Wie werde ich Hörgeräteakustiker

Wenn du dich für eine Lehre als Hörgeräteakustikerin oder Hörgeräteakustiker entschieden hast, solltest du ein paar elementare Eigenschaften besitzen, welche für den Beruf unabdingbar sind:

  • Einfühlungsvermögen
  • Geduld
  • Handwerkliches Geschick
  • Ordentlichkeit

Du bist dir noch nicht sicher, ob du die erforderlichen Eigenschaften für eine Lehre als Hörgeräteakustikerin oder Hörgeräteakustiker mitbringst? Mit unserem Berufs-Check findest du in nur wenigen Minuten heraus, in welchen Berufen deine Stärken besonders gut eingesetzt werden können!

Schulische Voraussetzungen

Wenn du dich mit den oben genannten Eigenschaften gut identifizieren kannst, gibt es nur noch zwei Hürden zu meistern: Deine schulische Qualifikation und dein Alter. Die meisten Betriebe setzen einen Mittelschulabschluss voraus. Des Weiteren musst du zum Zeitpunkt deiner finalen Lehrprüfung volljährig sein. Hast du diese Voraussetzungen erfüllt, steht deinem Start in die Lehre nichts mehr im Wege


Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Mittelschulabschluss (Österreich)

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Hörgeräteakustiker

Die Aufgaben einer Hörgeräteakustikerin oder eines Hörgeräteakustikers sind detaillierter und umfangreicher, als man es sich vorstellt. Du begleitest Patientinnen und Patienten durch verschiedene Tests, misst ihre Hörvermögen, fertigst Abdrücke an und nimmst zum Schluss noch letzte Feinschliffe vor, damit das Endprodukt angenehm zu tragen und effektiv ist. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Denn am Ende des Tages verbessert du, durch deine Arbeit, die Lebensqualität von Menschen.

Deine Aufgaben als Hörgeräteakustiker auf einen Blick

  • Beratung und Präsentation: Das Vorstellen und Erklären von Geräten, gepaart mit dem Beantworten von Kundenfragen, stellt einen wichtigen Teil der Kundeninteraktion da.
  • Tests durchführen: Nur wenn man weiß, wie das Ohr aussieht, kann man das passende Hörgerät erstellen
  • Administrative und kaufmännische Tätigkeiten: Ob die Rechnung an eine Krankenkasse geht oder an eine privatversicherte Person, es bleibt eine kaufmännische Fragestellung von vielen.
  • Anpassungen nach individuellen Maßen: Es gibt kein 08/15-Ohr, somit auch kein 08/15-Hörgerät. Änderungen müssen sehr individuell durchgeführt werden.


Deine Aufgaben als Hörgeräteakustiker im Detail 

Beratung und Präsentation: Das ist das gleiche Modell, nur in blau

Du wirst genauso viel Umgang mit Menschen haben, die noch nie ein Hörgerät brauchten, wie mit Kunden, die fast täglich zur Inspektion kommen. Das bedeutet für dich, dass du mit viel Einfühlungsvermögen arbeiten musst. Manche Menschen schämen sich leider immer noch für ein Hörgerät und sind deshalb etwas verschlossener. In solchen Situationen ist nicht nur Empathie, sondern auch Geduld gefragt. Ein Beratungstermin kann deshalb etwas länger dauern.

Du präsentierst nicht nur verschiedene Farben von immergleichen Modellen. Es gibt auch Hörgeräte, die sich in kleinsten technischen Details unterscheiden. All diese Unterschiede lernst du aber in deiner Lehre, sodass du den Patientinnen und Patienten immer das beste Produkt anbieten, vorstellen und präsentieren kannst.

Tests durchführen: Tests und noch mehr Tests

Es gibt verschiedenste Tests für verschiedenste Situationen. Nur durch eine große Auswahl an Tests kann man hinterher Probleme vermeiden. Dafür braucht es aber Geduld, viel Geduld. Bevor das Hörgerät erstellt werden kann, musst du wissen, wie gut das aktuelle Hörvermögen des Patienten ist. Gibt es Schwierigkeiten bei tiefen oder hohen Frequenzen? Du findest es heraus!

Nachdem das Hörvermögen ermittelt wurde, muss ein Abdruck angefertigt werden. Dadurch bestimmst du, zusammen mit dem Patienten, die Größe des Hörgerätes. Mithilfe von einer Kunststoffmasse, die stetig weiterverarbeitet wird, wird ein Acrylabguss des Ohres erstellt. Dieser wird dann maßstabsgetreu geschliffen, sodass sie dem Empfänger bestens passt.

Wie du siehst, braucht es viel Vorarbeit, bevor es an das Schleifen geht. Ein Hörtest ist nicht mal "eben so" durchgeführt, sondern besteht aus mehreren kleineren Untersuchungen.

