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01.09.2022

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Beginn

01.08.2022

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Ausbildung in Luxemburg

Rund 635.000 Einwohnerinnen und Einwohner nennen diese charmante Nation ihre Heimat. Der Wirtschaft tut die Größe des Landes jedoch keinen Abbruch: Mehr als 160.000 Menschen pendeln täglich aus den umliegenden Ländern nach Luxemburg, um bei einem der ansässigen Unternehmen zu arbeiten. Einer der stärksten Wirtschaftszweige findet sich im Finanzsektor. Zahlreiche Banken und Versicherungen besitzen eine Niederlassung in Luxemburg und bieten dort ihre Finanzdienstleistungen an. Zudem sind viele Global Player aus allen Branchen in der Nation vertreten. Zusammen mit der Präsenz der Finanzdienstleister kam gleichzeitig ein Anstieg der Unternehmen, die sich auf Informations- und Kommunikationstechnologie spezialisiert haben, um die digitale Basis für die Arbeit in der Finanzbranche sicherzustellen.
Für Mädels und Jungs wie dich eröffnen sich hier also hervorragende Chancen auf eine ausgezeichnete Karriere! Denn in Luxemburg gibt es ein Ausbildungssystem, das ähnlich wie das deutsche funktioniert. Allerdings kann eine Lehre nur in den Berufsbildern absolviert werden, die in der großherzoglichen Verordnung zur beruflichen Ausbildung vermerkt sind.

Diese Möglichkeiten der Ausbildung gibt es:

  • duale Ausbildung
  • gemischte Ausbildung
  • schulische Ausbildung

Bei der dualen Ausbildung in Luxemburg lernst du den Beruf sowohl in deinem Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Der theoretische Teil wird dir an etwa ein bis drei Tagen pro Woche beigebracht. Die gemischte Ausbildung beginnt mit einem Jahr Berufsbildung an einer Sekundarschule in Luxemburg. Hast du dieses Jahr erfolgreich gemeistert, absolvierst du anschließend deine Ausbildung im dualen System. Die schulische Ausbildung findet – wie der Name schon sagt – vor allem in der Schule statt. Teil des Ausbildungsplans sind mehrere Praktika, die insgesamt zwölf Wochen dauern.

Je nachdem, welche Ausbildung du absolviert hast, erhältst du dann eins von drei Abschlusszertifikaten, die aufeinander aufbauen. Diese sind:

  • CCP: Berufsbefähigungszeugnis nach drei Jahren Ausbildung
  • DAP: Diplom über die berufliche Reife nach drei Jahren Ausbildung
  • DT: Technikerdiplom nach vier Jahren Ausbildung

Der Abschluss CCP, das sogenannte Berufsbefähigungszeugnis (auf Französisch Certificat de Capacité Professionnelle), bescheinigt dir einen sehr praktisch ausgelegten Berufsabschluss. Die Ausbildung findet hauptsächlich beim Ausbildungsbetrieb statt. Dieser Weg eignet sich für Schülerinnen und Schüler, die nicht sofort mit dem Technikerdiplom oder dem DAP beginnen können. Im Anschluss kannst du mit der Ausbildung in einem Beruf bis zum DAP weitermachen. Willst du lieber direkt in die Arbeitswelt einsteigen, hast du nach zwei Jahren in deinem Beruf Anspruch auf den vorgeschriebenen, qualifizierten Mindestlohn.
Das Diplom über die berufliche Reife (DAP), auf Französisch Diplôme d'Aptitude Profesionnelle, bescheinigt dir deinen Abschluss als qualifizierte Fachkraft in einem gewerblichen oder handwerklichen Beruf. Die Praxis erhältst du entweder als Azubi oder als Praktikant. Als Praktikant muss dein Praktikum mindestens drei Monate andauern. Die entsprechende Ausbildung erhältst du sowohl bei deinem Arbeitgeber als auch in der Berufsschule. Anschließend geht es für dich entweder in der Oberstufe weiter oder du beginnst die Weiterbildung zum Meister oder du erwirbst das Technikerdiplom. Nach dieser Lehre haben Mädels und Jungs bereits den Anspruch auf den qualifizierten Mindestlohn in Luxemburg.
Das Technikerdiplom (DT), auf Französisch Diplôme de technicien, ist eine vierjährige, theoretisch ausgerichtete Ausbildung, die an der Berufsschule stattfindet. Du erwirbst berufliche Praxis im Rahmen von Praktika, die du während deiner Lehrzeit absolvieren musst. Im Anschluss an diese Ausbildung steigst du entweder in deinen Beruf ein oder vertiefst an einer technischen Hochschule deine Fachkenntnisse. Dafür musst du jedoch die Vorbereitungsmodule für das Hochschulstudium abgeschlossen haben.

