Warum sind Benefits so wichtig?

Unter Benefits versteht man monetäre oder auch nicht-monetäre Leistungen, die zusätzlich zum Gehalt bzw. zur Ausbildungsvergütung angeboten werden. Zusatzleistungen bieten den Vorteil, dass sich Unternehmen dadurch von der Konkurrenz abheben und von Jobinteressierten als ein attraktiver Arbeitgeber bzw. Ausbildungsbetrieb wahrgenommen werden. Darüber hinaus können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch betriebliche Vorzüge langfristig an das Unternehmen gebunden werden – wenn diese ihren Bedürfnissen entsprechen.

Durch Benefits können Sie Wünsche potenzieller Auszubildender adressieren, weshalb eine gezielte Auswahl der Mitarbeiter-Vorteile unabdingbar ist. Es gilt zu beachten, für welche Bewerbergruppe die Benefits gelten: Die Gen Z stellt andere Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber als die Generationen vor ihnen. Die Vereinbarung von Beruf und Privatleben spielt beispielsweise eine größere Rolle und sollte daher bei der Auswahl der geeigneten Zusatzleistungen berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass Sie die Vorzüge, mit denen Sie werben, auch einhalten, um Nachwuchskräfte langfristig an Ihr Unternehmen zu binden.

Sicherheit als wichtigster Vorteil

Der Wunsch nach Sicherheit spielt für junge Menschen eine große Rolle. Die Gen Z wurde von diversen Krisen geprägt. Die Erfahrung, dass nur wenig von Dauer ist und ihre Lebenswelt einem steten Wandel unterliegt, beeinflusst sie. Diese Erlebnisse tragen dazu bei, dass junge Menschen vermehrt nach Stabilität und Sicherheit streben. Benefits wie eine „hohe Übernahmequote“, oder noch besser eine „garantierte Übernahme“, adressieren dieses Bedürfnis und sollten daher in die Stellenausschreibung aufgenommen und kommuniziert werden.

Auch die Wünsche nach guten Entwicklungsmöglichkeiten und einem sicheren Job nach der Ausbildung spiegeln das Sicherheitsbedürfnis der jungen Generation wider, ebenso der Wunsch nach einem guten Gehalt und guten Sozialleistungen. Diese sind weitere wichtige Inhalte für Ihre Ausbildungsangebote.

Ebenfalls oben auf der Wunschliste steht der Wunsch nach einem guten Betriebsklima, netten Kollegen und einer Arbeit, die Spaß macht. Ebenfalls wichtig: Neben der Arbeit noch Zeit für Familie, Freunde und Hobbys zu haben.

Top Benefits: Der Benefit-Booster von AUBI-plus

AUBI-plus bietet Ihnen mit dem Benefit-Booster die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Zusatzleistungen bis zu drei Benefits auszuwählen, die direkt in der Trefferliste der Suchmaschine angezeigt werden und so für mehr Aufmerksamkeit für Ihr Ausbildungsangebot sorgen. Auf diese Weise hebt sich Ihre Stellenausschreibung nicht nur positiv ab, sondern liefert  Ausbildungsinteressierten auch schneller einen Überblick über die von Ihnen angebotenen Mitarbeiter-Vorteile. Am häufigsten werden für den Benefits-Booster diese Vorteile ausgewählt:

  1. Attraktive Vergütung
  2. Flexible Arbeitszeiten
  3. Intensive Prüfungsvorbereitung
  4. Hohe Übernahmequote
  5. Snacks & Obst
  6. Firmen-Handy

Quelle: Ausbildungsangebote auf aubi-plus.de

Die richtigen Benefits herausarbeiten

Um als attraktiver Arbeitgeber bzw. Ausbildungsbetrieb wahrgenommen zu werden, ist es wichtig, Bewerberinnen und Bewerber durch Benefits gezielt anzusprechen. Das Pyramiden-Modell hilft Ihnen dabei, Ihre angebotenen Zusatzleistungen einordnen zu können. Und so gehen Sie vor:

  • Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unterschiedliche Bedürfnisse. Wen möchten Sie ansprechen? Bestehende Führungs- oder Fachkräfte, neue Beschäftigte, die bereits Berufserfahrung haben, oder Berufseinsteiger und Azubis? Möchten Sie neue Auszubildende gewinnen, führt kein Weg daran vorbei, sich mit der Gen Z und ihren Bedürfnissen näher zu beschäftigen.
  • Sammeln: Welche Benefits zeichnen Ihr Unternehmen Ihrer Meinung nach aus? Welche Mitarbeiter-Vorteile schätzt Ihre Belegschaft an Ihrem Unternehmen? Dies können Sie z. B. durch eine Mitarbeiterbefragung herausfinden. Und: Mit welchen Vorzügen werben andere Unternehmen aus Ihrer Branche und/oder Ihrer Region, mit denen Sie im Wettbewerb um Arbeitskräfte stehen? Tragen Sie die gewonnenen Erkenntnisse aus der Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung und Wettbewerbsbeobachtung zusammen. Welche Benefits Ihres Unternehmens werden besonders geschätzt?
  • Sortieren: Nutzen Sie das Pyramiden-Modell. Welche Zusatzleistungen sind mehr oder weniger selbstverständlich und werden als Must-have angesehen? Diese bilden die Basis der Pyramide. In der Mitte befinden sich beliebte Benefits, die nice-to-have sind und bei Belegschaft und Jobinteressierten gut ankommen.
  • Spitze: In der oberen Ebene der Pyramide befinden sich Ihre Top-Benefits, die bestenfalls sowohl für die Belegschaft als auch für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv sind und mit denen Sie sich von anderen Arbeitgebern bzw. Ausbildungsbetrieben abheben. Diese Vorzüge stellen ein Alleinstellungsmerkmal dar und können optimal in Ihrer internen und externen Kommunikation herausgearbeitet werden. Abhängig vom Unternehmen und der Branche können diese sehr unterschiedlich sein und müssen daher individuell und sorgfältig ausgewählt werden.

Wichtig: Damit die Benefits erfolgreich im Recruiting wirken, müssen Sie aber nicht nur den Wünschen und Bedürfnissen der jeweiligen Ziel- bzw. Bewerbergruppe entsprechen, sondern gleichzeitig auch zu Ihrer Unternehmenskultur passen.

Beispiel für die Zielgruppe Schülerinnen und Schüler

Basis: Hier gehört das rein, was viele andere Ausbildungsbetriebe auch bieten und fast schon selbstverständlich ist: Freigetränke und Obst, vermögenswirksame Leistungen (vL), betriebliche Altersvorsorge (bAV), 30 Tage Urlaub, flexible Arbeitszeiten (z. B. ab dem 2. Ausbildungsjahr).

Mitte: Hier ordnen Sie all das an, was nicht 08/15 ist, z. B. Azubi- und Mitarbeiter-Events, Paten-, Mentoren- oder Buddy-Programme, Jobticket oder Fahrtkostenzuschuss, bezuschusstes Kantinenessen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, spezielle Azubi-Projekte.

Spitze: Was haben Sie, was sonst kein anderer Ausbildungsbetrieb bei Ihnen am Ort bietet? Das können beispielsweise eine Übernahmegarantie sein, eine hauseigene Akademie, an der man parallel zur Ausbildung schon Zusatzqualifikationen erwerben kann, ein Zimmer in einer Azubi-WG oder eine Ausbildungs-Zertifizierung bei beispielsweise BEST PLACE TO LEARN.


Tipp: Die eigenen Azubis fragen!

Gerade wenn Sie schon lange für die Ausbildung in Ihrem Haus verantwortlich sind, erscheinen Ihnen viele Dinge, die Sie für Ihre Auszubildenden tun, womöglich ganz normal und selbstverständlich. Wie soll man da einschätzen, ob etwas Besonderes dabei ist? Ganz einfach: Fragen Sie doch mal Ihre Azubis! Durch Gespräche mit Gleichaltrigen aus ihrer Berufsschulklasse, dem Sportverein und anderen Gruppen wissen diese doch am besten, wie die Lage in anderen Ausbildungsbetrieben aussieht – Sie werden überrascht sein und schnell herausfinden, welches Ihre Top-Benefits für junge Menschen sind!

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