Anschreiben für die Ausbildung:
Beispiele, Tipps und Vorlagen

Du möchtest ein überzeugendes Anschreiben für deine Ausbildung schreiben, weißt aber nicht genau, wie du anfangen oder richtig formulieren sollst? Hier bekommst du Tipps, Beispiele und Vorlagen, mit denen du Schritt für Schritt dein eigenes Anschreiben erstellen kannst, das auch für Praktika und Minijobs funktioniert.
Starte jetzt und lerne, wie du ein gutes Bewerbungsschreiben erstellst, das jeden Personaler überzeugt.

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Was ist ein Anschreiben?

Das Anschreiben ist der Teil deiner Bewerbung, in dem du erklärst, warum du dich für die Stelle interessierst und warum du gut dazu passt. In vielen Fällen ist es das erste, was dein zukünftiger Arbeitgeber von dir liest. Deshalb lohnt es sich, hier besonders sorgfältig zu sein.

Im Gegensatz zum Lebenslauf, der deine Daten nur aufzählt, zeigst du im Anschreiben:

  • Deine Stärken
  • Deine Motivation
  • Deine relevanten Erfahrungen aus Praktika, Nebenjobs, Schule und Hobbys

Du verbindest also deine Fähigkeiten mit kurzen Beispielen aus deinem Alltag. So entsteht ein persönlicher Eindruck, der zeigt: Du passt zur Ausbildung bzw. zum Job.

So schreibst du dein Anschreiben Schritt für Schritt

Ein Anschreiben zu verfassen, klingt oft kompliziert, ist es aber nicht!
Mit dieser Anleitung bekommst du alles hin, was Ausbildungsbetriebe sehen wollen: klare Struktur, persönlicher Stil und ein professioneller Aufbau. Lass uns Schritt für Schritt durchgehen, wie du dein Anschreiben für Ausbildung oder Praktikum perfekt hinbekommst.

Schritt 1: Form und Länge festlegen

Ein gutes Anschreiben ist kurz und übersichtlich. Beachte dabei:

  • Max. 1 DIN-A4-Seite
  • 11-12 pt Schriftgröße (z. B. Arial, Calibri, Times New Roman)
  • Klare Absätze und genug Zeilenabstand
  • Orientierung an DIN-Norm 5008

Denke außerdem an die typischen Elemente eines Briefes:

  • Absender
  • Empfänger
  • Ort und Datum
  • Betreffzeile (Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als […] zum […])

Ein sauberer, klarer Aufbau wirkt sofort professionell.

Schritt 2: Persönliche Anrede formulieren

Die Anrede ist dein erster Kontaktpunkt. Deshalb ist es wichtig, sie so persönlich wie möglich zu formulieren. So geht’s schnell:

  • In vielen Stellenanzeigen steht die Ansprechperson.
  • Wenn nicht: Kurz auf der Unternehmensseite nach der Zuständigkeit nachsehen.
  • Notfalls einmal kurz anrufen und nachfragen. Gegebenenfalls den Namen buchstabieren lassen!

Vermeide unbedingt die Standard-Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“. Das wirkt unpersönlich und zeigt kein Interesse am Unternehmen.

Schritt 3: Starke Einleitung schreiben

Die Einleitung entscheidet, ob dein Anschreiben weitergelesen wird. Also: Finger weg von Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich…“.

So gelingt eine gute Einleitung:

  • Zeig, warum genau dieses Unternehmen spannend für dich ist.
  • Knüpfe an etwas Persönliches an (Empfehlung, Projekte, Interessen).
  • Mach klar, warum du motiviert bist.

Beispiele für gute Einstiege:

  • „Auszubildende Ihres Hauses haben mir die Ausbildung empfohlen und jetzt möchte ich selbst Teil des Teams werden.“
  • „Mich reizt es, in einem großen Unternehmen wie Ihrem zu lernen, weil ich dort viele Entwicklungsmöglichkeiten sehe.“

Schritt 4: Deine Stärken im Hauptteil zeigen

Jetzt geht’s um dich! Hier zeigst du, was du kannst und warum du passt.

Das schaffst du, indem du …

  • … deine Stärken und Interessen nennst.
  • … passende Erfahrungen zeigst (Praktikum, Schule, Nebenjob, Hobby).
  • … immer einen Bezug zur Stellenanzeige herstellst.
  • … kurze Beispiele gibst, statt einfach Fakten aufzuzählen („Ich habe bei XY gelernt…“).

Nutz gerne diese Leitfragen:

  • Welchen Abschluss hast du oder machst du gerade?
  • Welche Erfahrungen passen zum Job?
  • Was unterscheidet dich von anderen Bewerberinnen und Bewerbern?

So entsteht ein persönlicher, überzeugender Text. Ganz ohne komplizierte Formulierungen!

Schritt 5: Einen Schluss schreiben

Im Schlussteil zeigst du Selbstbewusstsein und leitest zum nächsten Schritt des Bewerbungsprozesses über.

