Duales Studium


Fange nie an, aufzuhören – höre nie auf, anzufangen.

Marcus Tullius Cicero

Der Trend im Ausbildungsmarkt geht immer mehr zum dualen Studium. Aber was ist der Unterschied zwischen dem dualen Studium und dem „normalen“ Vollzeitstudium? Ganz einfach: Im Gegensatz zur dualen Ausbildung, die an den Lernorten der Berufsschule und des Betriebs stattfindet, kombiniert das duale Studium die theoretischen Phasen an einer Hochschule, also einer Fachhochschule, Berufsakademie oder Universität, mit den praktischen Phasen in einem Unternehmen. Bei dem dualen Studium handelt es sich somit um eine Kooperation zwischen dem Unternehmen, der Hochschule und dir als Student. In Vorlesungen und Seminaren an der Hochschule bekommst du das theoretische Wissen vermittelt, das du anschließend in deinen Praxisphasen direkt umsetzen kannst, denn während der vorlesungsfreien Zeit arbeitest du in deinem Ausbildungsbetrieb. Hier kannst du bereits wichtige Kontakte zu Mitarbeitern und Führungskräften knüpfen und somit deine Chance auf eine Festanstellung nach dem erfolgreichen Abschluss erhöhen.

Ziel des dualen Studiums

Ziel des dualen Studiums ist, dass dir dein Ausbildungsbetrieb und die Hochschule die beruflichen und theoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln. Durch den Rahmenlehrplan ist die zeitliche und sachliche Gliederung des dualen Studiums geregelt, sodass du das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Dauer erreichen kannst. Im Gegenzug musst du dich als Auszubildender aktiv in das Unternehmen und deine Aufgaben integrieren und dir so die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen.

Dauer und Gehalt

Die Dauer des dualen Studiums hängt insbesondere von deinem gewählten Studiengang und der Studienform ab. Die Studienzeit kann zwischen drei und viereinhalb Jahren betragen. Der theoretische Teil kann entweder an einer öffentlichen oder an einer privaten Hochschule stattfinden. In den meisten dualen Studiengängen findet dafür Blockunterricht statt, alternativ kann das theoretische Wissen aber auch an bestimmten Tagen oder in zuvor festgelegten Wochen vermittelt werden. Die dritte Möglichkeit ist die vorgelagerte Ausbildung, d.h. du steigst erst nach dem ersten Lehrjahr in das Studium ein. Die letzte Variante ist das immer beliebtere Fernstudium, bei dem du die Lerninhalte zuhause erarbeitest und nur für das Schreiben der Klausuren in der Hochschule erscheinst.

Auch deine Vergütung ist von der Wahl des dualen Studiengangs abhängig. Die Gehalts-Spanne liegt oftmals zwischen 400 und 1.000 EUR im ersten Studienjahr und wird mit jedem Jahr erhöht. Die Zahlungsmethode der Betriebe ist hier allerdings unterschiedlich. Einige Betriebe übernehmen für dich die kompletten Studiengebühren, dafür bekommst du ein geringeres Ausbildungsgehalt. Andere Betriebe übernehmen nur einen Teil der Studiengebühren, sodass du für den noch ausstehenden Studienbetrag selber aufkommen musst.

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) kann dich bei finanziellen Engpässen während deines dualen Studiums unterstützen. Prüfe deshalb bereits im Vorfeld, ob du einen BAföG-Anspruch hast und wie hoch der Förderungsbetrag ist. Der Förderungsbetrag wird individuell an deine Bedürfnisse angepasst und monatlich ausgezahlt. Hier findest du die Adresse und Telefonnummer des zuständigen Amtes für Ausbildungsförderung.

Formen des dualen Studiums

In keiner anderen Ausbildungsform gibt es so viele verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Wusstest du zum Beispiel, dass nicht jedes duale Studium mit einer Ausbildung verknüpft ist? Informiere dich daher im Vorfeld genau über die angebotene Studienform. Im Allgemeinen kannst du diese vier Formen unterscheiden:

Ausbildungsintegrierter dualer Studiengang

Diese Form des dualen Studiums nimmt in der Regel vier Jahre in Anspruch und verknüpft das Studium an einer Hochschule mit der Ausbildung in einem Unternehmen. Du bist also bei der Hochschule eingeschrieben und schließt dennoch einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen ab. So hast du am Ende des dualen Studiums zwei Abschlüsse in der Tasche: Den Bachelor-Abschluss der Hochschule und den IHK-/HWK-Abschluss.

Praxisintegrierter dualer Studiengang

Der praxisintegrierte duale Studiengang dauert ca. drei bis vier Jahre und verbindet das Bachelor-Studium an der Hochschule mit integrierten Praxisphasen. Hierfür benötigst du einen Arbeits-, Volontariats-, Praktikanten- oder Studienvertrag mit einem Unternehmen. Je nach Unternehmen findet die Praxisphase in Teilzeit oder längeren Blöcken im Unternehmen statt.

Berufsintegrierter dualer Studiengang

Diese spezielle Form des dualen Studiums, das meist in drei bis vier Jahren absolviert werden kann, ist eine Kombination eines Hochschulstudiums mit der Teilzeittätigkeit mit einem Unternehmen. Mit dem Unternehmen schließt du einen Teilzeitarbeitsvertrag ab, in dem die Präsenzphasen in der Hochschule festgehalten sind. Hier liegt die Besonderheit darin, dass du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen musst, jedoch kein Abitur und keine Fachhochschulreife.

Berufsbegleitendes Studium

Hier ist eine Kombination eines Hochschulstudiums mit einer Vollzeittätigkeit in einem Unternehmen vorzufinden. Auch für diese duale Studienform benötigst du keine Fachhochschulreife oder das Abitur. Neben dem Arbeitsalltag absolvierst du ein sogenanntes Selbststudium, wobei du oftmals einen Tag in der Woche ein Seminar besuchen musst.

Die Prüfung

Am Ende hast du einen Studienabschluss und je nach Studienform auch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Das duale Studium verspricht also einen angesehen Abschluss, praktische Erfahrungen und Gehalt vom ersten Arbeitstag an – so erleichterst du dir den Einstieg ins Berufsleben!


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