Verfahrenstechnik & Chemieingenieurwesen (B.Sc.)
09599 Freiberg
2026
Studienangebot
Verfahrenstechnik & Chemieingenieurwesen (B.Sc.)
Studienkonzept
Die Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (kurz „VTC“) befassen sich mit allen Vorgängen, bei denen Stoffe hinsichtlich Zusammensetzung, Art oder Eigenschaften verändert werden. Sie nutzen dabei mechanische, thermische, chemische oder biologische Verfahren.Verfahrenstechnik spielt eine zentrale Rolle bei der Herstellung und Aufbereitung einer Vielzahl von Produkten und Materialien, die in der modernen Gesellschaft unverzichtbar sind. Elektronikmaterialien, Kunststoffe, Farben, Lacke, Schäume, Lebensmittel, Genussmittel, Pharmazeutika, Wasserstoff als Energieträger sowie Grundstoffchemikalien werden durch verfahrenstechnische Prozesse aus Rohstoffen oder Naturstoffen gewonnen oder umgesetzt.
Gleichzeitig ermöglichen verfahrenstechnische Verfahren die Behandlung von Abfällen, Abwasser und Abluftströmen durch Reinigung, Aufbereitung und Recycling. Kohlenstoffdioxid kann durch verfahrenstechnische Methoden gefangen, gespeichert oder in wertvolle Produkte umgewandelt werden. Die Anwendungsbereiche reichen von der Energieerzeugung und Ressourcennutzung über die chemische Industrie bis hin zur Umwelttechnik und Lebensmittelproduktion. Damit trägt die Verfahrenstechnik maßgeblich zur Sicherung einer nachhaltigen Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln bei und stellt einen zentralen Baustein für die Entwicklung zukunftsfähiger Technologien dar.
Inhalte & Studienablauf
Die ersten vier Semester des Studiums sind auf eine umfassende Grundlagenausbildung in naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen ausgerichtet. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis der grundlegenden Prinzipien zu vermitteln, das die Fähigkeit zur Anwendung in unterschiedlichen Aufgabenkontexten ermöglicht. Die Ausbildung zielt darauf ab, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch die Fähigkeit zur kritischen Bewertung von Lösungsansätzen und deren Realisierbarkeit zu fördern.Ab dem vierten Semester werden die Schwerpunkte auf die Kerngebiete der VTC gelegt: mechanische Verfahrenstechnik, chemische Verfahrenstechnik, thermische Verfahrenstechnik sowie Energieverfahrenstechnik. Zudem werden Methoden der Prozesssimulation eingeführt. Innerhalb des siebensemestrigen Studiums besteht die Möglichkeit, sich durch die Wahl des Studienarbeitsthemas, der Bachelorarbeit sowie eines frei wählbaren Moduls und ausgewählter Module aus einem Modulkatalog in bestimmten Bereichen weiterzubilden.
Das Bachelorstudium Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen ist Teil des Bachelorstudiengangs „Engineering“ und wird insbesondere für Studieninteressenten empfohlen, die sich vor Studienbeginn noch nicht auf einen spezifischen ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt festgelegt haben.
Der Studiengang „Engineering“ bietet eine gemeinsame Grundausbildung in den ersten Semestern, die es ermöglicht, sich erst nach dem dritten Semester für einen der verfügbaren Teilstudiengänge, darunter auch VTC, zu entscheiden.
Dadurch wird eine hohe Flexibilität im Studienverlauf gewährleistet.
Interessen und Fähigkeiten für das Studium
- Grundverständnis der mathematisch- naturwissenschaftlichen Schulfächer.
- Kein Leistungskursniveau erforderlich.
- Interesse an der Verfahrenstechnik/ dem Chemieingenieurwesen
- Begeisterungsfähigkeit für Neues
- Durchhaltevermögen, etwas Selbstdisziplin und Ehrgeiz
Bachelor/ Master oder Diplom?
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums VTC können anschließend das Masterstudium Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen aufnehmen. Die fachliche Qualifikation entspricht dabei in der Regel dem Abschluss des früheren Diplomstudiums Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, wobei einige Unterschiede in der Studienorganisation bestehen:Das Masterstudium kann erst nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudiums beginnen, was eine zeitliche Verzögerung bedeutet. Zudem sind die zeitlichen Abläufe der Module im Bachelor- und Masterstudium aufgrund der kürzeren Gesamtdauer enger festgelegt, was die Integration von Auslandssemestern erschweren kann.
Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen an der TUBAF studieren:
Der Studiengang Engineering mit dem Teilstudiengang Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, zeichnet sich vor allem durch eine gute Studierbarkeit aus.Das bedeutet wenige Prüfungen pro Prüfungszeitraum. Die Studierenden knüpfen im Verhältnis sehr schnell Kontakt mit ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen und Bezug auf aktuelle Forschungsthemen. Es besteht die Möglichkeit, individuelle Module zu wählen und zusätzlich, entsprechend der ingenieurwissenschaftlichen Interessen eine flexible Weiterentwicklung anzustreben.
Bestandteil des Bachelorstudiums sind die Praxis- und Forschungserfahrung im Grundpraktikum, Fachexkursionen, eine Studienarbeit, ein 14-wöchiges Fachpraktikum und eine Bachelorarbeit. Außerdem wird eine Ausbildung in der Fachsprache Englisch und einer einführenden Betriebswirtschaftslehre geebnet, die der erste Schritt in eine internationale Ausrichtung sein könnte.
Der Studiengang Engineering an der der TUBAF, zeichnet sich durch flexible Inhalte aber stringente, grundständige Studieninhalte als ein zukunftsorientierten Studiengang aus und dient perfekt zur Vorbereitung auf zukünftige Anforderungsprofile, in weiterführenden Ingenieurstätigkeiten, in der Industrie, Wirtschaft oder Wissenschaft.
Grundpraktikum
Für diesen Studiengang ist ein 6-wöchiges Grundpraktikum erforderlich (30 Arbeitstage). Eine Ableistung bzw. teilweise Ableistung vor dem Studium (nach dem Abitur) wird empfohlen. Das Praktikum kann auch während des Studiums nachgeholt werden.Berufsfelder
Forschung und Entwicklung sowie Projektierung, Betrieb und Instandhaltung von verfahrenstechnischen Apparaten und Anlagen u.a. in der chemischen Industrie, Energiewirtschaft, Batterie(Recycling)-Industrie, Keramik-, Glas- und Baustoffindustrie, Bergbau und Aufbereitung, Abwasserreinigung, Müllbeseitigung und -aufbereitung, Luftreinhaltung, Lebensmittelindustrie, Heizungs- und Klimatechnik, Biotechnologie, Maschinen- und AnlagenbauDabei kommen Absolventen und Absolventinnen neben der Wirtschaft auch in folgenden Berufsfeldern zum Einsatz:
- Management und Logistik
- Ingenieurbüros
- Lehre und Forschung: z.B. Hochschule, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Institute
- Öffentlicher Dienst: z.B. Behörden, TÜV, Kommunen, Ver- und Entsorgungsbetriebe, Stadtwerke
- Wirtschafts- und Berufsverbände, Beratertätigkeit
- Freiberufliche Tätigkeit: z.B. Gutachter/Gutachterin, Industrieberater/Industrieberaterin, Patentanwalt/Patentanwältin
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