung im Betrieb. Im Fach Geodatenerhebung werden dir theoretische Grundlagen zum Sammeln und Aufbereiten von Daten vermittelt. Dies wirst du auch später regelmäßig in deinem Betrieb einsetzen. Du lernst, wie du Präsentationen von Geodaten gestaltest und visualisierst.
Zudem erlernst du auch, wie du richtig mit Kunden umgehst und welche Prozesse dahinterstecken.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In deinem Ausbildungsbetrieb kannst du dann deine erlernten Kenntnisse aus der Schule umsetzen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei das Beschaffen und Erfassen von Geodaten. Wie du dort am besten vorgehst und welche Techniken es gibt, wird dir dein Ausbilder natürlich zunächst beibringen. Die Theorie hast du bereits in der Schule kennengelernt. So kannst du Schritt für Schritt Daten erfassen, auswerten und im Anschluss darstellen. Das Präsentieren steht auch auf dem Programm. Dabei sind deine Sorgfalt und Genauigkeit gefragt, da die Daten exakt verarbeitet werden müssen.
Zudem wirkst du in der Kundenbetreuung mit: du berätst und informierst Kunden über aktuelle Stände und setzt auch Ihre Wünsche um. Arbeitest du für eine Behörde, gehört der Kundenkontakt zum alltäglichen Geschäft. Auch hier musst du sehr genau arbeiten, damit die Kundenaufträge passend umgesetzt werden. Du richtest dich bei deiner Arbeit stets nach den relevanten Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

Hilfreiche Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
  • Arbeitsgenauigkeit

Wie gut passt der Beruf Geomatiker / Geomatikerin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Geomatiker / Geomatikerin genau der richtige für dich.
Wenn du nicht viel unterwegs sein möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
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