Worum es bei der Arbeitsmarktfähigkeit geht

Das Konzept, das hinter Arbeitsmarktfähigkeit steht (im englischen Sprachgebrauch auch Employability genannt), ist kein neues; die Grundüberlegungen sind sogar schon viele Jahre alt. Sie gehen zurück auf die Erkenntnis, dass der Arbeitsmarkt sich im Vergleich zu dem, den deine Eltern und Großeltern noch kannten, stark verändert und dies auch weiterhin tun wird. Ein Hauptgrund dafür ist der technologische Wandel, der in manchen Bereichen zu schwerwiegenden Veränderungen führt: Viele Aufgaben können inzwischen von wenigen Fachleuten mit Hilfe von Maschinen erledigt werden. Statt die Handgriffe selbst auszuführen, geht es vorrangig darum, die Technik zu kontrollieren. Die eine Berufsausbildung, die zu dem einen Job führt, den du dann bis ins Rentenalter verfolgen wirst, gibt es nicht mehr.

Dieser Wandel erfordert Kompetenzen, die über die bisher erlernten hinausgehen und deswegen bedeutet Employability – zumindest zum Teil – die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens, was nicht nur eine Forderung an die Arbeitnehmer allein darstellt. Gefordert sind in diesem Zusammenhang genauso die Arbeitgeber, die durch die Bereitstellung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten dafür sorgen können, ihre Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand der Dinge zu halten – nur auf diese Weise kann langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden.

Employability ist jedoch ein ganzheitliches Konzept, in dem es nicht ausschließlich darum geht, dein berufliches Fachwissen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Auch deine überfachlichen Kompetenzen spielen eine Rolle, wie „arbeitsmarktfähig“ du bist. Dies hat auch mit der Wahrnehmung seitens der Arbeitgeber zu tun, die bei der Auswahl ihrer Azubis und Mitarbeiter zwar sehr wohl darauf achten, dass diese den gestellten Aufgaben gewachsen sind. Personaler und Ausbilder haben aber auch – und das in zunehmendem Maße – einen Blick auf deine Sozial- und Methodenkompetenzen sowie auf deine persönlichen Einstellungen. Insofern ist dein komplettes Kompetenzbild entscheidend. 


Wie du langfristig auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich bist

Als Auszubildender bzw. Arbeitnehmer musst du dir regelmäßig bewusst darüber werden, wie der Arbeitsmarkt funktioniert und wie du selber dastehst. Dazu gehören vor allem Aspekte wie

  • die Entwicklungen und Veränderungen in deinem Arbeits- und Berufsfeld sowie
  • die Entwicklung deiner Persönlichkeit, deiner Ziele und Wünsche.

Anhand von Fragen kannst du deinen persönlichen Standort bestimmen und gezielt daran arbeiten, offene Punkte oder unerreichte Ziele in die Tat umzusetzen – ganz abgesehen davon, dass sie dir dabei helfen werden, überhaupt konkrete Vorstellungen zu entwickeln. Dazu könntest du dich beispielsweise immer wieder fragen:

  • Was bin ich für ein Mensch?
  • Wo stehe ich im Leben – und wie bin ich dorthin gekommen?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was kann ich, was möchte ich gerne noch dazu lernen und wie kann ich mich als Persönlichkeit weiterentwickeln?
  • Wie gut bin ich vernetzt?
  • Wie soll mein zukünftiger Berufs- und Lebensalltag aussehen?

Nach dieser Standortbestimmung wirst du schnell ein Gefühl dafür entwickeln, welche Lücken du bei deinem Fachwissen noch schließen musst und bei welchen Schlüsselqualifikationen du dich noch verbessern kannst. Auch lesenswert: Employabiliy – fit für den Arbeitsmarkt ein Leben lang.

Folgendes könnte dich auch interessieren


Employability – fit für den Arbeitsmarkt ein Leben lang

In der deutschen Übersetzung verbirgt sich hinter dem Begriff „Employability“ die sogenannte Arbeitsmarktfähigkeit. Jetzt könntest du dich fragen, inwieweit dich das überhaupt betrifft, immerhin erlernst du doch alle Fähigkeiten, die für das Berufsleben relevant sind, während deiner Ausbildung? Das ist nur zum Teil richtig. Was außer deinem beruflichen Fachwissen noch eine Rolle spielt, stellen wir dir heute vor.

Einrichtungstipps für Studenten

Egal ob Studienanfänger oder fortgeschrittener Student: Für die eigene Wohnung oder das WG-Zimmer wünschen sich die meisten Studis zwei Eigenschaften, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen: Günstig und schick. Dass diese beiden Kriterien keine Widersprüche sein müssen, zeigt dir dieser Artikel und gibt dir wertvolle Tipps und Tricks, wie du dich preiswert und modern einrichten kannst.

Stadt, Land, Ausbildung – der Ausbildungsort als entscheidender Faktor

Die Schule neigt sich dem Ende zu und du hast noch keine richtige Idee, was du werden willst? Dafür weißt du aber ganz genau wo du in Zukunft leben willst? Damit bist du nicht alleine: Viele suchen sich heute ihren Beruf nach einer zukünftigen Lebensvorstellung aus, statt sich gezielt eine Ausbildung zu einem bestimmten Beruf zu suchen. Denn tatsächlich führen viele Wege zum gewünschten Job und nicht jeder Weg ist von vornherein klar zu benennen. Aber auch mit einem örtlich gebundenen Ziel vor Augen kannst du einiges tun, um die Berufswahl einfacher zu machen.

Nach oben