Gute Seiten, schlechte Seiten

Arbeit und Gesundheit beeinflussen sich gegenseitig. Ein Beispiel: Wer arbeiten geht, bewertet seinen Gesundheitszustand positiver als Menschen ohne Job. Das liegt vor allem an den positiven Effekten des Erwerbslebens – wenn du arbeitest, trägst du aktiv zu deiner Existenzsicherung bei und fühlst dich dadurch insgesamt besser, weil dein Selbstwertgefühl steigt. Dafür sorgt auch ein gutes Miteinander mit deinen Kollegen. 

Soweit die Sonnenseite des Arbeitslebens. Diese sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dich bei deiner täglichen Arbeit natürlich auch Herausforderungen erwarten: Ein neues Umfeld, neue Abläufe, neue Menschen und dazu noch ganz andere Anforderungen als zu Schulzeiten - da kann unter Umständen schon einmal Stress entstehen.

Zwischen betrieblicher Unterstützung und Eigenverantwortung

Die Betonung liegt hier ganz klar auf dem Wort „kann“, denn als Lehrling bleibst du dir natürlich nicht alleine überlassen. Nicht nur bei deinen Aufgaben, sondern auch hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken bekommst du in der Lehre Unterstützung. Schließlich musst du erst lernen, wie genau der Arbeitsschutz in deinem Lehrbetrieb geregelt ist. Dafür gibt es Sicherheitsbeauftragte und Lehrlingsbeauftragte, die dir die notwendigen Handgriffe und Vorschriften erklären und den richtigen Umgang mit Materialien und Geräten zeigen, so dass Arbeitsunfälle vermieden werden. 

Damit du langfristig als gesundes Teammitglied in der Firma mitarbeiten kannst, wird in zunehmendem Maße die betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt. Deine Gesundheit liegt nämlich nicht nur in deinem eigenen, sondern auch im Interesse deines Arbeitgebers. Das innerbetriebliche Gesundheitsmanagement soll deshalb aktiv dafür sorgen, Erkrankungen am und durch den Arbeitsplatz vorzubeugen.

Wenn du beispielsweise jeden Tag mit dem Heben schwerer Gegenstände beschäftigt bist, wirkt sich das natürlich auf deine körperliche Verfassung aus; auch das tägliche Sitzen im Büro kann irgendwann unangenehm werden - vielleicht nicht sofort, sondern erst im Laufe der Jahre. Mit der richtigen und rechtzeitigen Vorbeugung lässt sich dabei gut Abhilfe schaffen. Abgesehen davon hast du es selbst in der Hand, dich um deine Gesundheit zu kümmern und den richtigen Einklang zwischen Arbeit und Freizeit zu finden.

Je früher, desto besser

Sicher gibt es Erkrankungen, die sich erst über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln oder sich erst später bemerkbar machen. Du solltest aber keinesfalls denken, dass Krankheitserscheinungen wie Rückenschmerzen oder Herz-Kreislauf-Probleme nur deinen älteren Kollegen vorbehalten sind. Damit du erst gar nicht von solchen körperlichen Beschwerden betroffen wirst, solltest du möglichst früh mit den Gegenmaßnahmen anfangen. Denn die Folgen von zu wenig Bewegung abseits des Arbeitsplatzes (im schlimmsten Fall noch kombiniert mit falschen Bewegungsabläufen am Arbeitsplatz) und von unausgewogener Ernährung belasten nicht nur deine Gesundheit. Sie haben schlussendlich ebenso Auswirkungen auf deine Arbeit selbst, indem sie deine Leistungsfähigkeit mindern und die Unfallgefahr durch mangelnde Körperbeherrschung steigern.

Allzweckmittel Sport – aber in der richtigen Dosierung

Sport stärkt den Körper, hilft gegen Übergewicht (und zwar entweder es zu vermeiden oder eben es wieder loszuwerden) und ist bei eigentlich allen Tätigkeiten eine gute Möglichkeit, für einen Ausgleich vom Job zu sorgen. Das Resultat ist – nicht nur im Idealfall – eine stabilere Gesundheit, weniger Stress und eine verbesserte Arbeitsleistung. Es gewinnen also alle, wenn du die körperliche Aktivität im Alltag nicht zu kurz kommen lässt.

Nach einem körperlich und/oder mental anstrengenden 8-Stunden-Tag fehlt dir die Motivation, noch Sport zu treiben? Dann haben wir eine gute Nachricht für dich: Der notwendige Aufwand, den es für eine merkliche Verbesserung deiner gesundheitlichen Verfassung braucht, ist weitaus kleiner, als du wahrscheinlich annimmst, denn die grundsätzlichen Empfehlungen für sogenannte „bewegungsorientierte Gesundheitsförderungsaktivitäten“ liegen in einem zeitlich überschaubaren Rahmen:

  • 2 ½ Stunden Bewegung pro Woche, sei es in Form von Alltagsaktivitäten oder Sport bei mittlerer Intensität, sind das Minimum. Alternativ reichen 1 ¼ Stunden Sport oder Bewegung mit hoher Intensität aus.
  • Selbstverständlich kannst du auch verschiedene Kombinationen absolvieren, ohne dabei strikt zwischen den Intensitäten zu unterscheiden. Der Nutzen stellt sich dann nur anders ein, bei hoher Intensität nämlich bereits nach 10 Minuten, bei mittlerer Intensität braucht es für den gleichen gesundheitlichen Effekt 20 Minuten.
  • Im Besten Fall erledigst du dein Sportpensum aber nicht an einem einzigen Tag. Das ist zwar möglich, aber nicht sonderlich sinnvoll. Besser ist es daher, wenn du das Gesamtpensum auf mehrere Tage aufteilst und mit verschiedenen Aktivitäten ausfüllst. Möglichkeiten, eine passende Sportart ganz nach den individuellen Bedürfnissen zu finden gibt es mehr als genug. Kein unwichtiger Aspekt, immerhin sollte dir die Bewegung Spaß machen, damit du nicht gleich die Lust und damit den positiven Effekt verlierst.

Hinweis: Dauert die Bewegung mindestens 10 Minuten, kannst du sie über den Tag zusammenrechnen – so kannst du die tägliche halbe Stunde in bequemen 10-Minuten-Portionen abarbeiten. Das hat einige Vorteile, beispielsweise wirst du dir selbst gegenüber die übliche Ausrede, die Zeit für Sport sei einfach zu knapp bemessen, kaum mehr schlüssig geltend machen können. Gleichzeitig musst du aber auch kein schlechtes Gewissen haben, weil du es nicht schaffst, dich allabendlich bis zur totalen Erschöpfung auszupowern. Immerhin reichen schon kleine Einheiten aus, um am Ende einen spürbaren Effekt zu erzielen.

Aber Achtung – der kann genauso ins Gegenteil schlagen. Während wohldosierter Sport den benötigten Ausgleich zur beruflichen Belastung gewährleisten und damit für körperliches wie seelisches Wohlbefinden sorgen kann, ist ein Übermaß schädlich. Das fördert eine Überlastung nur noch weiter.

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