Probleme in der Ausbildung: Wo Azubis Hilfe bekommen

Während deiner Ausbildung kannst du in die unterschiedlichsten Situationen geraten, in denen du dringend Hilfe gebrauchen kannst: In der Berufsschule verstehst du nur Bahnhof und du hast Angst, bei der nächsten Klausur durchzufallen. Oder in deinem Ausbildungsbetrieb herrscht dicke Luft. Oder du hast Streit mit deiner Familie. Oder dein Geld reicht vorne und hinten nicht zum Leben aus. In all diesen Fällen bist du nicht allein! Es gibt viele Menschen und Stellen, an die du dich wenden kannst und die dir dabei helfen, aus deiner unglücklichen Lage herauszukommen.

Die ersten Ansprechpartner bei Problemen in der Ausbildung sind natürlich die Menschen aus deinem engeren Umfeld:

  • Deine Eltern und Geschwister. Vielleicht gibt es auch noch andere Verwandte wie deine Patentante, zu denen du ein enges Verhältnis hast
  • Dein Freund oder beste Freundin
  • Dein Vertrauenslehrer an der Berufsschule
  • Dein Ausbilder oder Mentor in deinem Ausbildungsbetrieb
  • Der Betriebsrat bzw. die Jungend- und Auszubildendenvertreter

ausbildungsbegleitende Hilfe (abH)

Bis 2020 waren die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) ein eigenes Förderinstrument. Je nach Bedarf haben junge Menschen dort Nachhilfe in Theorie und Praxis, Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung und Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsproblemen bekommen. 2021 wurde die ausbildungsbegleitende Hilfe (abH) mit der Assistierten Ausbildung (AsA) zusammengelegt.

Assistierte Ausbildung (AsA)

Viele Jugendliche klagen über Probleme, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Bildungs- und Sprachdefizite können Gründe sein, die eine erfolgreiche Bewerbung bei einem Ausbildungsbetrieb in weite Ferne rücken lassen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde die Assistierte Ausbildung (AsA) konzipiert und 2021 mit der ausbildungsbegleitenden Hilfe (abH) zusammengelegt. Die neue Kombination heißt „AsA flex“ und ermöglicht Auszubildenden mit unterschiedlichen Voraussetzungen individuelle Unterstützung bei der Berufsausbildung.

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Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen (VerA)

Ein weiteres kostenloses Angebot ist VerA. Die Abkürzung steht für Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Bei VerA arbeiten ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte als sog. Ausbildungsbegleiter. Sie sind bereits im Ruhestand und verfügen daher über eine lange Lebens- und Berufserfahrung. Außerdem sind sie speziell für die Beratung von Jugendlichen mit Problemen ausgebildet. In persönlichen Treffen mit deinem Ausbildungsbegleiter kannst deine Probleme ganz in Ruhe besprechen und individuelle Lösungen finden.

Erfolgreich ausgebildet

Für junge Menschen aus Baden-Württemberg kommt auch noch das Programm „erfolgreich ausgebildet“ infrage. Wenn du dich in der Berufsschule überfordert fühlst, Stress im Betrieb oder Angst vor deinen Prüfungen hast, kannst du dich an die Ausbildungsbegleiter von „erfolgreich ausgebildet“ wenden. Sie helfen dir bei deinen Problemen, geben Tipps und erklären dir beispielsweise, welche Aufgaben du in deinem Ausbildungsbetrieb übernehmen musst und welche nicht. Bei diesem Hilfsangebot kannst du dich ganz bequem per WhatsApp an die Experten wenden. Die Hilfe ist kostenlos und deine Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt!

Dr. Azubi

Der deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ein kostenloses Beratungsangebot eingerichtet: Ähnlich wie Dr. Sommer aus der BRAVO beantwortet Dr. Azubi alle möglichen Fragen, wenn während deiner Ausbildung einmal der Schuh drückt und du einen Rat brauchst.

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Finanzielle Unterstützung

Wohnung, Auto, Klamotten, Essen und Trinken, Freizeitaktivitäten – all diese Dinge kosten Geld und sind mit deiner Ausbildungsvergütung allein nicht zu finanzieren. Die gute Nachricht: Damit du in der Ausbildung über die Runden kommst, gibt es finanzielle Hilfen, die du in Anspruch nehmen kannst, z.B. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), Schüler-BAföG und Kindergeld.

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