Elektronisch statt postalisch

Die Zeiten haben sich geändert: Waren zu Ihrer Zeit vermutlich noch Bewerbungsmappen gefragt, die per Post verschickt wurden, geht der derzeitige Trend zur Online-Bewerbung. Einer jüngsten Befragung zufolge bevorzugen 68 % der Personalverantwortlichen die Bewerbung über ein Online-Formular. 24 % präferieren die Bewerbung per E-Mail und nur noch 4 % der Personaler setzen weiterhin auf papierbasierte Bewerbungsmappen.

(Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/223909/umfrage/praeferierte-formate-der-bewerbungen-durch-unternehmen/)

E-Mail-Bewerbung

Der Klassiker unter den Online-Bewerbungen. Wie der Name vielleicht schon verrät, schickst du deine gesammelten Unterlagen per E-Mail an deinen zukünftigen Arbeitgeber und fasst im E-Mail-Fenster alle wichtigen Informationen zu deiner Bewerbung zusammen. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Co. speicherst du als PDF ab, fügst sie zu einer Datei zusammen und verschickst diese im Anhang deiner E-Mail. Wir haben Tipps und weitere Informationen, die du bei einer Bewerbung per E-Mail beachten solltest.

Online-Formular

Die Bewerbung per Online-Formular ist ähnlich wie die Bewerbung per E-Mail. Doch statt in einer E-Mail deine Dokumente zu speichern und zu versenden, füllst du ein Bewerbungsformular aus. Diese Art der Online-Bewerbung ist häufig auf die Unternehmen zugeschnitten. Das kann dir zum einen zeigen, worauf das Unternehmen bei einem Bewerber Wert legt und zum anderen deine Bewerbung klarer strukturieren. Welche Sachen du allerdings beachten solltest, wie zum Beispiel beim Abschicken deines Anschreibens, möchten wir dir anhand von Tipps zeigen.

Videobewerbung

Eine Bewerbung per Video? Richtig gelesen! Sei innovativ und hebe dich von der Masse ab. Wenn du der Typ dafür bist, kannst du mit einem Video ausgewählte Fragen visuell beantworten und sparst dir das Schreiben von bestimmten Dokumenten.

Bewerbungsunterlagen im Wandel der Zeit

Auch wenn die Bewerbung heutzutage elektronisch statt postalisch versendet wird, hat sich an den Inhalten wenig geändert: Anschreiben und Lebenslauf gehören zu jeder Bewerbung dazu. Achtung: War es früher noch üblich, Angaben zu Eltern, Geschwistern und der Konfession zu machen, verzichtet man heute darauf. Ausnahme: Bewirbt sich Ihr Kind bei einem sog. Tendenzbetrieb, beispielsweise bei einer Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft, gehört die Konfession mit in den Lebenslauf.

Ein weiterer Unterschied zu Ihrer Zeit: Der Lebenslauf wird nicht ausführlich als Fließtext, sondern in tabellarischer Form geschrieben. Üblich ist, Anschreiben und Lebenslauf am Computer zu tippen. Sollte eine handschriftliche Bewerbung gewünscht sein, steht dies explizit in der Stellenausschreibung. Welche Unterlagen sonst noch verlangt werden, können Sie ebenfalls der Stellenausschreibung entnehmen. In der Regel sind dies das letzte Schulzeugnis sowie Praktikumsnachweise. Generell gilt für die Auswahl der Anlagen: Weniger ist mehr! Wenn Ihr Kind also voller Enthusiasmus die Ehrenurkunde der letzten Bundesjugendspiele beilegen will, sollten Sie ihm dies ausreden.

Deckblatt

Ein gelungenes Deckblatt ist der Blickfang deiner Bewerbungsunterlagen und rundet diese ab. Du musst allerdings nicht zwingend ein Deckblatt verwenden. Mit einem individuell gestalteten Deckblatt kannst du dich aber von anderen Bewerbern abheben und den Personaler zusätzlich beeindrucken. Wir haben dir die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Anschreiben

Das Anschreiben ist das Herz deiner Bewerbung. In diesem zeigst du dem Personaler, warum du der perfekte Bewerber bist und was dich so besonders macht. Es zeigt deine Motivation für den Beruf. Du stellst mit dem Anschreiben einen persönlichen Bezug zu deinem zukünftigen Arbeitgeber her. Der Personaler erfährt dadurch, wie sehr du dich für die Stelle begeisterst.

Lebenslauf

Gefragt sind deine Fähigkeiten und Lebensstationen! Zeige dem Personaler, was du alles schon gemacht hast und welche Erfahrungen du bereits sammeln konntest. Achte aber besonders auf die Struktur und den Inhalt deines Lebenslaufs. Nicht jedes Praktikum ist für deinen Wunschberuf relevant.

Schlüsselkompetenzen

Neben dem erforderlichen Schulabschluss und ggf. Mindestnoten in ausgewählten Fächern sind in der Stellenausschreibung auch verschiedene Eigenschaften aufgeführt, die Ihr Kind als Bewerber mitbringen soll. Zu diesen sog. Soft-Skills zählen beispielsweise:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Auffassungsgabe
  • Kreativität
  • Analyse- und Problemlösungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Eigeninitiative
  • Zuverlässigkeit
  • Motivation/Leistungsbereitschaft
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Lernbereitschaft
  • Einfühlungsvermögen

Spätestens jetzt kommen die Notizen aus der Checkliste ins Spiel: Suchen Sie für die verlangten Soft-Skills nach Belegen. Auf diese kann Ihr Kind dann zurückgreifen, wenn es das Anschreiben und den Lebenslauf schreibt.

Tipp: Auch wenn es Ihnen als Eltern in den Fingern juckt, sollten nicht Sie die Bewerbung für Ihr Kind schreiben. Das muss Ihr Sohn oder Ihre Tochter schon selber machen! Halten Sie sich einfach im Hintergrund als Ansprechpartner bereit und bieten Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter an, die Bewerbung Korrektur zu lesen, bevor diese versendet wird. Achtung: Auch die Rechtschreibung hat sich in den letzten Jahren geändert. Schauen Sie bei Unsicherheiten im Duden nach! Einer unserer besonderen Services ist der Bewerbungs-Check: Unser Beratungs-Team prüft die Bewerbungsunterlagen auf Aussagekraft, Tippfehler und formale Gestaltung.

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