Das richtige Mindset sorgt für Selbstbewusstsein

Bewerben ist eine Sache. Was nach den Bewerbungsunterlagen kommt, ist meist etwas ganz Anderes: Das Vorstellungsgespräch. Wenn der Redefluss ins Stocken gerät, kann eine peinliche bis unangenehm beklemmende Situation entstehen. Ein häufiger Grund: Das falsche Mindset. Hierbei geht es schlicht und ergreifend um dein Selbstbewusstsein. Bauch rein, Brust raus – eine Phrase, die hier ganz gut passt. Damit du mit einem stimmigen Mindset ins Vorstellungsgespräch gehst, hilft eine gute Vorbereitung.

Was kannst du dem Arbeitgeber an Potenzial bieten? Wie gut kennst du dich mit dem Unternehmen aus? Zusätzlich solltest du dich auch selbst kennen. Nimmst du vorher deine eigene Persönlichkeit etwas genauer unter die Lupe, kannst du daraus gegebenenfalls Vorteile ziehen. Wenn du an diesem Punkt deine Hausaufgaben machst, hältst du die passenden Trümpfe in der Hand. Diese zum richtigen Zeitpunkt ausgespielt, lassen das Vorstellungsgespräch auf Augenhöhe stattfinden.


Eigene Stärken und auch Schwächen kennen

"Warum sind Sie für die Stelle besonders geeignet?" "Beschreiben Sie Ihre Schwächen!" Zwei Fragen, die in Bewerbungsgesprächen regelmäßig für Schweißausbrüche sorgen. Wenn du dich auf diesen Moment vorbereitest, kannst du diese Hürde sicher meistern. Allerdings haben in den letzten Jahren auch Recruiter dazugelernt und verpacken die Suche nach Ecken und Kanten schon lange nicht mehr so plump. Zu den Angriffspunkten gehören beispielsweise Karriereknicks oder Lücken im Lebenslauf. Ein offensiver Umgang kann hier schnell Pluspunkte bringen. Gut zu wissen: Viele vermeintliche Makel im Werdegang haben auch ihre positive Seite. So kommt eine Staufenbiel-Umfrage zu dem Ergebnis, dass ein Abschluss in Regelstudienzeit für viele Personaler eine eher untergeordnete Rolle spielt; viel wichtiger dagegen seien Praxiserfahrungen. 

Geht es um den Wunschjob, darf niemand schon im Vorfeld von einer glänzenden Karriere träumen. Zuerst solltest du deine persönliche Situation realistisch einschätzen. Soll heißen: Wo kannst du andere Bewerber ausstechen und wo hast du Schwächen? Diese Stärken-Schwächen-Analyse gehört zu den wichtigsten Vorbereitungen auf das Vorstellungsgespräch. Diese Analyse solltest du nicht erst kurz vor dem Einstellungsgespräch angehen. 


Kompromissbereitschaft

Du hast sicher eine klare Vorstellung davon, wie viel du arbeiten möchtest und wie viel Verantwortung du übernehmen willst. Und vermutlich hast du dir auch schon über deine Verdienstmöglichkeiten Gedanken gemacht. In der Praxis sind die Rahmenbedingungen für den Wunschjob leider nicht immer deckungsgleich mit deinen Wünschen und Vorstellungen, die du ins Vorstellungsgespräch mitbringst. So kann es immer wieder Reibungspunkte geben, an denen der Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages noch scheitern kann.

Bei der Bewerbung um deinen Traumjob solltest du deshalb mit einer gewissen Kompromissbereitschaft vorgehen. Willst du nahe der elterlichen Wohnung beruflich durchstarten, kannst du unter Umständen Abstriche beim Gehalt machen. Dasselbe gilt für Aspekte wie:

  • Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld)
  • Mehrarbeitsregelungen
  • Zusatzleistungen wie die Übernahme der Kita-Gebühren

Auch Flexibilität und ein gutes Team sind für Bewerber interessante Bestandteile des Gesamtpaketes. Weiterhin bewerten Bewerber in Umfragen auch die Aufstiegschancen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtig. Aber: Für den Wunschjob Kompromisse einzugehen hat auch Grenzen. Gerade wenn du bereits Berufserfahrung sammeln konntest (Praktika, Praxissemester, etc.) oder vielleicht schon Personalverantwortung vorweisen kannst, wirst du dir mit einer Rolle als Sachbearbeiter schwertun. Fazit: Die Gemengelage aus den Aufgaben, die du erfüllen sollst, den Leistungen des Arbeitgebers und den weiteren Rahmenbedingungen im neuen Job muss für dich passen.

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