Administrative und kaufmännische Tätigkeiten: Geschäft bleibt Geschäft

Administration und kaufmännische Tätigkeiten sind eventuell nicht die ersten Aufgaben, an die man denkt, wenn man von einer Hörgeräteakustikerin oder einem Hörgeräteakustiker hört. Doch das Ausstellen von Rechnungen, das Ordern von neuem Equipment, die Produktion von Werbekampagnen, das Vergleichen von verschiedenen Lieferanten und logischerweise das Bestellen der Hörgeräte selbst kann alles in deinem Aufgabenfeld liegen. Als Hörgeräteakustikerin oder Hörgeräteakustiker bist du für diverse Produktionsabläufe verantwortlich. Denn ohne diese organisatorischen und kaufmännischen Leistungen kann die eigentliche medizinische Behandlung nicht stattfinden.

Anpassungen nach individuellen Maßen: Passt wie angegossen

Wie oben erwähnt, bist du dafür verantwortlich, dass ein Patient alle nötigen Tests durchläuft, damit er am Ende ein perfektes Hörgerät sein Eigen nennen darf. Doch da steckt mehr Arbeitsaufwand hinter, als etwas Plastik in eine Form gießen und das Endprodukt als Hörgerät zu verkaufen. Mit verschiedenen, teils elektronischen Werkzeugen wie Fräsen und Messgeräten passt du die Hörgeräte auf die Wünsche und Maße des Patienten an. Denn wenn ein Hörgerät nicht richtig passt, kann dieser es auch nicht nutzen.

Auch Reparatur- und Wartungsarbeiten wirst du vornehmen, wenn die Hörgeräte defekt sind oder nicht mehr passen. Hin und wieder kann es auch dazu kommen, dass ein Kunde kleinere „Upgrades“

wie extra Radio- oder Fernsehermikrofone eingebaut haben möchte. All diese Aufgaben wirst du voraussichtlich in Messräumen oder in Laboren erledigen.

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    Versuche es doch mal bei einem ähnlichen Beruf:

    Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel Verkäufer / Verkäuferin Drogist / Drogistin Fachverkäufer / Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk Augenoptiker / Augenoptikerin

Inhalte der Ausbildung

Die Lehre ist eine duale Lehre. Das bedeutet, dass du dein theoretisches Wissen in der Berufsschule erlernst und vertiefst und dann direkt praktisch im Lehrbetrieb anwendest. Regulär dauert die Lehre drei Jahre.

Deine Arbeitsplätze werden hauptsächlich Fachgeschäfte für Hörgeräte oder Betriebe der Hörgeräteherstellung sein.

Schulische Inhalte

In der Berufsschule hast du verschiedene Fächer, die dir helfen werden, deinen Patientinnen und Patienten eine effektivere Hilfe zu gewährleisten. In Physik lernst du alles über Frequenzen und Tonwahrnehmung, was du wissen musst, damit du bei Hörtests akkurate Ergebnisse liefern und auslesen kannst. Elektrotechnik und Reparaturtechnik sind nicht nur selbsterklärend, sondern auch die Grundpfeiler für die Anpassungen an den Hörgeräten selbst. In Biologie bekommst du von Medizin über Anatomie bis hin zu fachspezifischen Themen wie der Otoplastik (das ist die Herstellung der Formpasstücke für die Hörgeräte) alles vermittelt, was du zum erfolgreichen Modellieren und Anpassen der Endprodukte brauchst. Ob der Unterricht ein- bis zweimal die Woche stattfindet oder blockweise, ist von Lehrbetrieb zu Lehrbetrieb unterschiedlich.

Praktische Inhalte

Im Betrieb selbst hast du die Möglichkeit, dein Wissen direkt anzuwenden und dadurch auch zu vertiefen. Manche Tätigkeiten, wie den professionellen und freundlichen Umgang mit Kundinnen und Kunden, lernt man am besten durch viel Zeit, Geduld und Erfahrung. Auch dein handwerkliches Geschick lässt sich nur durch ständiges Probieren und Probieren verbessern. Dafür wird dein Lehrlingsausbilder aber Verständnis haben.

Gut zu wissen...
  • 80 Prozent der Lehren als Hörgeräteakustikerin oder Hörgeräteakustiker finden als Doppellehre mit der Lehre zum Augenoptikerin oder Augenoptiker statt.
  • Wusstest du, dass die erste Hörhilfe handkoffergroß war und mehrere Kilos wog?
  • Im Alter wird man häufig schwerhörig. Das hängt oftmals mit den Verschleißerscheinungen an den Haarzellen des Innenohres zusammen.

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