Versicherungen in der Ausbildung – was kommt auf dich zu?

Während der Schulzeit warst du über deine Eltern bei vielen Versicherungen mitversichert. Neben der Organisation deines neuen (beruflichen) Tagesablaufs, musst du dich nun auch um das Abschließen von Versicherungen kümmern. Es gibt wirklich viele gesetzliche und private Versicherungsunternehmen, die insbesondere jungen Menschen viele ihrer Produkte schmackhaft machen möchten und auf die unbedingte Notwendigkeit der Versicherung hinweisen. Oft gibt es auch spezielle Angebote für Auszubildende. Nur ist es für Azubis ratsam, sich gegen alle Eventualitäten in der Ausbildung und danach abzusichern, insbesondere mit dem zumeist recht geringen Ausbildungsgehalt?
Wir zeigen dir, welche Versicherungen für Auszubildende wirklich notwendig sind und welche du optional bzw. nach der Ausbildung abschließen kannst.

Welche Versicherungen braucht man in der Ausbildung?

Krankenversicherung

Als Azubi mit eigenem Einkommen bist du dazu verpflichtet, eine gesetzliche Krankenversicherung abzuschließen. Da du nun Geld verdienst, zahlst du selbst die Beiträge in die Krankenkasse ein. Diese werden automatisch mit deiner Gehaltsabrechnung verrechnet. Die Krankenkasse kannst du dir bis zu 14 Tagen nach Ausbildungsbeginn selbst aussuchen. Solltest du danach noch immer keine Entscheidung getroffen haben, meldet dein Ausbildungsbetrieb dich bei einer Krankenkasse an. Wenn du vorher über deine Eltern privatversichert warst, kannst du die private Krankenversicherung entweder kündigen oder in Anwartschaft weiterlaufen lassen. Weitere Informationen zur Krankenversicherung findest du unter anderem bei unserem Kooperationspartner, der Techniker Krankenkasse.

Private Haftpflichtversicherung

Hast du schon mal ausversehen das Eigentum anderer beschädigt und musstest für den Schaden aufkommen? Sachschäden können sowohl privat als auch in der Ausbildung vorkommen. Daher ist es nicht von Nachteil, eine private Haftpflichtversicherung zu haben. Diese kommt in der Regel für solche und noch weitaus mehr von dir ungewollt verursachte Schäden auf. Fällt dir beispielsweise das Handy eines Arbeitskollegen aus der Hand, kann deine Haftpflichtversicherung für die Kosten der Reparatur aufkommen. Auch größere Summen deckt die Versicherung ab.

Falls du mehr über die private Haftpflichtversicherung erfahren möchtest, kannst du dich in der „Checkliste Haftpflichtversicherung“ weitergehend informieren.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Besitzt du ein Auto? Dann führt kein Weg an einer Kfz-Haftpflichtversicherung vorbei. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben. Wenn du bereits ein eigenes Auto besitzt, weißt du auch, dass ohne eine entsprechende Versicherungsnummer die Anmeldung eines Autos gar nicht erst möglich ist.

Hausratversicherung

Wenn du zu den Azubis mit eigener Wohnung gehörst, solltest du eine Hausratsversicherung abschließen. Leider besteht immer die Gefahr, dass bei dir eingebrochen wird oder ein Feuer deine Wohnung zerstört. In solchen Fällen zahlt dir die Hausratsversicherung den Betrag für die gestohlenen Gegenstände oder auch das abgebrannte Zimmer aus. Als du noch bei deinen Eltern gewohnt hast, warst du mitversichert, in deinen eigenen vier Wänden bist du alleiniger Versicherer.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Solltest du deinen Beruf durch einen Unfall oder eine ernste Erkrankung nicht mehr ausüben können, greift die Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Durch den Abschluss dieser Versicherung erhältst du bei Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente. Die Höhe deines Beitrags wird durch Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Berufsrisiko berechnet. Je jünger und gesünder Auszubildende sind, desto niedriger fällt dieser aus.

Auf unserer Seite Berufsunfähigkeitsversicherung bekommst du ausführlichere Informationen.

Folgende Zusatzversicherungen können (insbesondere nach der Ausbildung) lohnend sein:

  • Zahn-Zusatzversicherung
  • Pflegezusatzversicherung
  • Versicherungen zur Absicherung der Rente/Sparmöglichkeiten
  • Lebensversicherung
  • Rechtsschutzversicherung

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