Wie werde ich Bauwerksabdichter?

Den geborenen Bauwerksabdichter gibt es wohl nicht, jedoch gibt es einige Einegschaften, die in dem Beruf von Vorteil wären. Als angehender Bauwerksabdichter bzw. angehende Bauwerksabdichterin solltest du... 

  • sorgfältig und genau arbeiten 
  • handwerkliches Geschick besitzen 
  • technisches Verständnis mitbringen
  • schwindelfrei sein 
  • in guter körperlicher Konstitution sein
  • teamfähig sein 
  • gerne bei Wind und Wetter arbeiten

Trifft diese Beschreibung auf dich zu? Dann könnte die Ausbildung zum Bauwerksabdichter genau das Richtige für dich sein. Welche Berufe sonst noch zu dir passen, kannst du in unserem Berufsscout testen

Schulische Voraussetzungen

Zwar ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Natürlich kannst du dich aber auch mit einem Realschulabschluss oder der Hochschulreife um einen Ausbildungsplatz bewerben.    

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Bauwerksabdichter?

Durch das Dach regnet es durch, der Fußboden ist aufgequollen und die Wände fangen an zu schimmeln – welch Horrorvorstellung! Dass es innerhalb der eigenen Wohnung, des Hauses oder auch am Arbeitsplatz stets trocken ist, ist für die Meisten von uns wohl selbstverständlich. Doch wie kommt es, dass Gebäude Wind und Wetter trotzen und es im Innenraum selbst bei starkem Regen, Eis und Schnee trocken bleibt? Dass es sich hierbei nicht um Magie, sondern um professionelle Handwerksarbeit handelt, wissen die Bauwerksabdichter und Bauwerksabdichterinnen. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass jegliche Flächen an und in Bauwerken vor Feuchtigkeit geschützt werden. 

Feuchtigkeit – der Feind eines jeden Gebäudes 

Wasser ist für den Menschen überlebenswichtig, für Bauwerke kann es jedoch eine Bedrohung darstellen. Sammelt sich an Gebäuden Feuchtigkeit, zum Beispiel im Keller oder an den Außenwänden, kann es anfangen zu schimmeln. Hierdurch wird die Bausubstanz stark in Mitleidenschaft gezogen und das Gebäude im schlimmsten Fall unbewohnbar. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte bereits beim Bau eines Hauses, einer Brücke oder eines Tunnels sichergestellt werden, dass alles fachgerecht abgedichtet ist. Wird bereits beim Bau exakt gearbeitet, erspart man sich zu späterem Zeitpunkt hohe Sanierungskosten. Als Bauwerksabdichter bist du daher viel auf Baustellen unterwegs – und das bei Wind und Wetter. 

Abdichtungstechniken und Werkzeuge

Deine Arbeit als Bauwerksabdichter findet manchmal in schwindelerregender Höhe statt, manchmal führt dich dein Beruf auch in die Tiefe, zum Beispiel, wenn du bei Tunnelarbeiten eingesetzt wirst. Zu deinen Aufgaben gehört es beispielsweise, Tunnel, Brücken und Straßen so abzudichten, dass kein Grundwasser ins Gemäuer eindringen kann. Außerdem versiegelst du Außenwände von Häusern, Dächern und Terrassen. Egal auf welcher Baustelle du eingesetzt wirst, zunächst schaust du dir die abzudichtenden Untergründe und Wände genau an und entscheidest dann, welche Abdichtungsmaßnahme und welches Material hierfür geeignet ist. Während deiner Ausbildung lernst du die verschiedenen Arbeitsmethoden kennen, wie zum Beispiel Fugen, Schweißen, Kleben, Putzen und Stemmen. Du stellst Schutzschichten und Beläge her und baust gegebenenfalls Dämmstoffe ein. Hierzu arbeitest du mit diversen Werkzeigen wie Gasbrennern, Bitu­menschmelzkochern, Schweißautomaten und Abreißprüfgeräten. Ganz gleich ob beim Neubau oder einer Sanierung – du überprüfst die Böden und Beläge eines jeden Bauwerks stets auf Mängel. Dies können Unregelmäßigkeiten oder feinste Rissen sein. Mit denen ist nicht zu spaßen, denn ein feiner Riss im Boden kann bereits einen großen Schaden anrichten. Solltest du Mängel feststellen, behebst du diese umgehend und dichtest alles fachgerecht ab. 

Inhalte der Ausbildung

Berufsschule und Betrieb – diese Zweiteilung deiner dualen Ausbildung soll eine optimale Ausbildung in Theorie und Praxis gewährleisten. 

Schulische Ausbildungsinhalte 

Wenn du gehofft hast, dass mit Beginn der Ausbildung deine Tage in der Schule gezählt sind, müssen wir dich leider enttäuschen. Doch keine Sorge, der Berufsschulunterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen die Woche oder im Block statt. Den Rest der Zeit verbringst du im Betrieb. Um später Längen und Flächen zu berechnen und den Baustoffbedarf zu kalkulieren, baust du in der Berufsschule deine mathematischen Kenntnisse aus. Im Technikunterricht lernst du, wie du richtig mit Werkzeugen und Baugeräten umgehst und wie diese funktionieren. Um später zu wissen, worauf du bei der Herstellung von Bewegungsfugen order bei Hilfskonstruktionen für bewegliche Wandanschlüsse achten musst, besuchst du außerdem den Physikunterricht. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte 

Im Betrieb lernst du nach und nach das praktische Handwerkszeug, das du als Bauwerksabdichter benötigst. Zu Beginn deiner Ausbildung setzt du dich mit den Sicherheitsvorschriften auseinander und lernst, wie du Gerüste und Arbeitsbühnen richtig aufbaust. Sicherheit steht für dich und deine Kollegen auf dem Bau immer an erster Stelle! Du machst dich mit deinen Arbeitswerkzeugen, z.B. Spachtel, Gasbrenner, Schmelzkocher und Betonschneidegeräte vertraut und wirst lernen, wie du mithilfe von Bitumen- oder Kunststoffdichtungsmassen Gebäude vor Feuchtigkeit schützt. Wie mischt man diese Massen an? Wie werden sie aufgetragen? Worauf musst du achten? All diese Fragen kannst du nach deiner Ausbildung im Schlaf beantworten. 

Wie gut passt der Beruf Bauwerksabdichter zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne tüfteln möchtest, ist der Beruf Bauwerksabdichter genau der richtige für dich.
Wenn du nicht in der Höhe arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Handwerkliches Geschick

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