Wie werde ich Fahrradmonteur?

Bist du...

  • handwerklich geschickt?
  • verantwortungsbewusst?
  • kundenorientiert?
  • sorgfältig?

Hast du...

  • ein gutes Technisches Verständnis?
  • eine Leidenschaft für Fahrräder?
  • ein freundliches Auftreten?

Dann bist du bestens gerüstet für deine Ausbildung zum Fahrradmonteur. Du bist dir nicht sicher, ob der Beruf wirklich das Richtige für dich ist? Mach den Test in unserem Berufsscout und finde es heraus.

Schulische Voraussetzungen

Du solltest mindestens einen Hauptschulabschluss haben.  

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

2 Jahr(e)

Was macht ein Fahrradmonteur?

Wusstest du, dass man die Stadt Münster in Westfalen auch die Fahrradstadt nennt? Dort gibt es ungefähr doppelt so viele Fahrräder wie Einwohner. Egal, ob man sie nun Drahtesel, Leeze, Velo oder Bike nennt – du liebst Fahrräder und möchtest deine Leidenschaft gerne zum Beruf machen? Dann ist die Ausbildung zum Fahrradmonteur wie für dich gemacht!

Die Geburtsstunde eines neuen Fahrrads

In deinem Beruf dreht sich alles rund um das Fahrrad – du baust neue Fahrräder zusammen und reparierst und wartest alte oder kaputte Räder. Wenn du morgens in die Werkstatt deines Zweiradbetriebes kommst, warten schon die ersten Aufträge auf dich. Ein Kunde wünscht sich ein Fahrrad ganz nach seinen individuellen Vorstellungen und du setzt diese in die Wirklichkeit um. Du ziehst dir deine Arbeitshandschuhe an, suchst die Bauteile zusammen und machst dich an die Arbeit. Du baust alle benötigten Einzelteile fachmännisch zusammen, Rahmen, Räder, Tretlager, Schalt- und Bremssysteme und so weiter. Als Fahrradmonteur weißt du genau, mit welchem Teil du anfängst und wie du alle anderen daran montierst. Ist das Fahrrad zusammengebaut, wartet auch schon die nächste Aufgabe für dich.

Aus alt mach neu

Ein Kunde bringt sein altes Fahrrad zu dir in die Werkstatt, die Kette ist gerissen, die Schaltung funktioniert nicht mehr, Bremsen und Licht sind kaputt, die Reifen platt. Du demontierst die defekten Einzelteile und ersetzt sie durch Neue. Manchmal braucht es dazu ganz schön Muskelkraft, denn die ein oder andere Schraube kann schon mal ziemlich fest sitzen. Du kontrollierst, ob die Reifen einfach nur zu wenig Luft haben, ober ob die Schläuche kaputt sind. Defekte Schläuche ersetzt du durch Neue und montierst die Reifen wieder am Fahrrad. Du sorgst dafür, dass genügend Luft im Reifen ist und kontrollierst dies mithilfe von Druckmessgeräten. Hast du ein bestimmtes Einzelteil nicht mehr auf Lager, bestellst du es nach oder stellst es an der Werkstattdrehbank oder der Fräsmaschine selbst her. Neben Reparaturarbeiten bist du auch für die Wartung von Fahrrädern zuständig. Du fettest und ölst beispielsweise die verschiedenen Lager und die Kette und richtest verzogene Schutzbleche.

Kundenberatung

Neben der Tätigkeit in der Werkstatt ist auch die Kundenberatung Teil deiner Arbeit. Hierfür legst du Schraubschlüssel und Co. mal zur Seite. Egal, ob das erste Fahrrad für ein kleines Kind oder ein Rennrad für einen Profisportler, du gehst auf jeden Kunden individuell ein und findest mit ihm gemeinsam das für ihn am besten geeignete Fahrrad. Mountainbike, Hollandrad, Rennrad, Kinderrad oder E-Bike, du kennst die unterschiedlichen Fahrradtypen wie deine Westentasche und kannst deine Kunden professionell beraten. 

Inhalte der Ausbildung

Es handelt sich um eine duale Ausbildung. Du verbringst deine Ausbildungszeit sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. 

Schulische Ausbildungsinhalte

Der Berufsschulunterricht findet an ein bis zwei Tagen die Woche oder als Blockunterricht statt. Du bekommst in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen für deinen Beruf beigebracht. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Mathe und Sozialkunde besuchst du beispielsweise den Technikunterricht, in dem du den Umgang mit Handwerkzeugen wie Schraubenschlüssel, Kantschlüsseln und Spezialwerkzeugen kennenlernst. Diese brauchst du, um später Fahrradbauteile justieren und montieren zu können. Im Physikunterricht bekommst du ein Verständnis für mechanische Vorgänge und elektrische Systeme am Fahrrad. Hierdurch lernst du, wie Schaltsysteme funktionieren und worauf du bei der Montage von Beleuchtungen und Elektromotoren zu achten hast.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb setzt du dich mit dem Warten, Prüfen und Einstellen von Fahrradsystemen und dem Montieren und Demontieren von Fahrradbauteilen, -baugruppen und –systemen auseinander. Du lernst deinen Ausbildungsbetrieb kennen, machst dich mit dem Aufbau der Werkstatt und den verschiedenen Werkzeugen vertraut. Dir wird beigebacht, wie du Montage- und Betriebsanleitungen, Schalt- und Funktionspläne und Herstellerangaben liest, damit bei der Montage nichts schief gehen kann. Du wirst zunächst mit kleineren Aufgaben anfangen, wie dem Auswechseln eines defekten Fahrradschlauches und nach und nach an alle anderen Aufgaben herangeführt. Du lernst alles rund um das Thema Fahrradtechnik: Bremssysteme, Antriebssysteme, Beleuchtungssysteme, Zubehör- und Zusatzeinrichtungen – schon bald kannst du sie alle herstellen und fachgerecht montieren. Du kontrollierst Fahrräder auf Mängel und Verschleiß und ersetzt defekte Bauteile. Dir wird genau gezeigt, worauf du bei der Wartung von Rädern achten musst und wie du sie durchführst. Auch den Umgang mit Kunden wirst du immer wieder üben, bis du ein echter Profi geworden bist. 

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Fahrradmonteur dauert zwei Jahre. Wenn du ein weiteres Jahr obendraufsattelst, kannst du den Abschluss "Zweiradmechatroniker (m/w)" erreichen.

Wie gut passt der Beruf Fahrradmonteur zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Fahrradmonteur genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

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