Besonderheiten

Jede Ausbildung besteht aus mehreren Leistungseinheiten, die wiederum in Module aufgeteilt sind. Die Lernphasen der Schülerinnen und Schüler thematisieren somit keine Fächer. Die Basismodule sind Pflicht. Sie müssen im folgenden Semester wiederholt werden, falls du sie nicht bestehst. Die Zusatzmodule sind ebenfalls feste Pflichtbestandteile deiner Lehre. Die optionalen und vorbereitenden Module belegst du in Ergänzung zu deinem Stundenplan, du musst diese aber nicht absolvieren.

Ausbildungsvergütung

Auch in Luxemburg wird dir eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Die sogenannte Ausbildungsentschädigung ist berufsspezifisch. Beim CCP steigt dein Gehalt jedes Jahr zum 1. September, sofern du das Lehrjahr bestanden hast. Das DAP erhöht die Vergütung, wenn du die Zwischenprüfung erfolgreich bestanden hast, generell zum 1. April nach Erhalt des Briefs von der Handwerkskammer. Solltest du die Zwischenprüfung nicht bestehen, bleibt das Gehalt gleich.

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Ø Azubi-Gehalt in Luxemburg & Umgebung

Deutschland

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Ausbildungsbetriebe in Luxemburg

Leben in Luxemburg © Juan Moyano | Canva

Leben in Luxemburg

Von Luxemburg lässt sich definitiv behaupten: „Klein, aber oho.“ Gerade mal 12 von 105 Gemeinden haben einen Stadtstatus. Das bedeutet jedoch nicht, dass hier nichts los ist! Sowohl in den einzelnen Gemeinden als auch in der Hauptstadt Luxemburg-Stadt geht es das ganze Jahr lang rund. Am 22. und 23. Juni ist Nationalfeiertag in Luxemburg. Neben einem Großfeuerwerk und einem Fackelzug sind auch eine Militärparade und 21 Kanonenschüsse zu Ehren des Großherzogs Teil der Veranstaltung.
Aber bereits im Winter wird gefeiert. Beim „Buergenfest“ werden am ersten Sonntag nach Karneval in jeder Gemeinde riesige Scheiterhaufen angezündet, die den Winter vertreiben sollen. Die größte Kirmes in Luxemburg, Schueberfouer genannt, findet im Sommer statt und erhält alljährlich etwa zwei Millionen Besucher. Mehrere Achterbahnen, Attraktionen für Groß und Klein sowie Imbissbuden und Getränkestände kreieren eine unvergleichliche Atmosphäre. Wer hier nicht war, war nicht in Luxemburg!

Luxemburg ist Einwandererland. Der Ausländeranteil liegt bei fast 50 %. Dies schlägt sich auch in der kulinarischen Welt nieder, denn die luxemburgische Küche ist äußert vielfältig. Unter den Gerichten finden sich unter anderem deftige Spezialitäten: „Judd mat Gaardebounen“ bezeichnet ein Gericht aus geräuchertem Schweinenacken mit dicken Bohnen, „Kniddelen“ sind Knödel, die aus Mehl, Wasser, Eier und Salz bestehen. Beim Karneval ist ein kleines Gebäck, das mit Puderzucker bestreut ist und „Verwurrelter“ genannt wird, nicht mehr wegzudenken. Ein Klassiker, der sich auch in der deutschen Küche wiederfindet, sind die „Gromperekichelcher“ – Kartoffelpuffer, die mit Salz und Apfelmus gegessen werden.
Die Luxemburgerinnen und Luxemburger sind darüber hinaus für den Weinanbau am luxemburgischen Teil der Mosel bekannt. Auch die Bierbrauerei hat Tradition. Die zahlreichen Bierspezialitäten erfreuen sich in Luxemburg großer Beliebtheit.

Landschaftlich gehört Luxemburg zu den Perlen Europas. Die Mosel, welche die Grenze zu Deutschland bildet, und ihr Nebenfluss die Sauer ziehen sich durch die kleine Nation. Im Norden des Landes liegen die Ardennen, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern „das Ösling“ genannt werden. Dort ist auch ein Großteil der vielfältigen Tierwelt beheimatet. Ein Ausflug zu Fuß oder mit dem Rad ist nur zu empfehlen. Mehrere künstlich angelegte Seen bieten dir erfrischende Freizeitaktivitäten wie Stand-up-Paddling, Treetboot fahren, Schwimmen und Kanufahren.

Fakten über Luxemburg
  • Luxemburg hat drei Amtssprachen: Luxemburgisch, Französisch und Deutsch.
  • „9-6-3, Luxemburg sprang aus dem Ei.“ Im Jahr 963 ließ Siegfried, Graf der Ardennen, seinen Stammsitz auf dem Bockfelsen errichten. Darum wurde dann die Stadt Luxemburg gebaut.
  • Häufig sieht man auch die französische Schreibweise „Luxembourg“.

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