Krankenversicherung

Bislang warst du über die Krankenkasse deiner Eltern familienversichert. Erhältst du nun während deiner Ausbildung eine Vergütung, musst du dich selbst um eine gesetzliche Krankenversicherung kümmern. Sie ist Teil der Sozialversicherung. Hier hast du die Qual der Wahl. Wichtig ist wirklich nur, dass du dich um eine kümmerst. Im Vergleich merkst du schnell, dass alle Kassen ähnliche Angebote haben, die sich meist nur in den Details voneinander unterscheiden.

Grundsätzlich bieten die großen Krankenkassen, wie etwa die Techniker Krankenkasse, meist ein paar mehr Leistungen an. Kleinere Betriebs- und Innungskrankenkassen gleichen das Angebot jedoch mit einer persönlicheren Betreuung aus. Nach Beginn deiner Ausbildung hast du etwa 14 Tage Zeit, um dich für eine Versicherung zu entscheiden.

Eine private Krankenversicherung ist in den meisten Fällen für Azubis keine Option. Es sei denn, du erzielst während deiner Ausbildung Einnahmen aus einer nicht-versicherungspflichtigen Beschäftigung oder deine Eltern sind privat versichert.


Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder vierte Deutsche wird einmal während seiner Karriere aus den verschiedensten Gründen berufsunfähig. Du bist also nicht davor geschützt, weshalb du richtig vorsorgen solltest. Am besten funktioniert das mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Die greift dann, wenn Du gesundheitlich nicht mehr in der Lage bist, mehr als 50 Prozent deiner vorherigen Arbeitszeit zu vollbringen.

Eine Möglichkeit, wie du die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer weiteren für dich notwendigen Versicherung abschließen kannst, ist über eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung*. Du schließt dazu eine private Rentenversicherung ab und koppelst diese dann mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf diese Weise ist deine Arbeitskraft abgesichert und du legst direkt schon etwas für deinen Ruhestand zurück.

Bei der Versicherungshöhe solltest du in jedem Fall darauf achten, dass du deinen Lebensstandard in deiner Berufsunfähigkeit halten kannst. Mindestens 1000 Euro pro Monat solltest du bei Bedarf schon ausgezahlt bekommen. Dein Vorteil ist jedoch, dass deine Beiträge durch dein Alter relativ gering ausfallen werden.


Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist ein Muss für alle Auszubildenden. Sie deckt Schäden ab, die von dir versursacht werden. Wenn du noch zu Hause bei deinen Eltern wohnst, bist du bis zu einem gewissen Alter bei ihnen mitversichert. Allerdings solltest du das abklären, bevor du eine neue Versicherung abschließt. Passieren Schäden im Betrieb oder im Zusammenhang mit deiner Arbeit, greift in der Regel die Versicherung des Unternehmens.


Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird später wohl nicht reichen, um deinen Lebensstandard zu halten. Deshalb ist es wichtig, dass du dich schon früh um eine private Altersvorsorge kümmerst, um die gesetzliche Rente zu ergänzen. Das geht über verschiedene Modelle:

  • Riester-Rente
  • Rürup-Rente
  • Betriebsrente
  • Fondssparpläne
  • private Rentenversicherung
  • Immobilien

Hier hast du die Qual der Wahl. Am besten ist es wohl, wenn du dein Geld hier etwas streust und dich nicht nur auf eine Form der Absicherung verlässt.


Optionale Versicherungen

Neben den genannten wichtigen Versicherungen können sich noch zusätzliche andere Absicherungen lohnen, wenn es dein Azubigehalt erlaubt.

  • Unfallversicherung: Du bist zwar gesetzlich abgesichert, allerdings nur, wenn der Unfall in Verbindung mit deinem Job passiert.
  • Hausratversicherung: Die lohnt sich für dich nur, wenn du in einer eigenen Wohnung wohnst.
  • Kfz-Versicherung: Die hast du ohnehin, wenn du Auto fährst.
  • Risikolebensversicherung: Falls du verheiratet bist und Kinder hast, schützt du deine Familie auf diese Weise finanziell.


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