„Mein Tag hat 48 Stunden ich sag mein Tag, 172.800 Sekunden ich sag mein Tag.“

- Oceana

In Deutschland giltst du als volljährig, wenn du das 18. Lebensjahr vollendet hast. Damit unterliegst du den Gesetzen, die für Erwachsene gelten. Was dies für deine Arbeitszeiten bedeutet, haben wir hier zusammengefasst:

Arbeitszeit

  • Die Arbeitszeit für Volljährige kann bis zu 48 Stunden in der Woche betragen. Prinzipiell kann die Arbeitszeit sogar 10 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich betragen. Dann muss jedoch ein Ausgleich geschaffen werden, denn die Arbeitszeit darf innerhalb von 6 Monaten den Durchschnitt von 8 Stunden pro Tag nicht überschreiten.
  • Es kann vorkommen, dass dein Arbeitgeber im Ausbildungsvertrag eine geringere Arbeitszeit festgelegt hat. Solange du dich noch in der Ausbildung befindest, gilt für dich weiterhin dein Ausbildungsvertrag.

Pausen und Ruhezeiten

  • Auch als Volljähriger hast du Anspruch auf Pausen. Bis zu sechs Stunden darfst du ohne Pause arbeiten. Nach spätestens 6 Stunden Arbeit musst du eine Pause nehmen können. Die Pausenzeiten variieren: Wenn du zwischen 6 und 9 Stunden arbeitest, hast du Anspruch auf 30 Minuten Pause. Bei mehr als 9 Stunden beträgt deine Pause 45 Minuten.
  • Die Pausen können in mindestens 15 Minuten langen Teilen genommen werden.
  • Wenn du wegen eines Stromausfalls oder anderen Gründen nicht arbeiten kannst, zählt diese Zeit nicht als Pause.
  • Nach Arbeitsende hast du Anspruch auf eine Ruhezeit von 11 Stunden. Diese Ruhezeit gilt auch, wenn du im Schichtbetrieb eingesetzt bist, d.h. zwischen Ende der letzten und Anfang der nächsten Schicht müssen 11 Stunden liegen.

Arbeitstage

  • Als volljähriger Azubi darfst du an bis zu 6 Tagen in der Woche arbeiten.
  • Montag bis Samstag sind ganz normale Arbeitstage. Für Arbeitstage, die an einem Sonn- oder Feiertag stattfinden, erhältst du einen Ausgleichstag in der nächsten Woche.

Anrechnung deiner Berufsschulzeiten und anderer Ausbildungsmaßnahmen

  • Auch als volljähriger Azubi wirst du für den Berufsschulunterricht und Ausbildungsmaßnahmen wie Prüfungen oder Lehrgänge freigestellt und bekommst die abgeleistete Zeit auf deine Ausbildungszeit angerechnet.
  • Zur Berufsschulzeit zählen Unterrichtszeit, Pausen und Freistunden. Allerdings wird die Zeit nur angerechnet, wenn sie mit den Arbeitszeiten im Betrieb übereinstimmt: Das heißt, wenn du von 8:00 bis 12:00 Uhr zur Berufsschule musst, aber deine übliche Arbeitszeit erst um 13:00 Uhr beginnt, wirst du die volle Zeit in deinem Ausbildungsbetrieb ausgebildet. Die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden darf jedoch nicht überschritten werden.
  • Der Weg von der Berufsschule bis zum Ausbildungsbetrieb wird auch als Arbeitszeit angerechnet.

Weiterführende Informationen

Rechtsgrundlagen

Folgendes könnte dich auch interessieren


Studium mit hervorragenden Zukunftschancen

Du möchtest einen Studiengang absolvieren, mit dem du ausgezeichnete berufliche Perspektiven hast und dich gleichzeitig mit aktuellen Themen des Weltgeschehens beschäftigst? Dann informier dich im folgenden Beitrag über die verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengänge im Bereich der Ingenieurwissenschaften an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) in Jena.

Berufe für Quereinsteiger – wo werden Fachkräfte gesucht?

Du fühlst dich bei deinem aktuellen Arbeitgeber nicht mehr wohl? Deine Arbeit im Unternehmen ist einfach nur noch langweilig und du möchtest in einer komplett anderen Branche einen neuen Beruf ausüben? Dann könnte das Thema Quereinstieg sicherlich interessant für dich sein. Damit du weißt, in welchen Bereichen aktuell verstärkt Fachkräfte gesucht werden, haben wir dir die Top 3 Berufe für Quereinsteiger zusammengestellt. Außerdem verraten wir dir, welche Voraussetzungen du für einen Quereinstieg in den jeweiligen Berufen mitbringen solltest.

Der Bildungsgutschein für die berufliche Weiterbildung

Eine Weiterbildung zahlt sich neben finanziellen Aspekten natürlich auch in anderer Hinsicht aus. Falls man keine kostenlosen Angebote in Anspruch nehmen kann, muss man eigenes Geld investieren. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass die Arbeit im Unternehmen während einer Weiterbildung nicht an zweiter Stelle stehen darf, weshalb man für die Tage, an der eine Schule für die Weiterbildung besucht wird, gegebenenfalls Urlaub beantragen muss. Einige Voraussetzungen, die zu erfüllen sind. Daher stellen der Bund, die Länder und viele weitere Stellen, wie die Bundesagentur für Arbeit eine Förderung für die berufliche Weiterbildung zur Verfügung, zum Beispiel den sogenannten Bildungsgutschein.

Nach oben