Den Ausbildungsplatz wechseln: So gehst du vor

Der Beruf ist klasse und du möchtest deine Ausbildung gerne abschließen, aber in deinem Ausbildungsbetrieb bist du total unglücklich? Dann solltest du über einen Ausbildungsplatzwechsel nachdenken. So ein Wechsel ist allerdings nicht so ohne Weiteres möglich und muss gründlich überlegt sein.

Beginne mit der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz, solange dein Ausbildungsverhältnis bei deinem alten Ausbildungsbetrieb noch besteht. So kannst du einen nahtlosen Übergang sicherstellen. Wenn du dich aus einem bestehenden Ausbildungsverhältnis heraus bewirbst, macht das bei deiner Bewerbung einen besseren Eindruck, als wenn du zuvor von deinem Ausbildungsbetrieb gekündigt worden bist.

Hast du eine neue Ausbildungsstelle gefunden, hast du zwei Möglichkeiten, deinen Ausbildungsvertrag zu beenden:

  • Du kannst um einen Aufhebungsvertrag bitten
  • Du kannst fristlos aus wichtigem Grund kündigen

Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dein Ausbildungsbetrieb seine Pflichten verletzt und zum Beispiel gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verstößt. Du musst schriftlich und unter Angaben von Gründen kündigen. Damit du deinen Kündigungsgrund im Zweifelsfall beweisen kannst, solltest du Belege sammeln. Anhand eines Dienstplans kannst du beispielsweise belegen, dass du wiederholt Überstunden machen musstest oder dass Pausen- und Ruhezeiten nicht eingehalten worden sind. Auch dein Berichtsheft kann als Beweis dienen, wenn du wiederholt ausbildungsfremde Tätigkeiten übernehmen musstest und diese in deinem Ausbildungsnachweis notiert hast.

Achtung: Bei einer vorzeitigen Beendigung des Ausbildungsverhältnisses kann dein Ausbildungsbetrieb Schadenersatz von dir verlangen. Der Schaden, der deinem Ausbildungsbetrieb entsteht, sind beispielsweise die Kosten für die Neubesetzung deines alten Ausbildungsplatzes.

Das solltest du außerdem wissen: Auch wenn du deine Ausbildung eigentlich nur fortsetzt, bist du bei deinem neuen Ausbildungsbetrieb erst einmal wieder in der Probezeit. Diese beträgt mindestens 1 und höchstens 4 Monate.

Nicht zu verwechseln ist der Ausbildungsplatzwechsel übrigens mit einem Berufswechsel. Beim Ausbildungsplatzwechsel bleibst du in deinem Ausbildungsberuf und wechselst nur den Betrieb. Beim Berufswechsel brichst du deine bisherige Berufsausbildung ab und beginnst eine neue Ausbildung in einem anderen Beruf. Im Falle eines Berufswechsels kannst du ordentlich kündigen.

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