Wie werde ich Drogist?

Hast du
  • Interesse an Naturwissenschaften?
  • einen Faible für Ordnung und Spaß am Organisieren und Planen?
  • ein Verkaufs- und Beratungstalent?
  • einen guten mündlichen Ausdruck?
  • ein selbstbewusstes und vertrauensvolles Auftreten?
Bist du
  • freundlich und geduldig mit Kunden?
  • gern mit Menschen zusammen und arbeitest gern im Team?
  • bereit, viel im Stehen zu arbeiten?
  • interessiert an wirtschaftlichen Themen?
  • zuverlässig?
Mach doch mal den Test, um zu sehen, ob du den Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Drogisten gerecht wirst.

Die meisten Bewerber, die für eine Ausbildung zum Drogisten eingestellt werden, haben einen Realschulabschluss. Du kannst dich aber selbstverständlich auch mit einem Hauptschulabschluss oder mit Fachabitur oder Abitur bewerben. Letztendlich ist es wichtig, dass du mit deiner Bewerbung und im Gespräch überzeugen kannst.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Drogist?

Dein möglicher Arbeitstag als Drogist

Es ist 7 Uhr – dein Tag beginnt. Du hast heute die Frühschicht und bereitest alles für den Tag vor. Um 7.30 Uhr soll die neue Ware geliefert werden. Vorher bereitest du im Lagerraum alles vor. In welche Regale sollen die Produkte einsortiert werden? Welche Produkte und wie viele davon können direkt in die Regale des Verkaufsraums einsortiert werden? Und welche Produkte möchtest du an zusätzlichen Orten im Laden drapieren, um sie besser in Szene zu setzen? Als die Ware ankommt, nimmst du sie im Empfang und beginnst mit dem Auspacken. Deine Kollegen kommen dazu, um dir zu helfen, denn es gibt allerhand wegzuräumen. Jeder ist für seine Abteilung zuständig. Während dein Bereich Kosmetik und Gesundheit umfasst, sind deine Kollegen für die Bereiche Ernährung, Pflanzen- und Umweltschutz, chemisch-technische Waren (z.B. Wasch- und Putzmittel) und Fotoprodukte verantwortlich. Mithilfe von Warenscannern liest du die Produkte anhand von Barcode oder Produktnummer ein. Am Computer im Büro wird das Gerät angeschlossen und die Daten in das System übernommen. Anhand dieser Datenbank kannst du  jederzeit den Warenbestand kontrollieren,  neue Ware bestellen und zum Beispiel Zahlungstermine überwachen.

Um 8 Uhr wird der Laden geöffnet und es kommen auch schon die ersten Kunden, die sich das Angebot der Woche sichern wollen – ein neues Kosmetikprodukt ist auf dem Markt und wird bei euch heute in Probiergrößen zu einem vergünstigten Preis verkauft. Es ist daher nicht nur im Regal zu finden, sondern wird zusätzlich mit einem Aufsteller im Verkaufsraum umworben. Eine Kundin interessiert sich bereits dafür und erkundigt sich nach Inhalts- und Zusatzstoffen.  Du erklärst ihr, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, das für jeden Hauttyp geeignet ist. Bei der Farbwahl würdest du allerdings bei ihrer Haut- und Haarfarbe einen dunkleren Ton empfehlen. Ein anderer Kunde möchte wissen, ob du ihm eine Salbe gegen Juckreiz empfehlen kannst.  Du stellst ihm verschiedene Produkte vor und informierst ihn über Anwendung und Inhaltsstoffe. In der zweiten Hälfte deines Arbeitstages hast du Dienst an der Kasse. Auch dort stehst du den Kunden zur Verfügung, wenn sie Fragen haben und hinterlässt mit deiner freundlichen Art einen guten Eindruck.

Dein Arbeitstag ist bereits zu Ende, da du heute die Frühschicht übernommen hast. Deine Kollegen stellen sicher, dass der Laden ordentlich und sauber hinterlassen wird. Sie prüfen den Kassenbericht am Ende des Tages und geben wenn nötig neue Bestellungen auf. Anschließend werden noch die Dienstpläne für die nächste Woche besprochen.

Inhalte der Ausbildung

Die duale Ausbildung zum Drogisten besteht aus einem schulischen und einem betrieblichen Teil.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du in Wirtschaftslehre Grundlagen des Einzelhandels in Beziehung mit der Gesamtwirtschaft kennen. Auch Rechnungswesen und Buchhaltung gehören dazu. Die Warenkunde vermittelt dir das Wissen über die verschiedenen Produkte, die in einer Drogerie verkauft werden. Um diese am besten vermarkten zu können, wirst du dich mit Verkaufsstrategien und Marketingmaßnahmen auseinandersetzen. Außerdem spielen die Fächer Chemie und Biologie eine große Rolle, da du besonders im Zusammenhang mit Arzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln und Kosmetikprodukten die verschiedenen Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen kennen solltest. Bestimmte Chemikalien müssen außerdem gesondert gelagert werden. Auch diese Vorschriften wirst du lernen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb siehst und erlebst du, wie die Theorie in der Praxis angewendet wird. Du lernst, wie Produkte beschafft und gelagert werden, wie sie fachgerecht entsorgt werden und wie der Verkaufsraum ansprechend gestaltet wird. Wusstest du, dass die Platzierung der Waren dabei eine große Rolle spielt? Es kann zum Beispiel einen großen Unterschied machen, ob ein Produkt im Regal ganz unten, in der Mitte oder oben platziert wird. Einen wichtigen Aspekt deiner Ausbildung stellt darüber hinaus die Kundenberatung dar. Du solltest als Drogist Kompetenz ausstrahlen und einen vertrauensvollen Eindruck erwecken – warum sollte der Kunde dir sonst deine Empfehlungen abnehmen?

Diese Berufe könnten dich auch interessieren


Kaufmann im Einzelhandel

27999 freie Ausbildungsplätze

Die Kundenberatung und das Führen von Verkaufsgesprächen sind die wichtigsten Aufgaben als Kaufmann im Einzelhandel. Kaufleute im Einzelhandel verkaufen die unterschiedlichsten Konsumgüter, angefangen von Nahrungsmitteln und Getränken über Haushaltswaren und Kleidung bis hin zu Unterhaltungselektronik und Wohnbedarf.

Duale Ausbildung

Verkäufer

10167 freie Ausbildungsplätze

Als Verkäufer kontrollierst, verkaufst und präsentierst du Waren aller Art in Fachgeschäften, Supermärkten und Warenhäusern. Auch die Kundenberatung und die Auszeichnung der Waren gehören zu deinen Aufgaben.

Duale Ausbildung

Kaufmann im Groß- und Außenhandel

1681 freie Ausbildungsplätze

Kaufleute im Groß- und Außenhandel sind in allen Branchen der Wirtschaft bei Unternehmen des Handels oder der Industrie tätig. Ihre Einsatzfelder sind der Einkauf von Waren im In- und Ausland und ihr Weiterverkauf an Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungssektoren sowie das Anbieten von warenbezogenen Serviceleistungen.

Nach oben