Die Ausbildung bietet beste berufliche Perspektiven

Eine betriebliche Ausbildung ist der optimale Start in die Berufswelt. Durch das duale System der Ausbildung lernt Ihr Kind die Theorie in der Berufsschule und kann das gewonnene Wissen unmittelbar in der Praxis umsetzen. Aus über 325 Ausbildungsberufen kann Ihr Nachwuchs den passenden Beruf wählen, der den eigenen Interessen und Fähigkeiten entspricht.

Bereits während der Ausbildung übernimmt ihr Kind Verantwortung für Aufgaben und Projekte, die im Laufe der Zeit ausgeweitet werden. Ausbilder und Personaler sind bestrebt, die Auszubildenden zu fördern und gezielt die Stärken auszubauen und weiterzuentwickeln. Interne und externe Schulungen tragen dazu bei, dass die Jugendlichen auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden und Know-how entwickeln. Doch auch Zusatzqualifikationen wie Sprach-, Computer- oder Rhetorikkurse können Auszubildende schon während der Ausbildung in Anspruch nehmen. Tipp: Die Teilnahme an Seminaren, Schulungen und Kursen sollte stets schriftlich bestätigt werden, um diese bei späteren Bewerbungen zu verwenden.

Möglichkeiten nach der Ausbildung im Überblick:

  • Direkteinstieg in den Beruf
  • Fortbildungen nach der Ausbildung
  • Selbstständig machen
  • Nach der Ausbildung noch studieren

Direkteinstieg in den Beruf

Mit dem Zeugnis der jeweiligen Kammer ist Ihr Kind nun offiziell eine Fachkraft. Die abgeschlossene Ausbildung ist der Türöffner für eine weitere erfolgreiche Laufbahn. Während der Ausbildung konnte sich Ihr Kind bereits einen Eindruck von den Aufgaben und Projekten verschaffen, in denen er oder sie sich am wohlsten gefühlt hat und somit die Motivation am höchsten war. Genau diese beruflichen Erfahrungen erleichtern Ihrem Kind die Entscheidung, welcher Weg im Anschluss an die Ausbildung angestrebt werden soll.

„Ausbildung ist keine Sackgasse!“

Die Übernahmequote der Azubis liegt derzeit bei 74 % und somit hat Ihr Kind beste Chancen, auch nach der Ausbildung in dem Ausbildungsbetrieb zu bleiben und auf der Karriereleiter aufzusteigen. Der Direkteinstieg nach der Ausbildung ist auch mit einer finanziellen Sicherheit verbunden, da Ihr Kind weiterhin Gehalt erhält. Zudem sammelt Ihr Kind als Fachkraft berufspraktische Erfahrungen, die zum Beispiel für ein zukünftiges Studium notwendig sind. Auch wenn Ihr Kind sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen will, sind die Jobaussichten ausgezeichnet, denn Fachkräfte werden in vielen Branchen und Bereichen gesucht.

Fortbildungen nach der Ausbildung

Häufig bieten die Unternehmen den ausgebildeten Fachkräften weitere berufliche Möglichkeiten wie Weiter- und Fortbildungen an, um den eigenen Nachwuchs zu binden und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Aufstiegsfortbildung mit den Berufsbezeichnungen Meister, Techniker, Betriebswirt und Gestalter ist wohl mit die bekannteste Möglichkeit, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Ziel ist es, sich auf einem Fachgebiet weiter zu spezialisieren, verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen und in Führungspositionen aufzusteigen. Im Gegensatz zu Bachelor- und Masterabsolventen kann Ihr Kind bereits mit praktischen und beruflichen Erfahrungen punkten, weshalb ein Studium nicht immer als Garant für einen Job gilt.

„Auch ohne Studium auf Bachelor- und Masterniveau“

Der deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ordnet die unterschiedlichen Abschlüsse sogenannten Niveaustufen zu und macht das Bildungssystem dadurch durchlässiger. Mit einer Fortbildung zum Meister, Techniker, Betriebswirt oder Gestalter erreicht Ihr Kind die Niveaustufe 6, die mit einem Bachelorabschluss gleichwertig ist - und das ganz ohne Studium! Des Weiteren kann eine Aufstiegsfortbildung berufsbegleitend absolviert werden, sodass keine finanziellen Engpässe entstehen und Ihr Kind als Fachkraft weiter mit einer monatlichen Vergütung rechnen kann. Häufig fördern die Betriebe sogar die Fortbildungen.

Weitere Informationen zu Aufstiegsfortbildungen und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Bereich „Weiterbildung“.

Selbstständig machen

Ihr Kind will sein eigener Chef sein? Mit einer abgeschlossenen Ausbildung ist der Grundstein gelegt; im Handwerk zum Beispiel ist der Meisterbrief nötig, um ein eigenes Unternehmen zu gründen. Durch die beruflichen Erfahrungen kann Ihr Kind die Chancen und Risiken einer Selbstständigkeit besser abwägen und sich im Vorfeld Informationen für die Existenzgründung einholen. Im Bereich Start-up-Tipps erhalten Sie weitere Informationen und Tipps zur Existenzgründung.

Nach der Ausbildung noch studieren

Das erlernte Wissen nach der Ausbildung mit einem Studium noch weiter vertiefen – das geht! Falls Ihr Kind bereits das (Fach-)Abitur in der Tasche hat, ist der Weg für eine akademische Laufbahn geebnet. Aber auch Jugendliche, die einen Schulabschluss mit „Mittlerer Reife“ vorweisen können, können unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium aufnehmen. Mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) „zum Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung“ (2009) ist ein deutlich vereinfachter und verbesserter Zugang zum Studium möglich.

Im Einzelnen beinhaltet der Beschluss der KMK zur Neugestaltung des Hochschulzugangs ohne Abitur folgende Regelungen:

  • Inhaber beruflicher Aufstiegsfortbildungen erhalten eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung
  • Sonstige beruflich qualifizierte Studieninteressierte mit jeweils fachlich entsprechender mindestens zweijähriger Berufsausbildung und mindestens dreijähriger Berufserfahrung können eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung erhalten. In einigen Bundesländern wird zudem der erfolgreiche Abschluss eines Eignungsfeststellungsverfahrens (oder ein Probestudium von mindestens einem Jahr) vorausgesetzt.
  • Die Länder können weitergehende Regelungen für den Hochschulzugang in Hinblick auf die Anerkennung weiterer Fortbildungsabschlüsse für eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung treffen.

Die beruflichen Erfahrungen während und nach der Ausbildung helfen Ihrem Kind, einen geeigneten Studiengang zu finden. Zudem fällt es den beruflich Qualifizierten auch meist einfacher, die Theorie besser zu verstehen, da sie die Abläufe aus der Praxis bereits kennen und somit die Studieninhalte besser nachvollziehen können.

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Vergütung

Mit Beginn der Ausbildung erhält Ihr Kind eine Ausbildungsvergütung, die jährlich angepasst wird! Nach der Ausbildung bekommt Ihr Kind ein attraktives Gehalt, das mit einer Fortbildung noch weiter aufgestockt werden kann.

Übernahme

74 % der Auszubildenden werden nach dem Abschluss der Ausbildung von ihrem Betrieb übernommen! Die erworbenen praktischen Fachkenntnisse tragen zu einem schnellen Berufseinstieg bei, sodass Ihr Kind wichtige Weichen für die weitere berufliche Zukunft stellt.

Eltern

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