Teil 2: WhatsApp erleichtert den Bewerbungsprozess

WhatsApp ist der meistgenutzte Messenger und nimmt nun auch im Bereich Recruiting einen Platz ein. Da die App bereits im Alltag ein oft eingesetzter Kommunikationskanal ist, wird sie sowohl von Personalern als auch von Bewerbern für einen unkomplizierten Bewerbungskanal erklärt, der in Zeiten des Fachkräftemangels zu einer höheren Anzahl an Bewerbungen führen soll

Für Jugendliche vorteilhaft

Eine Bewerbung über WhatsApp erfolgt in der Regel ohne ein klassisches Anschreiben, wodurch die Zeit zur Erstellung und zum Versenden deutlich reduziert wird. Das Schreiben einer Kurznachricht mit angehängten Qualifikationsnachweisen in Form von Fotos bildet keine große Schwierigkeit und ist im Alltag ein bekannter Ablauf. Auch unterwegs ist es problemlos möglich eine Nachricht zu senden. Mittels des Messengers können sich junge Menschen spontan und kurzfristig bei einem Unternehmen bewerben. Durch die bekannte Chat-Atmosphäre fühlen sich die Bewerber sicherer als bei einer ausführlichen Bewerbung auf dem Laptop. WhatsApp ist immer und überall mit dabei. Bei Rückfragen kann der Jugendliche denselben Kanal nutzen und hat alles auf einen Blick: Den Eingang seiner Bewerbung, die Telefonnummer des Unternehmens und vor allem die schnellere Antwortmöglichkeit als bei einer E-Mail.

Ausbildungsbetriebe profitieren

WhatsApp bildet mit seinen bekannten Funktionen und seiner hohen Nutzung ein hilfreiches Mittel bei der Bewerberkommunikation. WhatsApp Business, eine speziell für Unternehmen entwickelte Version der App, bietet sogar mehr Vorteile. Die Nutzung dieser kann bei einer sehr hohen Anzahl an Bewerbungen in Erwägung gezogen werden. Für Ausbildungsbetriebe bedeuten beide Versionen der App folgendes:

  • Bessere Organisation: Wie bei der Online-Bewerbung auch, wird durch WhatsApp verhindert, dass sich Bewerbungsmappen stapeln oder Unterlagen vertauscht oder sogar verloren gehen. Der Personaler spart sich die Zeit alles zu ordnen.
  • Besserer Überblick: Durch hilfreiche Funktionen von WhatsApp Business werden Bewerbungen besser verwaltet. Besonders ansprechende Kandidaten können mit einem Stern gekennzeichnet werden. Durch die Auswahl „Archivieren“ lässt sich später auf ein derzeit nicht ansprechendes Profil zurückgreifen. Für das erste Gespräch eignet sich sowohl ein normaler Anruf als auch ein Video-Anruf. Der Punkt “Statistiken” gibt Ihnen einen guten Überblick über alle Nachrichten. Eingegangene Bewerbungen können somit besser verwaltet werden, auch dank unterstützenden Nachrichtentools. Viele Unternehmen nutzen den Bereich „Status“ als Stellenbörse oder zur Ankündigung wichtiger Punkte.
  • Schnelle und unkomplizierte Antwortmöglichkeit: Der Personaler kann im selben Chat dem Bewerber eine Antwort senden und ihn bei Rückfragen auch ohne große Mühe durch die Anruffunktion erreichen.
  • Mehr Chancen, den perfekten Bewerber zu finden: Da sich die Jugendlichen durch WhatsApp schneller und vor allem spontaner bewerben können, kann es zu einem Anstieg der eingehenden Bewerbungen führen.

Sie wollen die WhatsApp-Bewerbung anbieten? – Hier kommen unsere Tipps:

  1. Nutzen Sie WhatsApp Business, denn diese neue Form der App ist speziell für Unternehmen entwickelt worden und bietet Funktionen, welche in der normalen Version nicht existieren.
  2. Als Profilbild für den Account eignet sich das Logo Ihres Unternehmens.
  3. Zeigen Sie in Ihrer Stellenbeschreibung auf, wie eine WhatsApp-Bewerbung bei Ihnen auszusehen hat. Machen Sie zum Beispiel deutlich, welche Qualifikationsnachweise Sie benötigen und ob ein Lebenslauf angefügt werden muss.
  4. Gewährleisten Sie eine schnellere Rückmeldung als beim gewöhnlichen Bewerbungsverfahren. Ebenso wie die Anfertigung der Bewerbung ist auch die weitere Kommunikation unkompliziert zu gestalten. Viele Unternehmen, welche die App nutzen, versichern ihren Nutzern/Bewerbern eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden.



Lesen Sie auch unsere weiteren Beiträge aus der Reihe "Bewerben leicht gemacht - was Ausbildungsbetriebe tun können":

Teil 1: Aufs Anschreiben verzichten

Teil 3: Videobewerbung mit dem Smartphone

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