Stadtplanung (M. Sc.)
Der Masterstudiengang Stadtplanung an der TH Lübeck richtet sich an Studierende mit Begeisterung an Planungs- und Gestaltungsaufgaben in Städten und Regionen sowie der Bereitschaft zum kooperativen und wissenschaftlichen Arbeiten.
Die Auseinandersetzung mit den komplexen Prozessen der Stadtentwicklung steht im Fokus. Diese strukturiert zu beobachten und systematisch zu analysieren ist die Basis, um auf kreative Weise im Rahmen von Konzepten und Entwürfen Antworten auf aktuelle Fragen der räumlichen Entwicklung zu entwickeln. Die Fähigkeit zur Gestaltung von nachhaltigen urbanen Räumen und kollektiven Prozessen ist eine wesentliche Fähigkeit, die der Studiengang vermitteln will.
Der Studiengang ist praxis- und projektorientiert und deckt vom städtebaulichen Entwurf über integrierte Entwicklungskonzepte bis hin zur wissenschaftlichen Analyse Kernkompetenzen des Städtebaus und der Stadtplanung ab. Im Rahmen von Studienprojekten werden konkrete Lösungsansätze und Strategien für wichtige Zukunftsaufgaben der Stadtentwicklung entwickelt. Im Rahmen von Studienprojekten werden konkrete Lösungsansätze und Strategien für wichtige Zukunftsaufgaben der Stadtentwicklung entwickelt. Die Studierenden bauen ein breites Kontextwissen auf, vertiefen die benötigten Methoden und Techniken und erproben an konkreten, praxisnahen Anwendungsfällen die Bearbeitung von stadtplanerischen Aufgabenstellungen.
Der Studienaufbau ermöglicht durch die Kombination der Vertiefungsprojekte, dem Angebot, eigene Themen im integrierten Studienprojekt zu entwickeln, und der Wahl von Modulen zu Sonderthemen in Zusammenarbeit mit Partnern aus Praxis und Wissenschaft ein hohes Maß an Flexibilität und inhaltlicher Vertiefung.
Lehrinhalte
Das Studienangebot im Masterstudiengang Stadtplanung besteht aus einem dreisemestrigen Projektstudium mit einem anschließenden Semester zur Bearbeitung der Masterarbeit.Den Kern des Studiums bilden drei praxisorientierte Studienprojekte, die in der Regel in Kooperation mit Kommunen oder anderen Planungsträgern durchgeführt werden. Im Ablauf der Studienprojekte über die drei aufeinanderfolgenden Semester steigert sich die Komplexität der Aufgaben und das Maß der Eigenständigkeit der Bearbeitung durch die Studierenden. Das dritte Studienprojekt verlangt eine eigenständige Auswahl des Themas und der zu bearbeitenden Problem- und Aufgabenstellung.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der einzelnen Lehrmodule liegen bewusst im Bereich von aktuell und in Zukunft sehr intensiv diskutierten Fragestellungen wie Stadt und Energie, Klimaschutz und Freiraumgestaltung sowie der Wohn- und Quartiersentwicklung.
Das Studienangebot bietet im Wahlpflichtbereich vielfältige Möglichkeiten der individuellen Ausgestaltung: Studierende, die sich mit Fragen der Stadtbaukultur und des Bauens im Bestand beschäftigen wollen, können das am Beispiel von Lübeck vertiefen. Eine besondere Vertiefung ist auch zu Fragen der Wohn- und Quartiersentwicklung sowie zur Praxis der Stadterneuerung möglich.
Darüber hinaus besteht im Rahmen der Wahlmodule die Chance, aus dem gesamten Spektrum an Lehrveranstaltungen an der TH Lübeck und anderen Hochschulen ergänzende Module auszuwählen.
Ziele
Kleine Gruppengrößen von rund 25 Studierenden pro Jahrgang ermöglichen den unkomplizierten persönlichen Austausch von Lehrenden und Studierenden und ein intensives Zusammenwirken mit den Kommiliton*innen. Durch die unterschiedlichen Bachelor-Abschlüsse spiegelt die Zusammensetzung der Studierendenschaft den Anspruch des Studiengangs auf Interdisziplinarität und Perspektivenreichtum. Und auch die Lehrenden kommen aus unterschiedlichen Disziplinen (u.a. Stadtplanung, Architektur, Soziologie, Rechtswissenschaften) und stehen für ganzheitliche, die unterschiedlichen Teilaspekte integrierenden, Zugänge auf Stadt. Zur Sicherung einer praxisnahen Ausbildung wird großer Wert auf den Austausch mit Gastdozent*innen und Lehrbeauftragten sowie die Kooperation mit kommunalen Planungsämtern, Ministerien, Entwicklungsträgern, Planungsbüros und anderen Hochschulen gelegt.Berufsbild
Was macht eigentlich ein*e Stadtplaner*in?Stadtplanung befasst sich mit der Entwicklung von Regionen, Städten und Stadtteilen. Sie analysiert, koordiniert, organisiert und gestaltet diese Entwicklungsprozesse unter Berücksichtigung verschiedener Interessenlagen.
Diese Aufgabe erfordert die Fähigkeit, städtebauliche Entwürfe und Pläne – auch im Austausch und in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen, wie zum Beispiel der Verkehrs- und der Landschaftsplanung – zu entwickeln und im Entwurf umsetzen zu können. Kooperations-, Kommunikations- und Managementfähigkeiten sind gefordert, um Planungsinhalte und -ziele programmatisch zu erarbeiten, zu vermitteln und in der Umsetzung mit öffentlichen und privaten Akteur*innen zu steuern und zu betreuen.
Das wesentliche rechtliche Instrumentarium zur Umsetzung von Plänen, mit dem sich die Stadtplanung beschäftigt, ist das Bau- und Planungsrecht, durch das unter anderem die Erstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen als Kernelementen der städtebaulichen Planung, geregelt wird. Dies wird ergänzt um eine Vielzahl weiterer Instrumente wie Rahmenpläne, Masterpläne und anderer strategischer Konzepte, die zur Entwicklung von städtischen Räumen genutzt werden.
Ein immer größer werdendes Gewicht im Alltag der Stadtplanung nehmen heute Fragen der Beteiligung von Bürger*innen und die diskursive Entwicklung von Planungsentscheidungen ein. Damit entwickelt sich auch das berufliche Selbstverständnis der Stadtplaner*innen weiter, die heute dazu imstande sein müssen, ihre Überzeugungen in vielfältigen Dialogen zu vertreten und mit komplexen Interessenlagen abzugleichen.
Thematisch reicht das Feld der Stadtplanung von der Planung und Gestaltung von neuen Stadtteilen als Stadterweiterung bis hin zur Stadterneuerung und damit der Erhaltung und Qualifizierung der vorhandenen Stadtstrukturen. Stadtplanung übernimmt eine wichtige Rolle in der Umsetzung des Ziels einer nachhaltigen Entwicklung und ist eine Disziplin, die vielfältige Schwerpunkte und unterschiedliche berufliche Betätigungsfelder eröffnet.
Weitere Informationen zum Studiengang.
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