Sprachbasiertes Banking mit großem Wachstumspotenzial

Der Markt für Sprachassistenten entwickelt sich derzeit rapide: Nach Schätzungen der Consumer Technology Association (CTA) sollen 2018 alleine in den USA rund 43,6 Millionen intelligente Lautsprecher verkauft werden. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 60 Prozent. Auch in Deutschland steigen die Verkäufe stark an – dazu kommt die Nutzung der Assistenten auf Smartphones. Bei der Nutzung dieser Assistenten für Bankgeschäfte sieht die Finanz Informatik in den nächsten Jahren ein großes Wachstumspotenzial.

„Vor wenigen Jahren war es unvorstellbar, dass die Menschen ihre Bankgeschäfte mobil am Smartphone machen würden – heute sind die früh angebotenen S-Apps der Sparkassen klare Marktführer in Deutschland. Ähnliches wird beim Voice-Banking passieren: Eine WhatsApp-Sprachnachricht senden oder das Navi im Auto per Sprache steuern – Sprache ist für uns das bevorzugte Medium, wenn es einfach und schnell gehen soll. Daher ist der Zugang zum Konto per Sprache eine sinnvolle Ergänzung und in der Zukunft wird Conversational Banking ganz normal für uns alle sein“, so Andreas Schelling, in der Geschäftsführung der Finanz Informatik verantwortlich für die Entwicklung neuer Anwendungen.


Datenschutz und -sicherheit im Fokus

Die neue Sparkasse Banking-Action erfüllt hohe Anforderungen an den Datenschutz und die Sicherheit der Kontodaten. Der Kunde richtet die Banking-Action über die Internet-Filiale seiner Sparkasse ein. Dort kann er auch den Funktionsumfang einstellen, jederzeit anpassen und seine Voice-PIN einrichten, die aus vier bis sechzehn Zeichen bestehen kann. Gegenüber dem Google Assistant wird der Kunde mit dem Standardverfahren O-Auth 2.0 authentifiziert. Die gesamte Kommunikation mit dem Sprachassistenten findet verschlüsselt statt. Dieser kommuniziert über eine gesicherte Verbindung mit dem Online-Banking der Sparkasse. Die Daten des Kunden bleiben im Online-Banking der Sparkasse und werden nicht an Google weitergegeben. Es werden beim Voice-Banking nur die Infos weitergegeben, die für die Bearbeitung des Auftrags notwendig sind und keine vollständigen Kontoinformationen.

 

Systemvoraussetzungen

Damit Sparkassenkunden den Google Assistant für ihr Online-Banking nutzen können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  •  Das Konto des Kunden ist für das Online-Banking seiner Sparkasse freigeschaltet.
  • Der Kunde verfügt über ein Google-Konto.
  • Er besitzt einen Google Home-Sprachassistenten (beispielsweise Google Home, Google Home Mini) oder nutzt Google Assistant auf Smartphones.
  • Er hat die Sparkasse Banking-Action mit der Google Home-App verknüpft.

Die Verknüpfung und Freischaltung der Banking-Action wird in diesem Video anschaulich erklärt.

 

Conversational-Banking wird kontinuierlich ausgebaut

Mit dem neuen Angebot kann erstmalig im deutschen Markt ein Kunde über Google-Home per Sprache auf seine Sparkassenkonten zugreifen. Für dieses so genannte Conversational Banking hat die Finanz Informatik eine Plattform im Gesamtbanksystem OSPlus bereitgestellt, um die Sprache sukzessive in weitere Anwendungen und Systeme für den Endkunden zu integrieren. Zum Start sind folgende Funktionen in der Banking-Action verfügbar: Kontostandsabfragen zu Einzelkonten, Abfrage des Gesamt-Finanzstatus und Abfrage von Umsätzen beziehungsweise Ein- und Ausgaben über verschiedene Zeiträume. Die Abfrage des ePostfach oder eines Depots sowie signaturfreie Überweisungen und weitere banknahe Funktionen werden in einer nächsten Ausbaustufe folgen.

Quellen:

  1. www.f-i.de (abgerufen am 05.4.2018)

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