AUBI-plus GmbH Donnerstag, 24. März 2016 2 Minuten Lesezeit

Ausbildungszeugnis - Das solltest du wissen

Du stehst kurz vor der Abschlussprüfung? Dann bitte deinen Chef schon jetzt um ein Ausbildungszeugnis. Dieses Zeugnis dokumentiert einen wichtigen Meilenstein in deiner Laufbahn, den Abschluss deiner Ausbildung. Lass dich mit deinem Anliegen nicht abwimmeln! Per Gesetz muss dir dein Arbeitgeber nämlich eines ausstellen. Aber weißt du, worin sich ein einfaches von einem qualifizierten Ausbildungszeugnis unterscheidet?

Das Ausbildungszeugnis dokumentiert einen wichtigen Schritt in deinem Berufsleben
Das Ausbildungszeugnis dokumentiert einen wichtigen Schritt in deinem Berufsleben© Pixabay Public Domain / Berufsbildungsgesetz / Montage: AUBI-plus GmbH
In den meisten Ausbildungsbetrieben läuft es ganz automatisch, dass du am Ende deiner Ausbildung ein Ausbildungszeugnis bekommst, denn dein Ausbildungsbetrieb ist rechtlich dazu verpflichtet! Trotzdem kann es passieren, dass die Ausstellung von Arbeitszeugnissen im Tagesgeschäft untergeht. Deshalb raten wir dir, zur Sicherheit immer noch einmal bei deinem Ausbilder oder in der Personalabteilung nachzufragen. Was viele nicht wissen: Rein rechtlich muss dir dein Ausbildungsbetrieb nur ein einfaches Ausbildungszeugnis ausstellen. Du kannst stattdessen aber ein qualifiziertes Ausbildungszeugnis verlangen – und das solltest du auch tun. Warum?

So sieht ein einfaches Ausbildungszeugnis aus
Ein einfaches Zeugnis ist eigentlich nur eine Bescheinigung über deine Ausbildung. Es enthält Angaben zu Art der Ausbildung, Dauer der Ausbildung, Ziel der Ausbildung und den erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten. Diese Angaben stehen üblicherweise in der Einleitung. Danach werden die Aufgaben aufgelistet, die du während deiner Ausbildung erfüllt hast. Dann folgt die Unterschrift eines Vertreters des Ausbildungsbetriebes, z.B. Geschäftsführer oder Personalleiter, sowie des Ausbilders.

Checkliste einfaches Ausbildungszeugnis
• Überschrift: Ausbildungszeugnis
• Einleitung
• Tätigkeiten
• Unterschrift

Qualifiziertes Ausbildungszeugnis
Ein qualifiziertes Ausbildungszeugnis ist aussagekräftiger als ein einfaches Zeugnis, denn es enthält zusätzlich Angaben zu deiner Leistung und deinem Verhalten. Wenn du nach deiner Ausbildung nicht in deinem Ausbildungsbetrieb übernommen wirst, ist das Ausbildungszeugnis ein wichtiger Bestandteil deiner Bewerbungsunterlagen. Anhand der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung kann sich der neue Arbeitgeber nämlich ein viel besseres Bild von dir machen!

Die Leistungsbeurteilung beinhaltet folgende Aspekte: Ausbildungsbereitschaft, Ausbildungsbefähigung, erworbene Fertigkeiten und Kenntnisse, Lern- und Arbeitsweise, Arbeitsergebnisse sowie eine zusammenfassende Leistungsbeurteilung. In der Verhaltensbeurteilung wird auf dein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und anderen Personengruppen (z.B. Lieferanten) geschaut.

Am Ende wird üblicherweise noch auf das Bestehen der Prüfung hingewiesen. Dann folgt ein Satz zur Beendigung oder Übernahme, die Grußformel und natürlich die Unterschrift.

Checkliste qualifiziertes Ausbildungszeugnis
• Überschrift: Ausbildungszeugnis
• Einleitung
• Tätigkeiten
• Leistungsbeurteilung
• Verhaltensbeurteilung
• Prüfung (optional)
• Beendigungsgrund
• Grußformel
• Unterschrift

Darauf musst du achten: Äußere Form deines Zeugnisses
Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass dein Zeugnis auf dem Briefpapier deines Ausbildungsbetriebes geschrieben ist. Das Zeugnis sollte sauber, ordentlich und frei von Rechtschreibfehlern sein. Flecken oder Eselsohren sind Tabu! Lass dir in solchen Fällen ein neues Zeugnis ausstellen. Schließlich ist ein Zeugnis ein wichtiges Dokument für deine Bewerbungsunterlagen.

In unserem Ratgeber findest du noch viele weitere Informationen zu deinen Rechten und Pflichten in der Ausbildung.