Technische Hochschule Georg Agricola

Geoingenieurwesen und Nachbergbau (M. Eng.)

44787 Bochum
2021
Studium

Geoingenieurwesen und Nachbergbau (M. Eng.)

Bergbau hinterlässt Spuren. Mit ihnen verantwortungsvoll umzugehen, ist für Bergbauregionen weltweit eine große Herausforderung. Das gilt in besonderer Weise für Deutschland, wo der subventionierte Steinkohlenbergbau beendet wurde, und betrifft jede Art der Rohstoffgewinnung. Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen sind nötig, um die Risiken an ehemaligen Bergwerksstandorten zu beherrschen. Die Entwicklung von Folgenutzungen eröffnet nachhaltige Zukunftsperspektiven für die betroffenen Regionen.

Der deutschlandweit einzigartige Masterstudiengang Geoingenieurwesen und Nachbergbau bildet Ingenieurinnen und Ingenieure dafür aus, in verantwortlicher Position die komplexen Vorgänge der Bergwerksschließung und der Nachsorge zu planen und durchzuführen. Das Studium kombiniert naturwissenschaftliche und technische Qualifikationen an der Schnittstelle Bergbau-Markscheidewesen / Vermessung-Geotechnik.

Studieninhalte

Grundlagenmodule

  • Alt- und Nachbergbau
  • Markscheidewesen
  • Grund- und Grubenwasser
  • Sanierung von Ausgasung
  • Gebirgsmechanik und Bergschäden
  • Geotechnische Sicherungstechnik
  • Unternehmensführung im technischen Umfeld
  • Management
  • Bergrecht
  • SiGeKo

Wahlpflichtmodule

  • Baustatik
  • GIS
  • Numerische Modellierung
  • Risikomanagement und Monitoring

Forschungsorientierte Module

  • Machbarkeitsstudie
  • Praxisphase
  • Wiss. Artikel publizieren
  • Revierbefahrung

Qualifikationsziele

Mit dem Masterstudiengang „Geoingenieurwesen und Nachbergbau“ sollen die Absolventen als übergeordnetes Ausbildungsziel für eine forschungsnahe Ingenieurtätigkeit in der Gesamtheit der Prozesse und Aufgaben im Geoingenieurwesen und Nachbergbau qualifiziert werden.

Die Absolventen haben dazu insbesondere die Fähigkeit, im Bereich Geoingenieurwesen und Nachbergbau komplexe Projekte zu definieren, zu strukturieren, verantwortlich zu planen und abzuarbeiten. Hierbei beachten sie den aktuellen globalen, ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Kontext. Sie sind in der Lage, problemlösungsorientiert Mängel im Sinne eines Forschungsbedarfs zu erkennen und hierfür mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden selbständig Lösungen zu erarbeiten. Sie können in einem Team arbeiten, es führen und die Arbeitsergebnisse kommunizieren. Das erfolgreiche Studium soll die Absolventen in die Lage versetzen, mit naturwissenschaftlichen Methoden bergbauliche, geologische und hydrogeologische Gegebenheiten qualitativ zu erfassen und diese Ergebnisse mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden quantitativ auszudrücken und weiterzuverarbeiten.

Perspektiven

Absolventinnen und Absolventen erwerben mit dem Abschluss ausgezeichnete Perspektiven in Behörden (Bergämter, Bauordnungsämter, Umweltämter), Firmen des Bergbaus, Erd-, Grund- und Spezialtiefbaus, einschlägigen Ingenieurbüros sowie in Bohr- und Tunnelbaufirmen. Das breit gefächerte, praxisbezogene Berufsfeld, beschränkt sich nicht auf den Nachbergbau. Der Studiengang vermittelt die Kompetenzen, die zur Bearbeitung von Projekten in der Geotechnischen Kategorie GK3 gemäß Eurocode 7 berechtigen. Auch eine spätere kooperative Promotion ist möglich - die THGA arbeitet hierzu eng mit Universitäten zusammen.
Studiengangsdetails:
  • Voraussetzung: Abgeschlossenes Studium
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Regelstudienzeit: 6 Semester
  • Studienabschluss: Master of Engineering
  • Referenz-Nr: AUBI-7688 (in der Bewerbung bitte angeben)
Bewerbungsunterlagen:
  • siehe Website
44787 Bochum
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