Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Weiterbildungsangebot hat das Ziel, den Einsatz von digitalen Medien in der betrieblichen Ausbildung zu etablieren. Es unterstützt das betriebliche Ausbildungs­personal durch angeleitete praxisnahe Übungen in Präsenzveranstaltungen, Webinaren und Selbstlernphasen und ermöglicht auf diese Weise, digitale und medienpädagogische Kompetenzen zu erwerben beziehungsweise zu erweitern. Die berufsbegleitende Weiterbildung ist im BIBB entwickelt und mit externen Partnerinnen und Partnern erprobt worden, zum Beispiel mit Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern sowie Berufsbildungswerken.

Ganz praktisch können Ausbilderinnen und Ausbilder auf dem MIKA-CAMPUS erfahren, wie sie mit ihren Auszubildenden virtuell am besten interagieren oder wie Teamarbeit und Feedback-Gespräche digital organisiert werden können. Weitere Lernbausteine befassen sich beispielsweise mit dem Einfluss der Digitali­sierung auf die Arbeitswelt oder mit der Frage, welche Lizenz es zum Beispiel erlaubt, im Internet recherchierte Inhalte rechtskonform für die Ausbildung zu verwenden. Dabei werden die Nutzerinnen und Nutzer von der virtuellen Moderatorin und Auszubildenden Mika durch die verschiedenen Lernbausteine begleitet.

Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser steht und fällt die Qualität des dualen Berufsbildungssystems in Deutschland mit der Qualität des Ausbildungspersonals. "Für das Bundesinstitut für Berufsbildung hat daher die kontinuierliche Unterstützung der Ausbilderinnen und Ausbilder in ihrer Rolle als Lernbegleitende der Auszubildenden eine hohe Priorität. Vom gezielt gewählten didaktischen Ansatz, die Aneignung von Medien- und IT-Kompetenz in den unmittelbaren Ausbildungs­prozess der Ausbilderinnen und Ausbilder einzubetten, versprechen wir uns eine hohe Akzeptanz für dieses Weiterbildungsformat. Eine im Sommer 2022 startende wissenschaftliche Analyse des MIKA-Gesamtkonzepts soll es dem BIBB zudem ermöglichen, hier einen ersten bundesweiten Standard zur Förderung von Medien- und IT-Kompetenz des betrieblichen Ausbildungspersonals zu setzen."

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres folgen dann im Sommer 2022 die beiden weiteren Projekt-Bausteine: die MIKA-SEMINARE, ein niedrigschwelliges Weiterbildungsangebot für das betriebliche Ausbildungspersonal im Blended-Learning-Format, sowie ein Train-the-Trainer-Konzept (MIKA-TRAINER/-IN). Die zweitägige Schulung ist für zukünftige Leiterinnen und Leiter der MIKA-SEMINARE verpflichtend. Ziel ist es dabei, bundesweit einen Qualitäts­standard für die Durchführung der entwickelten MIKA-SEMINARE zu gewährleisten.

Zum Hintergrund:

Das Gestaltungspotenzial digitaler Medien in der betrieblichen Ausbildung wird bislang kaum ausgeschöpft. Der Einsatz erfolgt häufig unsystematisch oder zufällig und in Abhängigkeit davon, wie gut sich das Ausbildungspersonal mit digitalen Medien auskennt. Die Unsicherheiten über rechtliche Rahmenbedingungen sind groß, die Kenntnisse über didaktische Potenziale oder betriebliche Einsatzmög­lichkeiten noch gering. Das Weiterbildungsangebot MIKA will diese Lücke schließen und die digitale berufliche Handlungskompetenz des Ausbildungspersonals stärken.

Hier geht es zum MIKA-CAMPUS: mika.foraus.de

Hier erfahren Sie mehr über das MIKA-Projekt: www.foraus.de/mika

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