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Insolvenzrecht und Reorganisationsverfahren

55768 Neubrücke (Nahe)
2020
Studium

Insolvenzrecht und Reorganisationsverfahren (LL.M.)


Der Master-Studiengang „Insolvenzrecht und Reorganisationsverfahren (LL.M.)“ richtet sich an Juristinnen und Juristen, Betriebswirtinnen und Betriebswirte, Steuerberaterinnen und Steuerberater sowie Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, die sich zu externen oder internen Beratern von Unternehmen in der Krise aus- und weiterbilden lassen wollen.

STUDIENINHALTE

Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Master-Thesis vier Semester und setzt sich aus insgesamt acht Modulen zusammen.

Das erste Semester beinhaltet zwei Module: „Insolvenzverfahrensrecht“ und „Betriebswirtschaft“. Zielsetzung des Moduls 1 „Insolvenzverfahrensrecht“ ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Einleitungsvoraussetzungen eines Insolvenzverfahrens und dessen typischen Ablauf von Verfahrenseröffnung bis zur Aufhebung. Weitere Lerninhalte dieses Moduls sind die besonderen Verfahrensarten der Insolvenzordnung sowie die Zuständigkeiten bei grenzüberschreitenden Insolvenzverfahren. In dem zweiten Modul „Betriebswirtschaft“ werden betriebswirtschaftliche Grundlagen zur Buchführung, Bilanzierung, Bewertung, Rechnungslegung und Kostenrechnung sowie Kenntnisse über Analysemethoden zur Krisenerkennung und Sanierungsstrategien vermittelt. Daneben sollen Relevanz und Schnittstellen betriebswirtschaftlicher und steuerrechtlicher Fragestellungen im Bereich insolvenzrechtlicher Sanierungsinstrumente vermittelt und die haftungsrechtlichen Konsequenzen einer gescheiterten Fortführung behandelt werden.

Das zweite Semester beinhaltet die Module 3 und 4 „Insolvenzrecht I“ und „Insolvenzrecht II“. Zielsetzung der Module ist die Vermittlung von Kenntnissen der vertrags-, arbeits-, sozial-, straf- und umweltrechtlichen Besonderheiten im Kontext eines Insolvenzverfahrens. Weiterhin sollen die Insolvenzanfechtung und die Möglichkeiten und Beschränkungen der Aufrechnung unter den Bedingungen der Insolvenz behandelt werden.

Das dritte Semester beinhaltet die Module „Steuern und Finanzwirtschaft“ und „Restrukturierung und Sanierung". Gegenstand von Modul 5 sind die betrieblichen Steuerarten, die Grundzüge des Steuerverfahrens sowie die Vermittlung von Kenntnissen über die Konsequenzen der Insolvenzeröffnung für das betriebliche Steuerwesen sowie über die steuer- und abgabenrechtliche Stellung des Insolvenzverwalters. Weiterhin wird das System der Kreditsicherheiten sowie die Auswirkung der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf bestellte Kreditsicherheiten behandelt. Eine weitere Kurseinheit von Modul 5 beschäftigt sich mit dem Bankrecht im Insolvenzverfahren. Modul 6 „Restrukturierung und Sanierung“ zielt darauf ab, Kenntnisse zur Restrukturierung und Sanierung (einschließlich M&A) zu vermitteln.

Im vierten Semester fertigen die Studierenden die „Master-Thesis“ an (Modul 7) und verteidigen diese in einem „Kolloquium“ (Modul 8).

Berufsperspektiven

Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden im Berufsfeld des Insolvenzverwalters tätig zu sein. Darüber hinaus vermittelt der Studiengang die für die Insolvenz- und Sanierungsberatung erforderlichen Fähigkeiten. Insbesondere soll der Rahmen für gesetzeskonformes Verhalten (z. B. Insolvenzantragspflichten etc.) für Unternehmen in Krise und Insolvenz vermittelt werden.

Die Ausbildung vermittelt die erforderliche Qualifikation zur Bestellung eines Insolvenzverwalters. Weiteres Berufsfeld der Absolventen ist die Sanierungsberatung im weitesten Sinne. Hierunter lässt sich die Beschäftigung als externer Unternehmensberater oder als Unternehmensberater in verschiedenen Berufsfeldern fassen, wie z. B. in der Rechtsabteilung von Banken, als auch die Beratung vor und innerhalb eines Insolvenzverfahrens aus Sicht der Gläubiger für eine Gläubigerschutzvereinigung.

Zulassungsvoraussetzungen

Akademische Qualifikation
Voraussetzung für die Zulassung zu dem Masterstudiengang Insolvenzrecht und Reorganisationsverfahren ist eine erste akademische Qualifikation, die in der Regel durch einen Bachelor- oder Diplomabschluss (Note 2,5 oder besser) oder eine erste juristische Staatsprüfung (Note befriedigend oder besser) nachgewiesen wird. Bei einer schlechteren Gesamtnote kann die Zulassung mit Auflagen verbunden werden. Darüber, ob Auflagen gemacht werden, und über deren Art entscheidet der Zulassungsausschuss aufgrund der Bewerbungsunterlagen.

Berufsqualifizierender Abschluss
Eine Zulassung aufgrund einer berufsqualifizierenden Abschlussprüfung außerhalb der Hochschule, wie insbesondere ein Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferexamen und den Nachweis über eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung von i. d. R. mindestens einem Jahr ist ebenso möglich.

Alternative Zugangswege sind unter Auflagen möglich.

Studiengangsdetails:
Bewerbungsunterlagen:
  • siehe Website
Bewerbungsmöglichkeiten:
  • Online-Formular

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