AUBI-plus GmbH Freitag, 13. Oktober 2017 2 Minuten Lesezeit

Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement studieren

Am 13. Oktober ist der internationale Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen. Dieser Tag soll aufzeigen, wie wir Menschen Überschwemmungen, Tornados, Erdbeben und andere Katastrophen verringern können. Passend hierzu stellen wir euch heute den Studiengang Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement vor.

Du hilfst Menschen, die durch eine Katastrophe in Not geraten sind
Du hilfst Menschen, die durch eine Katastrophe in Not geraten sind© 15299 | Pixabay Public Domain

Seit 1975 sind mehr als 2,2 Millionen Menschen aufgrund von Naturkatastrophen gestorben. Um diese Zahl zu senken, wurde der Studiengang Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement (KaVoMa) ins Leben gerufen. Dieser verfolgt das Ziel, Studierende auf Katastrophen vorzubereiten. Als Absolvent bist du in der Lage, Situationen richtig einzuschätzen und weißt genau, wann du wie handeln musst.

 

Allgemeines:

Das Studium dauert je nach Hochschule fünf bis sechs Semester und schließt mit dem Master of Science ab. Teilweise wird der Abschluss auch „Master of Disaster Management and Risk Governance“ genannt. In der Regel wird das Studium berufsbegleitend absolviert. Start ist das Wintersemester jeden Jahres.

 

Voraussetzungen:

Der Studiengang ist ein nicht-konsekutiver Master. Das bedeutet, dass die Inhalte des Masters nicht auf einen speziellen Bachelorstudiengang aufbauen. Als Zulassungsvorrausetzung für den KaVoMa-Studiengang  brauchst du ein abgeschlossenes Erststudium, welches mindestens sechs Semester gedauert hat. In welchem Fach du deinen Bachelor hast, spielt keine Rolle.

Geeignete Studiengänge sind beispielsweise:

  • Rettungsingenieurwesen
  • Sicherheit und Gefahrenabwehr
  • Internationale Not- und Katastrophenhilfe

 Eine weitere Voraussetzung ist eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in diesem Bereich.

 

Inhalte des Studiums:

Zu Beginn des Studiums bekommst du einen Überblick über den Ablauf und diverse Begriffe. Weiterhin erfährst du etwas über naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen sowie Methoden. Nachdem die Basis vermittelt wurde, gehen u. a. folgende Themen weiter in die Tiefe:

  • Risikoanalyse und Risikokommunikation
  • Maßnahmen zur Vorsorge
  • Medizinische und psychologische Vorsorge
  • Umgang mit speziellen Risiken (z. B. Hochwassermanagement)

Zum Ende des Studiums steht das Projektseminar „Krisen und Sicherheitsmanagement“ an. Anschließend folgt die Masterarbeit. Im Laufe des Studiums musst du auch ein Praktikum machen. Wann du dieses absolvierst, ist dir selbst überlassen.

 

Wo kann ich studieren?

Das Studium wird an verschiedenen Hochschulen in ganz Deutschland angeboten. Dazu gehören u. a. die Universität Siegen sowie die Universität Bonn.

 

Berufschancen:

Mit dem Master in Katastrophenvorsorge und -management hast du verschiedene Möglichkeiten, in das Berufsleben einzusteigen. So kannst du zum Beispiel in staatlichen Organisationen, in Firmen, Forschungseinrichtungen oder der Regierung eine Anstellung finden. Egal wo du in den Beruf einsteigst, handelt es sich meist um eine projektbezogene Arbeit. Um diese auszuführen, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du arbeitest im Büro und koordinierst die Hilfe von dort aus, oder aber du bist in den Katastrophengebieten im Einsatz und hilfst vor Ort.

 

Wie du siehst, bietet der Studiengang Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement nicht nur ein interessantes Studium, sondern auch einen spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsalltag!

Quellen:

  1. Alumniportal Deutschland (abgerufen am 28.9.2017)
  2. kavoma (abgerufen am 28.9.2017)
  3. Universität Siegen (abgerufen am 28.9.2017)
  4. Kleiner Kalender (abgerufen am 28.9.2017)