Bestandteile eines guten Abschlusses:

  • Positives Statement („Ich freue mich darauf, in einem Vorstellungsgespräch mehr über die Ausbildung bei Ihnen zu erfahren.“)
  • Grußformel („Mit freundlichen Grüßen…“)
  • Unterschrift

Wichtig: Vermeide den Konjunktiv, denn er klingt unsicher.
Statt: „Über eine Einladung zu einem Gespräch würde ich mich freuen.“
Besser „Ich freue mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“

Schritt 6: Prüfen und verbessern lassen

Zum Schluss solltest du dir dein Anschreiben einmal laut durchlesen.

Achte auf:

  • Klare Formulierungen
  • Rechtschreibung
  • Einheitliche Formatierung
Illustration Bewerbungs-Check

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Anschreiben – FAQ

Ein Anschreiben sollte maximal eine DIN-A4-Seite umfassen. Ideal sind 6-10 kurze, präzise Sätze, aufgeteilt in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Personalverantwortliche überfliegen Anschreiben oft – daher ist Klarheit besonders wichtig.

Klassische, gut lesbare Schriftarten wie Arial, Calibri oder Times New Roman sind empfehlenswert. Halte die Schriftgröße einheitlich bei 11–12 pt.

Ein Deckblatt ist optional. Es kann deine Bewerbung optisch abrunden und für Übersicht sorgen, ist aber kein Muss. Nutze es nur, wenn es wirklich Mehrwert bietet (z. B. klare Struktur, professionelles Foto).

Ja. Bewerbungen wirken vollständiger und professioneller mit einer Unterschrift. Dafür einfach deine Unterschrift einscannen oder abfotografieren und einfügen. Auch eine digitale Unterschrift ist möglich.

Sehr wichtig. Sie entscheidet oft darüber, ob jemand weiterliest. Vermeide Standardfloskeln wie „Mit großem Interesse habe ich…“. Setze stattdessen auf einen klaren, individuellen Einstieg, der Motivation und Relevanz zeigt.

Persönlich, aber nicht privat. Du solltest eigene Beispiele, Erfahrungen, Erfolge und Stärken einbauen, aber alles muss beruflich relevant bleiben. Ein Anschreiben ist kein ausführlicher Lebenslauf in Textform.

Nein. Ein allgemeines Anschreiben fällt sofort auf. Jede Bewerbung sollte auf die Stellenausschreibung, Arbeitgeber und Aufgaben zugeschnitten sein, auch wenn du eine Grundstruktur wiederverwendest.

Es ist gut, wenn es

  • klar strukturiert ist,
  • die wichtigsten Anforderungen der Stelle aufgreift,
  • konkrete Beispiele enthält,
  • fehlerfrei formuliert ist,
  • maximal eine Seite lang ist und
  • deine Motivation deutlich macht.

Ja, aber mit Bedacht. KI ist ein gutes Werkzeug für:

  • Struktur
  • Formulierungsalternativen
  • Korrekturen
  • Erste Ideen

Wichtig: Ergänze immer eigene Inhalte, überprüfe alles auf Richtigkeit und vermeide 1:1-Kopien.

Du machst dein KI-Anschreiben persönlicher, indem du die KI-Vorlage immer mit konkreten, eigenen Beispielen füllst und deinen persönlichen Stil einbringst. So individualisierst du den Text:

  • Füge konkrete Erfolge und Beispiele von dir ein (Praktika, Hobbys, Schule).
  • Bring deinen persönlichen Stil und deine Formulierungen ein.
  • Stelle immer einen Bezug zur Stellenausschreibung und zum Unternehmen her.
  • Streiche alle unnötigen Floskeln, die austauschbar klingen.
  • Nutze die KI als Strukturhilfe, nicht als Ersatz.
Illustration Trainingsheft

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Weitere Tipps für deine Bewerbung

Der Lebenslauf zeigt deine Fähigkeiten, Stationen und Erfahrungen auf einen Blick. Achte dabei besonders auf:

  • Eine saubere, logische Struktur
  • Relevante Praktika, Projekte und Nebenjobs
  • Klare Datumsangaben
  • Konzentration auf das Wesentliche (nicht jede Station ist für deinen Wunschberuf wichtig)

Ein Deckblatt ist keine Pflicht, kann aber einen professionellen Eindruck hinterlassen und deine Bewerbung visuell aufwerten. Wenn du ein Deckblatt nutzt, halte das Design klar und modern.

Vorteile eines Deckblatts:

  • Starker erster Eindruck
  • Platz für Bewerbungsfoto, Kontaktdaten und Überschrift „Bewerbung“
  • Möglichkeit, dich optisch von anderen Bewerbern abzuheben

Für ein professionelles Erscheinungsbild solltest du die gängigen Formatregeln einhalten:

  • Klare Struktur gemäß DIN-Norm 5008
  • Gut lesbare Schriftarten (z. B. Arial, Calibri, Times New Roman)
  • Einheitliche Formatierung in allen Dokumenten

Was wünschst du dir?

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